Rettungspaket für die Olma-Messen: Auch die Vorberatende Kommission des Kantonsparlaments gibt grünes Licht

Stadt und Kanton St.Gallen wollen den Olma-Messen mit 24 Millionen Franken unter die Arme greifen. Die Vorberatende Kommission des Kantonsrats hat nichts dagegen einzuwenden.

Adrian Vögele
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Das Hilfspaket für die Olma-Messen hat eine weitere politische Hürde genommen.

Das Hilfspaket für die Olma-Messen hat eine weitere politische Hürde genommen.

Ralph Ribi

Die Olma-Messen stecken finanziell in der Klemme: Die Absage der grossen Messen aufgrund der Coronapandemie hinterlässt ein grosses Loch in der Kasse. Ohne Unterstützung von aussen droht ein Liquiditätsengpass. Kanton und Stadt St.Gallen haben darum ein Hilfspaket im Umfang von 24 Millionen Franken geschnürt. Der kantonale Betrag besteht in einem Darlehen von 8,4 Millionen Franken - ausserdem soll der Kanton seine Beteiligung um 430'000 Franken aufstocken: So sieht es die Regierung vor. Darüber entscheiden muss das Kantonsparlament. Die Vorberatende Kommission hat am Freitag grünes Licht für die Massnahmen gegeben. «Damit soll die Existenz der Genossenschaft Olma Messen sichergestellt werden», schreibt die Kommission in einem Communiqué. Es gehe darum, der volkswirtschaftlichen Bedeutung und der landesweiten Ausstrahlung der Olma Rechnung zu tragen. Der Sparbeitrag von zwei Millionen Franken, den die Olma-Messen beitragen müssen, ist aus Sicht der Kommission angemessen. Ausserdem legt sie grossen Wert darauf, dass auch das Genossenschaftskapital gestärkt werden soll, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Nun ist das Kantonsparlament am Zug.

Stadtparlament hat zugestimmt – aber nicht ohne Kritik

Die Stadt gewährt ebenfalls ein Darlehen von 8,4 Millionen Franken und stockt zudem ihr Genossenschaftskapital um 1,29 Millionen Franken auf. Das Stadtparlament hat die Beiträge bereits abgesegnet - allerdings nicht diskussionslos. So wurde von linker Seite kritisiert, dass der Stadtrat für die Olma-Messen innert kürzester Zeit ein Unterstützungspaket geschnürt habe, während andernorts aufgrund der Pandemie schmerzhaft gespart werde.

Vorgesehen ist, dass das Genossenschaftskapital der Olma-Messen um insgesamt 5 Millionen Franken erhöht wird - mit der Hilfe sämtlicher Genossenschafter. Dazu gehören weitere sechs Kantone sowie das Fürstentum Liechtenstein. Auch die Privatwirtschaft ist an den Olma-Messen beteiligt, die Banken beispielsweise mit 30 Prozent.

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