Kapitalerhöhung
Neu mit 200'000 Franken: IHK vervierfacht finanzielle Beteiligung an der Olma

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) St.Gallen-Appenzell wird ihre finanzielle Beteiligung an der Olma Messe vervierfachen. Die Kapitalerhöhung sei ein klares Bekenntnis zur Olma, und damit zu einem Stück Ostschweizer Identität, sagt IHK-Direktor Markus Bänziger.

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Weder die Pandemie mit dem Veranstaltungsverbot noch die Bauteuerung für die neue Halle 1 hätten so antizipiert werden können, schreibt die IHK in einer Mitteilung.

Weder die Pandemie mit dem Veranstaltungsverbot noch die Bauteuerung für die neue Halle 1 hätten so antizipiert werden können, schreibt die IHK in einer Mitteilung.

Arthur Gamsa

«Die Olma ist das ausdauerndste und vor allem erfolgreichste Ostschweizer Projekt der letzten drei Generationen», heisst es in einer Medienmitteilung der IHK am Montag. Direktor Markus Bänziger zeigt sich überzeugt:

«Keine andere Institution oder Organisation hat es wie die Olma Messen geschafft, die Ostschweiz auf dem grösstmöglichen Perimeter von Graubünden bis Schaffhausen sowie gesellschaftlich über nahezu alle Schichten und Berufsgruppen zusammenzubringen und so eine gemeinsame Identität zu schaffen.»

Die Olma Messen seien als Sinnbild für das Zusammenstehen der Ostschweiz einzigartig. Die IHK unterstütze deshalb das Ostschweizer Projekt Olma. Sie vervierfacht ihre Beteiligung von heute 50’000 auf künftig 200’000 Franken. «Mit der Kapitalerhöhung zeigt auch die IHK ein klares Bekenntnis zur Olma, und damit zu einem Stück Ostschweizer Identität», so Markus Bänziger.

«Finanzielle Schwierigkeiten nicht eigenverschuldet»

Die Erfolgsgeschichte Olma stehe bekanntlich vor grossen Herausforderungen, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Die finanzielle Lage der Genossenschaft Olma Messen St.Gallen ist angespannt, weshalb eine Umwandlung in eine Aktiengesellschaft sowie eine Kapitalerhöhung angestrebt werden.

Die Schwierigkeiten seien derweil nicht eigenverschuldet, so die IHK. Die Olma Messen standen bis zum Ausbruch der Covid-Pandemie finanziell solide da. Weder die Pandemie mit dem Veranstaltungsverbot noch die Bauteuerung für die neue Halle 1 hätten so antizipiert werden können.

Die IHK schreibt weiter, dass der im Jahr 2018 gefällte Investitionsentscheid im Umfang von insgesamt 164 Millionen Franken für die neue Halle 1 mutig gewesen sei. Er sei damals von den Genossenschaftern – vorab der öffentlichen Hand, Banken, Landwirtschaft und Gewerbe – einhellig als die richtige Antwort auf die künftigen Herausforderungen beurteilt worden. «Die Chancen der neuen Halle 1 gilt es künftig auch in einem veränderten Marktumfeld zu nutzen und die Risiken zu kontrollieren.»

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft absichern

Die IHK teilt einzelne Bedenken, die Einzug in die politische Debatte fanden. So müsse es der Olma-Geschäftsleitung gelingen, die flexibel einsetzbare Halle 1 und das damit vergrösserte Raumangebot langfristig gesichert zu vermieten und so die künftige Amortisations- und Ertragsbasis zu sichern.

Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft beurteilt die IHK als richtig und stimmt dieser zu. Durch diese widerspiegelt sich künftig das Beteiligungs- im Stimmverhältnis und sie vereinfacht die Verbreiterung der Trägerschaft. (pd/tn)