Politische Gefangene
«Schärfere Sanktionen vorbereiten»: Weissrussland hält St.Gallerin gefangen – was Ostschweizer Politiker jetzt vom Bundesrat erwarten

Das Schicksal der inhaftierten Doppelbürgerin Natallia Hersche in Weissrussland bewegt die Schweiz. Wie sollen sich Bundesrat und Aussendepartement gegenüber dem Regime in Minsk verhalten? Ostschweizer Parlamentsmitglieder verlangen eine härtere Gangart.

Adrian Vögele
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Natallia Hersche, schweizerisch-weissrussische Doppelbürgerin, wurde im September bei einer Demonstration in Minsk verhaftet.

Natallia Hersche, schweizerisch-weissrussische Doppelbürgerin, wurde im September bei einer Demonstration in Minsk verhaftet.

Bild: Privat

Die Nachrichten sind nicht gut: Das Letzte, was man von Natallia Hersche, der in Weissrussland inhaftierten St.Gallerin, gehört hat, ist, dass sie von einem Gefängnis in Minsk in eine Strafkolonie für Frauen verlegt worden sei. Zuvor war die schweizerisch-weissrussische Doppelbürgerin in einen Hungerstreik getreten, weil ihr keine Briefe mehr in die Zelle gebracht wurden. Hersche war im September verhaftet worden, als sie an einer Demonstration gegen das Regime von Machthaber Alexander Lukaschenko teilnahm. Ihr wird vorgeworfen, sie habe bei ihrer Verhaftung einem Polizisten die Sturmhaube vom Kopf gerissen. Dafür wurde sie zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.