Journalismus hautnah erleben
Ein Tag im Newsroom: So entstehen das St.Galler Tagblatt und die Thurgauer Zeitung

Wie werden Themen ausgewählt? Wie arbeiten Journalistinnen und Journalisten für Online und Print? Und wer sind die Macherinnen und Macher hinter den Schlagzeilen? Dieser Liveblog gewährt einen Blick hinter die Kulissen und in die Ostschweizer Newsrooms.

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Herzstück des Newsrooms in St.Gallen: Der Produktionsdesk und die Webredaktion.

Herzstück des Newsrooms in St.Gallen: Der Produktionsdesk und die Webredaktion.

Bild: Martin Oswald

Aus dem Druckzentrum in St.Gallen, Winkeln

Die Printseiten sind zum Druck freigegeben. Im Druckzentrum Winkeln wird aus digital analog. Was dabei die Herausforderungen sind, erklärt der Produktionsleiter, Daniel Küng:

45 Zeitungen aus der ganzen Schweiz werden in Winkeln produziert. Im Video-Interview: Produktionsleiter Daniel Küng.

Video: Denis Nikocevic

Damit schliesst auch unser Livetag-Ticker. Wir bedanken uns herzlich fürs Mitlesen. Gute Nacht!

Was in der Druckerei passiert

In der «Tagblatt»-Druckerei werden pro Jahr etwa 130 Millionen Zeitungen gedruckt, dies mit 14 000 Tonnen Papier und 200 Tonnen Farbe. Mehr als 45 verschiedene Produkte, die täglich, wöchentlich oder monatlich erscheinen, entstehen in Winkeln. Darunter alle Ausgaben des «Tagblatt», «20 Minuten», die «Schaffhauser Nachrichten» und die «Rheintalische Volkszeitung», aber auch das «Migros Magazin», der «PC Tipp» und die «Bauernzeitung». Die Abteilung Druck zählt 33 Mitarbeitende, in der Spedition sind es 35 und im Technischen Dienst 5 Mitarbeitende.

Hier ein grober Ablauf der Druckprozesse:

  • 22.30 Uhr: Die letzte Zeitungsseite wird freigegeben durch das Layout-Team von Thomas Müller. Er meldet sich bei der Stelle mit dem Kürzel CTP, das steht für Computer to Plate und bedeutet, dass hier die Druckplatten mit den fertigen Inhalten produziert werden.
  • Bereits um 22.40 Uhr übergibt der CTP-Operator die letzte Platte dem Drucker.
  • 22.50 Uhr, der sogenannte Andruck auf der Druckmaschine erfolgt und das Toggenburger Tagblatt wird als erste Ausgabe gedruckt.
  • Es kommt immer wieder vor, dass die Druckmaschine angehalten wird und Wechselseiten oder Nachschüsse ausgetauscht werden. So kann es sein, dass ein Sportereignis, welches erst spät fertig geworden ist, noch nachgetragen wird und somit am nächsten Morgen in der Zeitung steht.
  • Fortlaufend gelangen die Zeitungen über eine Kette in die Spedition, dort wird adressiert, Beilagen eingesteckt und die Pakete werden in die zugewiesenen Fahrzeuge verladen. Hier geht alles Hand in Hand.
  • Fertig adressierte und verpackte Zeitungen werden stapelweise auf Lastwagen verladen.
  • 3.30 Uhr ist meist die Zeit, zu der der letzte Fahrer losfährt. Doch im Druckzentrum kehrt auch jetzt – mitten in der Nacht – keine Ruhe ein. Kaum ist die Produktion von Tagblatt und Co. abgeschlossen, geht es weiter mit der «Tagesproduktion». Jetzt werden Coop-, Migros-, oder die Gewerbezeitung gedruckt.
Papierrollen in der Druckerei.

Papierrollen in der Druckerei.

Bild: Denis Nikocevic

In dieser Tabelle sind die genauen Abschlusszeiten der einzelnen Ostschweizer Printausgaben ersichtlich. Zu sehen in der grünen Spalte ist auch die Zeit, in der die jeweilige Redaktion fertig sein muss. Die beiden grössten Ausgaben, das St.Galler Tagblatt und die Thurgauer Zeitung, können bis um Mitternacht angepasst und aktualisiert werden.

