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100-jährige Dampflok zurück im Rheintal

WIDNAU/LUSTENAU. Pünktlich zu ihrem 100-jährigen Geburtstag kehrte die Dampflok «St. Gallen/Widnau» nach einer Fahrwerksrevision wieder zurück ins Rheintal. Beim Zollamt Wiesenau in Widnau wurde sie vom Tieflader auf die Schienen gehoben.
Susi Miara
Vorsichtig wird die 100-jährige Dampflokomotive auf die Schienen gehoben. (Bild: Susi Miara)

Vorsichtig wird die 100-jährige Dampflokomotive auf die Schienen gehoben. (Bild: Susi Miara)

Dieses Jahr feiert die Dampflok «St. Gallen/Widnau» des Vereins Rhein-Schauen ihr 100-jähriges Bestehen. Die letzten drei Monate verbrachte die rüstige alte «Dame» in der Werkstatt der Rhätischen Bahn in Landquart. «Damit die Dampflok in einem Top-Zustand und natürlich auch unter Dampf feiern kann, wurde eine grosse Fahrwerksrevision durchgeführt», erklärt Thomas Ehrenstein, Leiter Fahrbetrieb und Ausbildung des Vereins Rhein-Schauen. Bereits am 2.

Mai wird sie zur Saisoneröffnung vom Steinbruch Mäder bis zur Rheinmündung ihre Jubiläumsfahrt absolvieren. Damit der Spezialkran und der Tieflader nicht über die Grenze nach Lustenau fahren mussten, wurde die Dampflok direkt vor der Grenze auf die Schienen gehoben. Ausserdem sollte das grosse Aufsehen auch einen gewissen Werbeeffekt für Dampfbahnfahrten bringen.

Die Dampflok «St. Gallen/Widnau», Jahrgang 1910, stammt aus der Maschinenfabrik Arnold Jung. Bis 1961 stand sie im Einsatz der Rheinbauleitung. «Während des Krieges wurde sie 1943 für ein Jahr nach Rupperswil-Auenstein vermietet», erklärt Oliver Weder, Leiter Werkstatt des Vereins Rhein-Schauen. Lange sei sie dann im Werkhof Widnau gestanden, und es hätten sich auch Kaufinteressenten bei der Gemeinde gemeldet. Abgeholt worden sei die alte Lok aber nie.

Später fand sie einen würdigen Platz neben dem Gemeindehaus in Widnau, bis der Verein Rhein-Schauen sie im Jahr 1998 aus der «Rente» zurückholte und wieder fahrtüchtig machte. Es war eine Dauerleihgabe der Gemeinde Widnau, mit der Bedingung, dass sie in Zukunft unter dem Namen «St. Gallen/Widnau» fährt. Vor zehn Jahren feierte die Lokomotive ihre Jungfernfahrt und fährt seither regelmässig auf der Rheinbähnle-Strecke. Von der Dampflok-Crew wird sie liebevoll «alte Lady» genannt.

«Es ist eine Maschine, die lebt», schwärmt Thomas Ehrenstein. «Sie atmet, bewegt sich und riecht nach verbranntem Holz.» Diese Lok werde nämlich noch mit Holz gefeuert. Das sei eine Rarität.

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