SALZKORN
Zum Glück war Bonaparte inkonsequent

Noch erinnert man sich an Napoleon, den grossen Empereur. Die Frage ist, wie lange noch.

David Angst
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Der 200. Todestag Napoleons ist vorbei und damit auch die Debatte darüber, ob man des Empereurs gedenken sollte. Eines muss man dem alten Näppi lassen. Es gibt nur wenige, die 200 Jahre nach ihrem Ableben noch so viel Beachtung finden. Napoleon war ein Despot, ein Unterdrücker, ein Kriegsverbrecher. Und ein Rassist, weil er in den französischen Überseegebieten die Sklaverei wieder einführte. Deshalb wird die Cancel-Culture ihn wohl über kurz oder lang aus den Geschichtsbüchern tilgen. Irgendwann wird man die europäische Geschichte zwischen 1790 und 1821 einfach überspringen.

Bevor es so weit ist, darf man aber noch an eine Inkonsequenz des grossen Kaisers erinnern, für die wir ihm dankbar sein sollten. Man stelle sich vor, es wäre ihm eingefallen, dass man auch in der Schweiz die Sklaverei, sprich die Gemeinen Herrschaften, wieder installieren könnte. Das hat er übersehen. Da kann man aus Ostschweizer Sicht nur sagen: Glück gehabt.

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