Nationalfeiertag
Volles Risiko: Trotz Schlechtwetter-Prognose ist die Säntisfahne bereits montiert

Der 1. August steht vor der Tür – und die weltgrösste Schweizer Fahne wartet darauf, ausgerollt zu werden. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Zeigt sich Petrus am Samstag gnädig?

Gabriela Schmid
Drucken
Teilen
Am Donnerstagabend konnte die Säntisfahne durch die Höhenarbeiter an der Bergwand fixiert werden.

Am Donnerstagabend konnte die Säntisfahne durch die Höhenarbeiter an der Bergwand fixiert werden.

Bild: PD

Drei Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit das 15-köpfige Höhenarbeiter-Team, das die 700 Kilogramm schwere Flagge am Säntis anbringt, die Bergwand erklimmen darf: wenig Wind, kein Regen und erst recht kein Gewitter. Am vergangenen Mittwochabend zeigten sich den Veranstaltern denn auch bereits die ersten Hürden. Nebel, Schauer und starke Böen verhinderten die geplante Fahnenmontage.

Doch am Donnerstag konnte der Transport dank freundlichem Wetter nachgeholt werden, wie Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn AG, auf Anfrage bestätigt:

«Die eingerollte Fahne hängt am Berg und ist parat.»

Jahr für Jahr ist der Ablauf derselbe: Bereits am frühen Morgen sind alle Vorbereitungen getroffen, erzählt Vattioni. Nach einem Probeaufstieg wird schliesslich entschieden, ob die Sicherheitsbedingungen gegeben sind. Sobald die letzte fahrplanmässige Seilbahn in der Talstation eintrifft, geht es los.

Spielt das Wetter am Wochenende mit?

Am Samstag, dem 31. Juli und Jubiläum der Säntis-Schwebebahn, wird die Flagge endlich entrollt. Die Wetterkarten stehen allerdings nicht besonders gut. Im Verlauf des Tages ist es zunehmend bewölkt, gegen Abend folgen Niederschläge. Auch am 1. August bleibt das Wetter trüb. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. «Wir sind immer noch relativ zuversichtlich und gespannt, wie es weitergeht», sagt Vattioni. Am Vormittag könne den Höhenarbeitern voraussichtlich nur der Wind zum Verhängnis werden.

Wichtig sei zunächst, dass das Ausrollen der Säntisfahne klappe. Wegen den Schlechtwetter-Prognosen am Sonntag macht sich Vattioni keine Sorgen:

«Schliesslich geht es um den Nationalfeiertag und nicht darum, ob die Fahne unversehrt bleibt.»

Falls es das Wetter zulässt, wird die Säntisfahne am Montag wieder abgehängt. «Die Höhenarbeiter und wir sind ein eingespieltes Team. Nur der heilige Petrus stellt sich manchmal Quer. Aber das sind wir langsam gewohnt», fügt Vattioni lachend hinzu.

Sollte dieser Plan doch verunmöglicht werden, sei kein Notfallprogramm vorgesehen. Ein nachträgliches Hissen ist für Vattioni undenkbar: «Wenn es nicht geht, ist die Veranstaltung für dieses Jahr gestrichen.» Die Säntisfahne sei ganz klar für die Bundesfeier gedacht. «Auch nächstes Jahr wird es einen 1. August geben», sagt der Säntisbahn-Chef abschliessend.

Aktuelle Nachrichten