Besuche
«Mit der Durchimpfung hat sich die Ausgangslage verändert»:St.Galler Regierung lockert Besuchseinschränkungen in Alters- und Pflegeheimen

Die Impfkampagne in den Pflegeeinrichtungen des Kantons St.Gallen konnte Ende März abgeschlossen werden. Zusammen mit den geltenden Hygieneregeln besteht nun ein ausreichender Schutz für die Bewohnerinnen und Bewohner. Die Regierung hat deshalb entschieden, die Besuchseinschränkungen auf den 1. April 2021 aufzuheben, wie sie in einer Mitteilung schreibt.

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Bewohnerinnen und Bewohner von St.Galler Alters- und Pflegeheimen dürfen sich mit deutlich weniger Einschränkungen im Freien bewegen und Besuch empfangen.

Bewohnerinnen und Bewohner von St.Galler Alters- und Pflegeheimen dürfen sich mit deutlich weniger Einschränkungen im Freien bewegen und Besuch empfangen.

Bild: Francesca Agosta, Keystone

(SK/mlb) Mit der Impfkampagne des Kantons St.Gallen sind die Bewohnenden und das Personal von Betagten- und Pflegeheimen prioritär behandelt worden. Bereits Anfang Januar begannen die ersten mobilen Impfaktionen in den Institutionen. Am 25. März 2021 konnten sie erfolgreich abgeschlossen werden. Neben dem Impfen werden die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln weiter angewendet. Es sei nun ein ausreichender Schutz gewährleistet, damit Bewohnende von Heimen wieder vermehrt Aussenkontakte pflegen können.

Seit rund einem Monat werden die Kosten für repetitive Tests in Betagten- und Pflegeheimen vom Bund übernommen. Dadurch bestehen verbesserte Möglichkeiten, allfällige Infektionen in den Betrieben frühzeitig zu erkennen und gezielte Massnahmen zu treffen.

Nachdem die zweite Welle der Coronapandemie im Oktober 2020 in verschiedenen Betagten- und Pflegeheimen zu Ausbrüchen führte, beschränkte die Regierung die Zahl der Besucherinnen und Besucher. Zudem mussten Besuche im Voraus angemeldet werden und bei feststellbaren Symptomen wurde der Einlass verweigert. Die stark geforderten Heime konnten dadurch entlastet werden, schreibt die St.Galler Regierung in einer Medienmitteilung. In einem weiteren Schritt wurden Besuche grundsätzlich auf die allgemein zugänglichen Räume der Institutionen beschränkt.

Situationsgerechter Umgang mit Einschränkungen

«Mit der Durchimpfung hat sich die Ausgangslage verändert», heisst es weiter. Damit seien die Besuchseinschränkungen in den Betagten- und Pflegeheimen nicht mehr gerechtfertigt. «Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Verantwortlichen in den Institutionen situationsgerechte und der epidemiologischen Entwicklung angemessene Massnahmen zum Schutz der Bewohnenden treffen.»

Der Kanton St.Gallen hat zusammen mit Curaviva St.Gallen, dem Branchenverband der Betagten- und Pflegeheime, und der Geriatrischen Klinik St.Gallen das bestehende Rahmenkonzept zum Umgang mit Besuchen aktualisiert. Das Konzept regelt die Besuche in Abhängigkeit der kantonalen Fallzahlen. Da der Wert im Kanton St.Gallen aktuell über 100 laborbestätigter COVID-19-Fälle pro 100'000 Einwohner liegt, wird den Einrichtungen empfohlen, dass sich Besuchende weiterhin im Voraus anmelden und ihre Kontaktdaten angeben. Das Grundlagenpapier äussert sich insbesondere auch zur Frage, inwieweit Bewohnende das Areal der Institutionen verlassen können (beispielsweise für Spaziergänge, persönliche Kommissionen oder Besuche bei Angehörigen). Anfragen hierzu hatten sich in den letzten Wochen gehäuft.