Wandertipp
Unbekanntes Dazwischen: Auf der Wilkethöchi das Panorama geniessen und Schmetterlinge beobachten

Auf der abwechslungsreichen Wanderung von Schwellbrunn nach Mogelsberg geht es auf und ab, wechseln sich Wiesen- und Waldpartien ab und erwartet einen am höchsten Punkt eine menschenleere Lichtung mit fantastischer Weitsicht.

Sandro Büchler
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Die Wanderung beginnt mit einem kurzen Aufstieg zur Anhöhe hinauf.
31 Bilder
Von dort überblickt man Schwellbrunn.
Hier dem Weg rechts in den Wald folgen.
Im üppigen Wald blüht Holunder.
Nachdem man am Restaurant Hirschen und der Bushaltestelle Risi vorbeigegangen ist, geht es auf den nächsten Hügelzug. Der Blick fällt nach Norden ins Fürstenland.
Ein Wiesenweg führt hinauf zum Restaurant Sitz.
In der Wiese sitzt ein Schwalbenschwanz.
Dem Skilift entlang geht es hinunter. Zuunterst wartet bereits die nächste Gaststätte. Die Landscheide. Der bewaldete Hügel rechts im Hintergrund ist die nächste Station der Wanderung.
Erst aber die Talstation des Skilifts Schwellbrunn in der Wiese voller Löwenzahn.
Auf dieser Wanderung sind etliche Zauntore zu passieren.
Die Schweizer Fahne auf der Hochwacht ist ein guter Orientierungspunkt. Denn in Richtung der Fahne geht es, allerdings nicht ganz bis zur Spitze des Hügels. Wer will, kann jedoch ganz hoch.
Und wieder fällt der Blick in Richtung Fürstenland. Jetzt ist auch der Bodensee am Horizont zu erkennen.
Nach dem Bergli, wo statt eines Restaurants einfach ein Kühlschrank voller Getränke in Selbstbedienung wartet, geht es kurz recht steil abwärts.
Der Wanderweg zweigt hier links weg und verläuft unterhalb des Wiesenbords.
Eine gut eingerichtete Feuerstelle.
Erst geht es hinunter, dann auf der anderen Seite wieder hinauf. Jetzt geht es hinauf zur Wilkethöchi.
In diesem steilen Abschnitt ist die Tier- und Pflanzenwelt voller Überraschungen. Einige Eichelhäher stieben auf...
...und am Wegrand raschelt es. Ein Eichhörnchen sitzt im Laub und knabbert unbeirrt vor sich hin.
Jetzt ist die Wilkethöchi, der mit 1171 Metern über Meer höchste Punkt dieser Wanderung, nicht mehr weit.
Das Panorama auf der Wilkethöchi: Blick ins Neckertal. Der flache Bergrücken am Horizont ist die Hochalp. Säntis und Churfirsten sind von Wolken umhüllt.
Ein «Kleiner Fuchs» und eine Biene duellieren sich um den Platz auf der Blüte.
Nochmals die fantastische Aussicht.
Es geht entlang einer Krete westwärts.
Der wohl schönste Abschnitt dieser Wanderung. Stets im Schatten der Bäume geht es langsam hinunter bis zum Gerensattel.
Ungewohnte Perspektive.
Kühe grasen zufrieden bei flirrenden Temperaturen.
Gut hat es das gelbe Wanderwegsymbol.
Auf diesem Weg ist man allein unterwegs. An der Balik Lachsfarm geht es vorbei Richtung Weiler Ebersol. Doch bevor man diesen erreicht, biegt man auf der Teerstrasse rechts hangaufwärts ab und biegt dann erneut nach links ab.
Wiese und Wald wechseln sich ab. Kurz vor Mogelsberg geht es hier ein letztes Mal hinauf. Eine Liegebank, mit Abendsonne besonnt, lädt zu einer Pause ein.
Mogelsberg kommt näher. Rechterhand ist der Baumwipfelpfad. Wer auf direktem Weg zum Bahnhof hinunter will, biegt vor dem Baumwipfelpfad rechts auf einen Schleichweg ab.
Für alle anderen wartet im Ortskern von Mogelsberg das Restaurant Rössli. Nach fünf Stunden Wanderzeit kann man hier gemütlich einkehren.

Die Wanderung beginnt mit einem kurzen Aufstieg zur Anhöhe hinauf.

