Zu Tisch
Kochkunst, die Auge und Gaumen gleichermassen beglückt

Als Stephan und Bianca Roth vor fünf Jahren das Restaurant & Hotel Heidelberg in Aadorf übernahmen, setzten sie sich ein hohes Ziel: den Gästen einen neuen Lieblingsort zu bieten. Das ist der Hotelfachfrau und dem Küchenchef gelungen. Der «Heidelberg» ist heute Synonym für eine kulinarische Oase, die man immer wieder aufsucht. Ein Ort, an dem die Kochkunst das Auge und den Gaumen gleichermassen beglückt – zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Hans Suter
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Vom Fond über die Suppe bis zur Garnitur: Alles selber hergestellt. Stephan Roth legt grossen Wert auf saisonale Produkte erster Güte.

Vom Fond über die Suppe bis zur Garnitur: Alles selber hergestellt. Stephan Roth legt grossen Wert auf saisonale Produkte erster Güte.

Bilder: Hans Suter
Salatschüssel «Heidelberg».

Salatschüssel «Heidelberg».

Tiger Prawn zur Vorspeise.

Tiger Prawn zur Vorspeise.

Auch wenn die Architektur nicht ein Übermass an Behaglichkeit versprüht, es ist ein Ort zum Glücklichsein. Am liebsten würde man die kreative, professionell kurz gehaltene Speisekarte durchprobieren. Bei den Vorspeisen fällt die Wahl auf das Carpaccio vom Kalb im Kräutermantel (17.50), serviert mit gebratenen Eierschwämmli, Nektarinen und Wildkräutern, sowie auf das Mango-Avocado-Tatar (17.–), begleitet von hausgebeiztem Thunfisch mit Wasabi-Mayonnaise und Wildkräutern. Beide Gerichte überzeugen durch ihre Frische, die wohlkomponierte Aromenvielfalt und die farbenfrohe, kunstvolle Gestaltung mit einer Vielzahl kreativer Details auf dem Teller.

Kalbsinvoltini mit Portweinsauce, Spinat-Tagliatelle und Gemüse.

Kalbsinvoltini mit Portweinsauce, Spinat-Tagliatelle und Gemüse.

Kleine Kunstwerke durch und durch

Seezungenröllchen mit Risotto und Gemüse.

Seezungenröllchen mit Risotto und Gemüse.

Lammnierstück mit Risotto und Gemüse.

Lammnierstück mit Risotto und Gemüse.

Dieses künstlerische Flair zieht sich auch bei den Hauptgängen durch. Die Wahl fällt auf die pochierten Seezungen-Röllchen (41.–) an Safransauce mit sämigem Eierschwämmli-Risotto und buntem Gemüse sowie auf das gebratene Lammnierstück (43.–) mit leichter Kräuterkruste, begleitet von sämiger Cognac-Sauce mit Eierschwämmli-Risotto und saisonalem Gemüse. Auch in diesen Gerichten zeigt der Küchenchef seine Leidenschaft. Die Teller kommen heiss auf den Tisch, sind kreativ angerichtet und die Aromenvielfalt schmeichelt dem Gaumen wie die Farbenpracht einer Blüte, die Bienen anlocken will.

Ein Klassiker: Cordon bleu vom Kalb mit Pommes frites und Gemüse.

Ein Klassiker: Cordon bleu vom Kalb mit Pommes frites und Gemüse.

Die Wahl hätte aber ebenso gut auf die Kalbsinvoltini (42.–) oder das Schweinsfilet im Speckmantel (38.50) fallen können, auf eine der Hausspezialitäten wie Surf ’n’ Turf (56.–) oder einen Klassiker wie Zürcher Geschnetzeltes (42.–), Egli-Knusperli (31.–), Kalb-Cordon-bleu (41.–) oder Kalbsleberli (36.–). Exquisit sind auch die gewählten Desserts: Schokoladeküchlein mit warmem Kern (12.50) und Rhabarber-Erdbeer-Trifle mit Mascarpone-Limonencrème (14.50).

Handarbeit: Ausstechen von Polenta-Halbmonden.

Handarbeit: Ausstechen von Polenta-Halbmonden.

Flambieren gehört heute noch zum ABC guter Köche.

Flambieren gehört heute noch zum ABC guter Köche.

Die Weinbegleiter: beim Weissen Müller Thurgau von Hausammann (6.–/dl), beim Roten Quinta de la Rosa 2018 (70.–/Flasche) aus dem portugiesischen Douro-Tal – eine Entdeckung. Die Weinkarte ist gut aussortiert mit zahlreichen heimischen weissen und roten Gewächsen, aber auch zahlreichen Spezialitäten und Klassikern aus Europa.

Der «Heidelberg» bietet auch ausreichend Parkplätze sowie eine Gatenwirtschaft.

Der «Heidelberg» bietet auch ausreichend Parkplätze sowie eine Gatenwirtschaft.

Restaurant Heidelberg, Schützenstrasse 45, 8355 Aadorf, Telefon 052 368 40 40,
www.heidelberg-aadorf.ch. Kein Ruhetag, warme Küche bis 21 Uhr (Fr/Sa 23, So 20 Uhr). Vorspeisen/Suppe ab 9.50/14.50, Hauptgerichte ab ca. 31.–. Für die aktuellen Öffnungszeiten vorgängig die Webseite konsultieren.

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