Open Air St.Gallen
Gibt es nach zwei Jahren Pause wieder ein «Schlammgallen»? So sehen die Wetterprognosen aus

Die Festivalsaison ist schon länger eröffnet. Kommenden Donnerstag geht das Open Air St.Gallen los. Wie immer stellt sich die Frage: Turnschuhe oder Gummistiefel?

Natascha Arsić
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Die Sonne scheint, doch durch den Regen haben sich Pfützen gebildet: So ähnlich dürfte es auch dieses Jahr sein.

Die Sonne scheint, doch durch den Regen haben sich Pfützen gebildet: So ähnlich dürfte es auch dieses Jahr sein.

Bild: Keystone (30. Juni 2017)

In einer Woche heisst es endlich wieder: Open Air St.Gallen! Der Aufbau des Geländes im Sittertobel ist in vollem Gange, die Vorfreude bei den Festivalgängerinnen und -gängern ist nach einer zweijährigen Pause riesig. Das OASG ist erstmals seit 2016 ausverkauft.

Der eine oder andere fragt sich womöglich bereits, was für das diesjährige Festival in den Rucksack gehört: Sonnencreme und Badesachen oder Regenschutz und Stiefel? «Sowohl als auch», sagt Christophe Voisard, Meteorologe bei Meteo Schweiz.

Etwas Regen, etwas Sonnenschein, etwas Unsicherheit

So wechselhaft wie sich das Wetter momentan zeigt, geht es auch weiter. Am Freitagabend und in der Nacht auf Samstag werden laut Voisard viel Regen und Gewitter erwartet. Das Wochenende wird dann hingegen «ziemlich schön und sonnig bei angenehmen 24 Grad».

Auch der Anfang der kommenden Woche wird freundlich. Am Montag lacht zumindest in der Ostschweiz noch die Sonne – durch leichten Föhneinfluss sind wir von den Entwicklungen im Westen des Landes, wo bis 30 Millimeter Regen erwartet werden, weniger betroffen. Gegen Abend ziehen aber auch im Osten wieder Gewitter auf, der Regen zieht sich bis in den Dienstag hinein.

«Für den Mittwoch erwarten wir eine Wetterberuhigung bei einer maximalen Temperatur von etwa 25 Grad und einem bewölkten Nachmittag. Für den Donnerstag sieht das Wetter ebenso gut aus, die Höchsttemperatur bleibt vermutlich gleich», so Voisard.

Und dann? Spätestens ab Freitag sind alle Besucherinnen und Besucher auf dem Festivalgelände. «Das ist nicht so einfach zu sagen. Die Unsicherheit von Prognosen so weit im Voraus ist gross», erklärt der Meteorologe. Er versucht es trotzdem:

«Es sieht danach aus, als würden die Tage jeweils sonnig beginnen. In der zweiten Tageshälfte, also gegen Abend, zeigt sich eine Tendenz zu Schauer und Gewitter.»

Das Open-Air-Wochenende dürfte genauso verlaufen. Sowieso: Auch die Statistik spricht gegen ein regenfreies Festival. Zuletzt blieb es im Zeitraum vom 30. Juni bis 3. Juli im Jahr 2015 trocken.

Rückblick auf die letzten zehn Jahre

Das derzeitige Wetter ist laut Voisard typisch für den Monat Juni. «Es ist der niederschlagreichste Monat des Jahres. Und das ist gut so, denn wir hatten im letzten halben Jahr diesbezüglich ein Defizit.» Für die Meteorologen bedeutet wechselhaftes Wetter mehr Arbeit.

Bei einem Hoch mit schönem Wetter sei die Lage stabil. Wenn es wechselhaft ist, seien die Prognosemöglichkeiten beschränkt. Vielfach sei nicht möglich, zu sagen, wo genau ein Gewitter entsteht. Die Meteorologen hätten eine Ahnung, ob es eher am Abend oder Morgen stürmt, aber die räumliche und zeitliche Genauigkeit können auch sie nicht immer hundertprozentig vorhersehen.

Das diesjährige Open Air findet vom 30. Juni bis 3. Juli statt. So warm war es in diesem Zeitraum in den letzten zehn Jahren jeweils:

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