Menschen mit Behinderung
«Ich möchte nicht ins Heim»: Wie ein Oberuzwiler mit Trisomie 21 um seine Freiheit kämpft

Der Oberuzwiler Damian Bright möchte endlich selbstständig wohnen. Dem 31-Jährigen mit Trisomie 21 steht dies laut UNO-Behindertenrechtskonvention auch zu. Doch der Kanton St.Gallen spricht ihm zu wenig Unterstützung zu. Es bleibt die Wahl: Entweder geht er ins Heim, oder seine Mutter muss ihn weiterhin betreuen.

Janina Gehrig 2 Kommentare
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«Mich sollte es doch gar nicht geben», steht in Damian Brights Notizen. «Doch ich hatte Glück. Ihr seht hier einen Glückspilz.»

«Mich sollte es doch gar nicht geben», steht in Damian Brights Notizen. «Doch ich hatte Glück. Ihr seht hier einen Glückspilz.»

Bild: Benjamin Manser

Eine Steintreppe führt zum Sitzplatz. Im Garten blühen Lavendel, Rosen, Mohnblumen. Schmetterlinge tanzen über die Wiese. Damian Bright stellt einen Teller mit Mandelbärchen auf den Tisch, an dem seine Mutter bereits Platz genommen hat. «Bringst du noch die Guetzli?», sagt sie. Wer die Gastgeberin oder der Gastgeber ist, erschliesst sich den Besuchern nicht gleich im ersten Moment. Wohl aber, wer hier die Chefin ist. Ursula Bolliger Bright, Damians 67-jährige Mutter.