Kolumne
Lü: Niemand will es

Silvan Lüchinger schreibt in seiner Kolumne «Lü» über die vergangene Woche und fasst zusammen, was ihm dabei ins Auge gestochen ist.

Silvan Lüchinger
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Silvan Lüchinger.

Silvan Lüchinger.

Bild: Coralie Wenger

Die Nachfrage nach Brennholz ist riesig. Angeblich kaufen auch Leute Holz, die gar keinen Ofen haben, um es zu verbrennen. Was soll daran erstaunlich sein? Schliesslich horten auch Leute Geld, die mehr als genug davon haben.

«Vortrag über Schildkrötenhaltung in Sargans» – Nein, das ist nicht das Gleiche wie Schildkrötenhaltung in Mels.

Während die Italiener gesamtschweizerisch die grösste Ausländergruppe stellen, sind es in Appenzell Ausserrhoden die Deutschen. Sie verweisen die Italiener auf den zweiten Platz. Am besten vertreten sind die Deutschen in Walzenhausen mit zehn Prozent. Mögliche Gründe dafür sind die 1400 Arbeitsplätze in der Gemeinde, ein breites Immobilienangebot sowie der tiefe Steuerfuss. Und nicht zu unterschätzen: Morgens beim Aufstehen und abends vor dem Nachtgebet kann man in die alte Heimat rübergucken.

«Seit fünf Jahren Tapetenwechsel» – Tapezierer in der Endlosschlaufe.

Alt Nationalrat Toni Brunner kann sich mit dem Kreisel Brendi in Wattwil nicht anfreunden. Gefährlich abschüssig sei er, zu eng, und manch ein Lastwagen zerkratze sich bei der Einfahrt sogar den Unterboden, schrieb Brunner unlängst. Blöd nur: Dieser Mangel wurde schon vor zwei Jahren behoben. Manchmal scheint im Haus der Freiheit oberhalb Ebnat-Kappel die Zeit eben doch stillzustehen.

«Am Ende steht Franco Foda wieder mit diesem Gesicht da, das zwischen Fassungslosigkeit und nacktem Schrecken hin und her schwankt.» – Von links nach rechts oder von oben nach unten?

Buchs will es nicht. In Goldach haben die Stimmbürger Nein gesagt, und jetzt kann sich auch der Altstätter Stadtrat nicht für das Objekt erwärmen. Für das St.Galler Theaterprovisorium lässt sich partout kein Abnehmer finden. Was tun damit? Noch ist nicht alles verloren. Gemäss Umfragen wird am kommenden Sonntag ja die Initiative zum Verbot der Massentierhaltung abgelehnt.

«In Eschenz hatte ein Paar am Ufer der Werd-Insel in der Öffentlichkeit Sex. Anwohner Charles Balsiger konnte mit dem Zielfernrohr alles sehen.» – Nicht auszudenken, wenn er kein Fernrohr gehabt hätte.