Der letzte Schliff

Im Newsroom herrscht um diese Zeit nicht mehr das rege Treiben, wie man es vom frühen Nachmittag kennt. Stürmische Tage enden mit Totenstille. Die Lokalredaktoren sind längst zu Hause. Für den allerletzten Schliff der Printseiten sind nunmehr der Layouter Dominique Guyot und die Leiterin der Produktion, Yvonne Stadler, zuständig.

Die letzten Tippfehler sind (hoffentlich) ausgemerzt, die Fronten der Regionalausgaben gut zum Druck. 

Yvonne Stadler, Leiterin Produktion und Layout.

Yvonne Stadler, Leiterin Produktion und Layout.

Bild: Miguel Lo Bartolo

Was bis zu diesem Zeitpunkt in der Produktion so alles gelaufen ist, lässt sich nicht in ein paar Sätzen sagen. Hier mal die Spitze des Eisbergs: Die Online-Texte wurden in die entsprechenden Printgefässe eingepasst, teils nochmals gegengelesen. Hierbei achten die Produzentinnen und Produzenten auf ein ästhetisches Seitenlayout. Es gilt etwa sogenannte Titel-Bildscheren zu vermeiden, passende Überschriften zu setzen, einen angenehmen Mix aus Text- und Bildanteil zu schaffen. 

Die Gestaltung der Frontseiten ist vor allem technisch anspruchsvoll. Heute ist Dominique Guyot dafür zuständig. Vergleicht man die Fronten der Regionalausgaben miteinander, stellt man mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede fest. Doch hat auch jede Zeitung den Anspruch, zuvorderst auf wichtige regionale Ereignisse zu verweisen. Hier kommt Guyot ins Spiel. 

Er verknüpft die Textbausteine, die auf mehreren Fronten erscheinen – und trennt Meldungen, die nur in einer Ausgabe erscheinen:

Dominique Guyot bearbeitet die Frontseiten.

Dominique Guyot bearbeitet die Frontseiten.

Bild: Miguel Lo Bartolo

Was Sie am Freitagmorgen auf tagblatt.ch erwartet

Auch die Spätschicht auf der Online-Redaktion neigt sich dem Ende. Dienstleiterin Valentina Thurnherr werkelt schon an den Online-Startseiten von morgen. Was Sie ab 6 Uhr auf tagblatt.ch sehen, ist das Werk der Online-Tagesleitung. 

Die Lokalseiten sind komplett – der letzte Artikel landet im Print

Ostschweiz-Redaktor Renato Schatz kehrte nach 17 Uhr von seinem Termin auf der Grossbaustelle Olma-Deckel zurück. Mittlerweile ist die Reportage online bereit für die Publikation. Es dauert nicht lange, bis der Text im Print landet: 

Vom Online-Artikel auf die Printseite

Die Reportage finden Sie hier:

Amriswil schwingt das Tanzbein – und die Thurgauer Zeitung ist dabei

Auch das gehört zu den Aufgaben eines Lokalredaktors: Besuch eines Lindy-Hop-Crashkurses im Kulturforum Amriswil mit anschliessendem Konzert, bei dem man das Gelernte gleich anwenden kann. Mittendrin statt nur dabei. Und wenn der Journalist nicht zwei linke Füsse hätte, dann würde es auch noch mächtig Spass machen.

Video: Manuel Nagel

Ein letzter Blick auf die Zeitungsseite von morgen

Die Lokalseiten der St.Galler Stadtredaktion stehen. Produzentin und Redaktorin Marlen Hämmerli wirft noch einen letzten Blick darauf. Sind die Seiten gut zum Druck, werden sie per Computerprogramm ausgegeben.

Die Lokalseiten der St.Galler Stadtredaktion stehen. Produzentin und Redaktorin Marlen Hämmerli wirft noch einen letzten Blick darauf. Sind die Seiten gut zum Druck, werden sie per Computerprogramm ausgegeben.

