Kolumne

ResTZucker:  Länger leben im Thurgau

Alle wollen etwas tun für die Volksgesundheit.

David Angst
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David Angst

David Angst

Es ist schon einige Jahre her, seit ein Lied mit den Worten «Schtärbe im Thuogauu» nationale Schlagzeilen machte. Dass im Thurgau gestorben wird, das kann unser Gouvernement nicht verhindern. Aber es ergreift nun Massnahmen, dank denen das Leben nicht nur besser, sondern auch länger wird.

Ersteres dank der Kampagne «Leben statt pendeln» des Amtes für Wirtschaft – finanziert auch mit dem Steuergeld derjenigen, die ihr Geld in Zürich verdienen. Eben diese Leute will man zur Einsicht bringen, dass eine höhere Lebensqualität einen höheren Lohn bei weitem aufwiegt.

Und zweitens will der Regierungsrat den Verkauf von Tabakwaren an Personen unter 18 Jahren verbieten. Damit erhöht er die Lebenserwartung kommender Generationen.

Dies alles ist natürlich erst ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Weitere politische Massnahmen sind gefordert, zum Beispiel gegen das Rauchen von E-Zigaretten in der Umgebung von 5G-Antennen. Oder gegen das Trinken sulfithaltiger Weine.

Einzelne Landgemeinden tun das Ihre für die Volksgesundheit. Im Aach-Thur-Land wird das Leitungswasser mit Bodenseewasser angereichert, weil das einheimische Grundwasser ein bisschen zu viel Chlorodingsbums enthält. Beim Wein würde man von einer Assemblage reden.

Schade, dass das Fête des Vignerons schon vorbei ist. Sonst hätten die Thurgauer Brunnenmeister mit einer Cuvée in Vevey auftreten können: Tous ensemble.