Rechsteiner Nachfolge
Es dürfte eine Nationalrätin sein – die St.Galler SP bestimmt am 24. Oktober, wer die Nachfolge von Paul Rechsteiner im Ständerat antritt

Wen schlägt die SP als Nachfolgerin oder Nachfolger von Paul Rechsteiner vor? Wer wird in seine grossen Fussstapfen treten? Spekuliert wird schon lange – und noch eine ganze Weile: Die Geschäftsleitung der St.Galler SP entscheidet Ende Oktober, wen sie für die Nachfolge ins Rennen schickt.

Regula Weik
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Nationalrätin Barbara Gysi und Ständerat Paul Rechsteiner während der Herbstsession der Eidgenössischen Räte.

Nationalrätin Barbara Gysi und Ständerat Paul Rechsteiner während der Herbstsession der Eidgenössischen Räte.

Bild: Anthony Anex/KEYSTONE (Bern, September 2022)

Die Nachfolge von Paul Rechsteiner bleibt vorerst noch ein Geheimnis. Andrea Scheck, Präsidentin der St.Galler SP, lässt sich keine Namen entlocken. Doch es ist klar, in welche Richtung es gehen wird: Die Partei dürfte eine der bisherigen Nationalrätinnen ins Rennen schicken. Offen ist, ob sich eine der beiden Nationalrätinnen Barbara Gysi oder Claudia Friedl einen Kammerwechsel in Bern vorstellen kann.

Viele trauen dies Gysi eher zu. Sie hat sich wiederholt als engagierte Kämpferin gezeigt – und sie könnte, nimmt man Rechsteiner als Massstab, locker noch drei Amtsdauern im Stöckli machen. Gysi ist 58. Friedl ist vier Jahre älter.

Im Frühsommer teilte die beiden Nationalrätinnen mit, dass sie 2023 erneut kandidieren wollen. Auf die Ständeratsfrage gaben sie sich bedeckt. Gysi sagte damals: «Das offene und linksgrüne St.Gallen braucht eine Ständeratsvertretung.»

Die Geschäftsleitung der St.Galler SP beschliesst am 24. Oktober, wen sie als Nachfolgerin oder als Nachfolger für Rechsteiner sieht. Die parteiinterne Nomination erfolgt dann an einem ausserordentlichen Parteitag im November - dies dürfte aber eine reine Formsache sein.