Bild: Miguel Lo Bartolo

Gemeindeversammlung Bichelsee-Balterswil in beschaulicher Kulisse

TZ-Redaktor Olaf Kühne meldet sich von seinem Abendtermin. Er besucht die Rechnungsgemeinde der Schul- und politischen Gemeinde Bichelsee-Balterswil. Nicht sonderlich brisant, aber auch solche Anlässe gehören zum täglich Brot der Journalistinnen und Journalisten.

TZ-Redaktor Olaf Kühne an der Bichelseer Gemeindeversammlung in der Balterswiler Arena des Nordostschweizer Schwingfestes.

TZ-Redaktor Olaf Kühne an der Bichelseer Gemeindeversammlung in der Balterswiler Arena des Nordostschweizer Schwingfestes.

Bild: Olaf Kühne

Derartige Veranstaltungen lohnen sich nicht nur, um die politischen Prozesse auf kommunaler Ebene verstehen zu lernen. Mit etwas Glück fällt einem bei dieser Gelegenheit auch die eine oder andere Geschichte in den Schoss. Denn jeder, der schon einmal an einer Gemeindeversammlung war, weiss, dass die Wogen je nach Traktandum durchaus hochgehen können.

Aber zurück zur Aktualität: Die Bichelseer Gemeindeversammlung findet in der Schwingarena statt. Diese Woche beschäftigten sich der organisierende Turnverein Balterswil sowie dessen Helferinnen und Helfer mit dem Aufbau der eindrücklichen Kulisse:

Vorbereitung Nordostschweizer Schwingfest 2022 in Balterswil.
10 Bilder
Vorbereitung Nordostschweizer Schwingfest 2022 in Balterswil.
Vorbereitung Nordostschweizer Schwingfest 2022 in Balterswil.
Vorbereitung Nordostschweizer Schwingfest 2022 in Balterswil.
Vorbereitung Nordostschweizer Schwingfest 2022 in Balterswil.
Vorbereitung Nordostschweizer Schwingfest 2022 in Balterswil.
Vorbereitung Nordostschweizer Schwingfest 2022 in Balterswil.
Vorbereitung Nordostschweizer Schwingfest 2022 in Balterswil.
Vorbereitung Nordostschweizer Schwingfest 2022 in Balterswil.
Vorbereitung Nordostschweizer Schwingfest 2022 in Balterswil.

Vorbereitung Nordostschweizer Schwingfest 2022 in Balterswil.

Bild: Olaf Kühne

Weil aber Gewitter angesagt sind und unser Redaktor im schicken kurzärmligen Hemd unterwegs ist, sagt er nonchalant:

«Wird sicher nett.»

Auf der Traktandenliste stehen nebst den Rechnungen der politischen und Schulgemeinde lediglich ein paar Einbürgerungen. Diese werden für gewöhnlich durchgewunken. Kühne stellt sich auf einen kurzen Einsatz ein. Schreiben muss er ohnehin erst am Freitag, der Versammlungsbericht erscheint in der Samstagsausgabe der Thurgauer Zeitung auf der Seite Hinterthurgau. 

Donnerstag ist Pizzatag

Ja, ja, billiger Abklatsch des «Old El Paso»-Slogans. Wer im Spätdienst arbeitet, also im Layout, bei der Produktion oder im Online-Schichtbetrieb, muss am Donnerstagabend nie Znacht mitnehmen. Dann wird Pizza bestellt. 

Volontär Luca Hochreutener und sein erstes Pizzastück.

Volontär Luca Hochreutener und sein erstes Pizzastück. 

Bild: Miguel Lo Bartolo

Eine Bemerkung am Rande: Auf der Tagblatt-Redaktion ist jedem klar, wer die Tradition eingeführt hat. Aber der feine Herr möchte anonym bleiben, also gewähren wir. Nur so viel: Er ist auf jeden Fall hübscher als Machete-Darsteller Danny Trejo.

