05er-Duell geht an Arbon

Im Ostschweizer Cupfinal der Veteranen spielte Arbon 05 gegen Au-Berneck 05. Hinter den identischen Zahlen stecken 100 Jahre Unterschied – auf dem Platz war die Differenz vier Tore.

Yves Solenthaler
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Cupfinal 2010: Die Veteranen des FC Au-Berneck hatten für den Cupfinal die passenden T-Shirts im Gepäck. Ein Siegerleibchen muss indes nicht gedruckt werden: Im Final waren die Au-Bernecker dem FC Arbon mit 1:5 (1:2) unterlegen. (Bild: ys)

Cupfinal 2010: Die Veteranen des FC Au-Berneck hatten für den Cupfinal die passenden T-Shirts im Gepäck. Ein Siegerleibchen muss indes nicht gedruckt werden: Im Final waren die Au-Bernecker dem FC Arbon mit 1:5 (1:2) unterlegen. (Bild: ys)

Dabei hat das Spiel so gut angefangen, wie es für die Auer besser nicht hätte sein können: Beim ersten Angriff in der zweiten Minute stand Sandro Pizzingrilli plötzlich allein vor dem Torhüter. «Ich bin selbst erschrocken», sagte der Stürmer nach dem Match. Dennoch ist er cool geblieben und hat den Ball souverän zum 1:0 verwertet.

Je länger das Spiel aber dauerte, desto mehr wurde die vor allem läuferische Überlegenheit der Arboner offensichtlich. «Von denen hat keiner ein Bäuchlein», registrierte der Auer Abwehrturm Franco Frisenda.

Nach 20 Minuten schlug sich dies im Resultat nieder; die Thurgauer gingen durch einen Doppelschlag mit 2:1 in Führung. Kurz vor der Pause hätte nochmals Pizzingrilli den Arboner Goalie mit einem Weitschuss fast überrascht, sonst spielten vor allem die Thurgauer. Allerdings hatte ihr Eintore-Vorsprung lange Bestand. Erst in der Schlussphase brachen die Rheintaler ein, was Arbon zu drei weiteren Toren und somit zum 5:1-Sieg nutzte. Immerhin gab es nach dem Spiel auch für den Verlierer einen kleinen Pokal.

Die Enttäuschung bei Au-Berneck hielt sich in Grenzen. «Wir haben gegen einen besseren Gegner verloren», anerkannte Trainer Ernst Graf. Vor der Saison formulierte er drei Ziele: Keine gelbe Karte, in der Meisterschaft vorne mitspielen und im Cup so weit wie möglich kommen. Ziel Nr. 3 haben die Auer erreicht, in der Liga tummeln sie sich jedoch im Mittelfeld – und das erste Ziel war schon nach einer Viertelstunde in dieser Saison nicht mehr erreichbar; da hatte es schon die erste «Gelbe» gegeben.

Au-Berneck: Antonio Stella; Franco Frisen- da, Bruno Federer, Reto Federer, Thomas Bü- chel, Urs Eugster, Rico Dietrich, Jacek Ko- pacz, Roberto Varano, Sandro Pizzingrilli, Asmir Omeradzic. Einwechselspieler: Marcel Manser, Roger Beerli, Bexhet Zenunaj, An- dreas Riedi, Jose Esphanhol Pereira, Giuseppe De Martis, Heinz Brändle.