Bild: Sandro Büchler (26.06.2021)

Die Wanderung im Überblick:

Start: Schwellbrunn
Ziel: Mogelsberg
Strecke: 15,7 Kilometer
Wanderzeit: 5h
Aufstieg: 768 m
Abstieg: 1016 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, Fernglas.
Wanderung nicht für Kinderwagen geeignet.
Gaststätten: Auf dem Weg nacheinander: Hirschen, Sitz, Landscheide (alle Schwellbrunn), Bergli (nur Kühlschrank), Rössli Mogelsberg.
Parkplätze: Schwellbrunn
Öffentlicher Verkehr: Schwellbrunn Halden oder Schwellbrunn Risi, Mogelsberg Bahnhof.
Kartenmaterial: Landkarte: 1:25'000, Blatt 1094 Degersheim (sab)

1 Schwellbrunn – Die Wanderung von Schwellbrunn nach Mogelsberg beginnt mit einem kurzen Anstieg auf die Anhöhe. Auf der einen Seite blickt man zum Alpstein, wenn sich die Berge nicht hinter Wolken verstecken würden. Auf der anderen Seite blickt man zurück aufs malerische Dorf Schwellbrunn. Durch ein üppiges Waldstück geht es zum Weiler Risi. Wer etwas abkürzen will, fährt mit dem Postauto bis hierhin und beginnt die Wanderung hier.

2 «Sitz» – Auf fast jeder Erhebung in der Schweiz gibt es ein Restaurant. Fast. Nicht so auf der Wilkethöchi im Neckertal, dem Ziel dieser Wanderung. Doch auf dem Weg dorthin folgt eine Gaststätte der anderen. Gleich zu Beginn das Restaurant Hirschen. Der Wanderweg geht hinauf zum «Sitz», der nächsten Verpflegungsmöglichkeit. Von hier ist erkennbar, über welche Hügel es geht. Dem Skilift entlang geht es hinunter – zum Restaurant Landscheidi. Nach einem kurzen Stück entlang der Überlandstrasse biegt der Wanderweg wieder rechts weg. Von hier bis zum Ziel in Mogelsberg ist der Weg als «Neckertaler Höhenweg» beschildert.

3 Hochwacht – Auf dem Gupf Hochwacht, weit herum sichtbar, steht eine Schweizer Fahne. Sie ist ein guter Orientierungspunkt. Denn dahin soll es gehen. Die gut fünfstündige Wanderung ist ein Auf und Ab. Wald- und Wiesenstrecken wechseln sich auf dem Höhenweg stetig ab und machen so das Laufen angenehm. Trotzdem ist Ausdauer gefordert.

4 «Bergli» – Bis zum Ziel in Mogelsberg ist das «Bergli» nun die letzte Verpflegungsstation. In einem Kühlschrank kann man sich an kalten Getränken selbst bedienen. Links vom Gehöft geht es relativ steil hinab. Wir überschreiten die Kantonsgrenze. Die Wanderung von Schwellbrunn auf die Wilkethöchi und weiter nach Mogelsberg ist geprägt vom Dazwischen: Zwischen den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und St.Gallen, zwischen Appenzellerland und Neckertal, zwischen verträumtem Dorfidyll und Landwirtschaft, zwischen Nutzbarmachung des hügeligen Landes und bahnbrechender Natur. Ein Weiler in der Nähe heisst sogar Zwischenwäldern. Ein wenig bekanntes Stück Land.

5 Wilkethöchi – Nach der Feuerstelle im Äueli und dem Überqueren der Degersheimerstrasse geht es nun im Schatten des Waldes hinauf. Nur wenige Wandervögel kreuzen den Weg, dafür Eichhörnchen, Eichelhäher oder Mönchsmeisen. Die Wilkethöchi ist mit 1171 Metern über Meer der höchste Punkt dieser Tour. Auf dem kaum bekannten Ausguck östlich von Brunnadern überblickt man dafür den ganzen Alpsteinkamm. Einzig Schmetterlinge und Bienen, die sich um einen Platz auf den Blüten duellieren, lenken vom Panorama ab. Aus dem Tal stimmen die Kirchturmglocken einen Kanon an.

6 Gerensattel – Der Abstieg westwärts ist der schönste Abschnitt dieser Wanderung. Mannigfaltiger Wald, ein schmaler Weg und immer wieder neue Ansichten der hügeligen Landschaft zeichnen sich ab. Nach dem etwas ruppigen Abstieg zum Gerensattel geht es von dort weiter talwärts. Kühe grasen sichtlich zufrieden in der hüfthohen Wiese.

7 Ebersol – An der Balik Lachsfarm geht es vorbei Richtung Weiler Ebersol. Doch bevor man diesen erreicht, biegt man auf der Teerstrasse nach rechts ab, geht hangaufwärts und biegt dann erneut nach links in ein Waldstück ein.

8 Mogelsberg – Kurz vor Mogelsberg geht es ein letztes Mal hinauf. Eine Liegebank, mit Abendsonne besonnt, lädt zu einer Pause ein.

Gönn dir eine Pause wieder einmal
und schau ins schöne Neckertal.
Geniesse unsere schöne Natur,
das ist doch Erholung pur.

Mogelsberg kommt näher. Rechterhand ist der Baumwipfelpfad. Wer auf direktem Weg zum Bahnhof hinunter will, biegt vor dem Baumwipfelpfad rechts auf einen Schleichweg ab. Für alle anderen wartet im Ortskern von Mogelsberg das Restaurant Rössli. Nach fünf Stunden Wanderzeit kann man hier gemütlich einkehren.