Hier entstehen neue Formate: Einblick ins Schaffen der Epsilon-Redaktion

Das «Epsilon-Team» versteht sich als Innovationsressort. Die Redaktorinnen und Redaktoren beschäftigen sich vor allem damit, neue Storytelling-Formate zu entwickeln. Vereinfacht gesagt: Sie testen verschiedene Ansätze, wie man Geschichten online visuell attraktiv darstellen kann, und werten diese aus. Redaktorin Sheila Eggmann spricht über konkrete Projekte aus dem Hause Epsilon:

Epsilon-Redaktorin Sheila Eggmann über ihre Arbeit im Innovationsressort.

Video: Denis Nikocevic

Von der Parlamentssitzung in Weinfelden

Fotograf Ralph Ribi und Redaktorin Sabrina Bächi stehen für die Thurgauer Zeitung bei der Parlamentssitzung im Einsatz. Abendeinsätze gehören für Fotografen und Redaktoren zur Tagesordnung, doch die Parlamentssitzungen in Weinfelden sind speziell. Denn über diese wird stets aktuell berichtet. Das heisst: Was heute Abend beschlossen wird, steht morgen in der Zeitung. «Das ist jeweils sehr anstrengend und stressig», sagt Sabrina Bächi. Je länger die Sitzungen dauern, desto schwieriger wird es, bis um 22 Uhr den Text abzuschliessen.

Im Bild: TZ-Redaktorin  Sabrina Bächi und Fotograf Ralph Ribi.

Im Bild: TZ-Redaktorin  Sabrina Bächi und Fotograf Ralph Ribi.

Vom Bach-Konzert in Rorschach: Kultur-Redaktorin Bettina Kugler berichtet

Die Bachstiftung hat am Donnerstagabend, um 19 Uhr, zu Johann Sebastian Bachs Kaffeekantate im Rorschacher Würth-Haus eingeladen. Kultur-Redaktorin Bettina Kugler ist vor Ort. Den Ablauf kann sie sich schon ausmalen:

Die Kantate wird einmal durchgehend gespielt, dann gibt es eine etwa zehnminütige «Reflexion» zum Thema. «Es dürfte wohl um die Liebe zum Kaffee gehen, die Bach geteilt hat, wenn er nicht gerade Orgel spielen musste.»

Bettina Kuglers Konzertkritik erscheint am Freitag, 17 Uhr, auf tagblatt.ch und in der Printausgabe vom Samstag.

Vor dem Anlass sagt Sie:

«Es ist ein klassischer Abendtermin, wie ihn Kulturredaktorinnen und -redaktoren so oft haben.»

Blattrevision bei der Appenzeller Zeitung: Hier werden die letzten Anpassungen vorgenommen

Wenn in der Bildlegende «das Schwinget» steht, geht Sportexpertin Astrid Zysset an die Decke.

Wenn in der Bildlegende «das Schwinget» steht, geht Sportexpertin Astrid Zysset an die Decke. 

Online-Chef Daniel Walt blickt auf einen ereignisreichen Tag zurück

Gegen 18 Uhr kann Daniel Walt nach einem ereignisreichen Tag in den Feierabend. Als Tagesverantwortlicher ist Walt für den Online-Auftritt auf tagblatt.ch zuständig. Er hat den Überblick über alle Geschichten aus den diversen Ressorts, er achtet auf eine gewisse Dramaturgie über den gesamten Tag und entscheidet, wann welche Geschichte ausgespielt werden soll. Und nicht zuletzt legt er fest, welcher Artikel prominent an erster Stelle erscheint und welche Story gepusht wird.

Online-Chef Daniel Walt.

Online-Chef Daniel Walt.

Bild: Ralph Ribi

Auch versucht Walt zusammen mit seinem Team den Online-Auftritt so attraktiv wie möglich zu gestalten. So überlegt er mithilfe von Messtools, welche Geschichten auf grosses Interesse bei den Leserinnen und Lesern stossen: Der Brand in Rebstein vom Dienstagabend etwa – das Online-Team hat mit dem Feuerwehrkommandant gesprochen, nachdem in der Nacht auf Mittwoch ein Mottbrand ausgebrochen ist. Oder die überraschende Schliessung der Kuhn Champignon AG in Herisau – die Appenzeller Zeitung hat als Nachzug mit dem Gemeindepräsident gesprochen. 

Als Tagesverantwortlicher im Ressort Online spürt er den Puls der News-Lage wohl so direkt wie kaum jemand im Haus. «Der Tag war in meiner Wahrnehmung sehr lebhaft», sagt Walt. 

Nachfassen bei grossen Geschichten: Ein Musterbeispiel aus der Redaktion der Appenzeller Zeitung

Für Mea McGhee, Redaktorin bei der Appenzeller Zeitung, ist es ein überaus ereignisreicher Tag. Sie beschäftigt sich mit der Herisauer Kuhn Champignon AG, die am Mittwoch die Schliessung des Betriebs per Ende Juli kommunizierte. Von der Schliessung betroffen sind 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 

Redaktorin Mea McGhee schreibt an ihrer zweiten Folgegeschichte zur Schliessung des Herisauer Familienunternehmens Kuhn Champignon AG.

Redaktorin Mea McGhee schreibt an ihrer zweiten Folgegeschichte zur Schliessung des Herisauer Familienunternehmens Kuhn Champignon AG.

Bild: Miguel Lo Bartolo

Am Vormittag sprach Mea McGhee mit dem Herisauer Gemeindepräsidenten, der erst durch die Medien vom Aus des Familienbetriebs erfahren hatte. Den entsprechenden Artikel schrieb sie bis Mittag. Gegenwärtig schreibt sie an einer weiteren Folgegeschichte. Für einen Augenschein ging sie nach Herisau, sprach mit Kundinnen und Kunden der Kuhn Champignon AG und nahm deren Befindlichkeiten auf. 

Das Bedauern ob dem abrupten Ende der Firma ist gross, vor allem die ungewisse Zukunft der Arbeitnehmenden macht die Kundschaft betroffen.

Das Ergebnis sehen Sie hier:  

Schichtwechsel im Liveblog

Nachdem meine Kollegen, Martin Oswald und David Grob, die Ehre hatten, Ihnen während Bürozeiten das journalistische Schaffen beim St.Galler Tagblatt und all seinen Regionalausgaben näherzubringen, darf ich jetzt die Abendschicht übernehmen.

Ich begrüsse Sie recht herzlich, liebe Leserinnen und Leser, zum letzten Drittel unseres Arbeitsalltags. Mein Name ist Miguel Lo Bartolo, ich bin Redaktor im Ressort Online.

Von 18 bis 24 Uhr im Einsatz: Live-Tickerer Miguel Lo Bartolo.

Von 18 bis 24 Uhr im Einsatz: Live-Tickerer Miguel Lo Bartolo.

Bild: Luca Hochreutener

Feinschliff auf der Frontseite: Das Programm der Thurgauer Zeitung steht

Auch im Thurgau entsteht am späten Nachmittag respektive am Abend die Frontseite für die Ausgabe vom Freitag, nachdem sämtliche Lokalseiten vom Blattmacher abgenommen worden sind.

Je nachdem übernimmt die Thurgauer Zeitung Anrisse und Frontelemente vom St.Galler Tagblatt. Es kommt jedoch auch vor, dass im Thurgau eigene Themen aus dem Lokalbund von besonderem Interesse sind und deshalb auf der leicht angepassten TZ-Front Erwähnung finden.

So arbeitet die Online-Redaktion: Online-Chef Daniel Walt im Video-Interview

Wie arbeitet die Online-Redaktion? Wie entscheiden die Verantwortlichen am Online-Desk über die Gewichtung der Artikel? Und was sind eigentlich gute Geschichten? Ressort-Chef Daniel Walt gibt die Antworten im Video. 

Worum kümmert sich die Online-Redaktion? Und was sind gute Geschichten? Onlinechef Daniel Walt hat die Antworten.

Video: Raphael Rohner

Eine Begehung des Olma-Deckels: Wie ein Artikel aus dem Tag entsteht

Nach 17 Uhr kehrt auch Renato Schatz von einem Termin zurück. Der Redaktor im Ressort Ostschweiz war am Donnerstagnachmittag an einem Aussentermin, eine Begehung für Medienschaffende der Grossbaustelle Olma-Deckel. «Daran ist natürlich nichts neu, aber zum ersten Mal werden die Dimensionen des Baus so richtig sichtbar», sagt Schatz. 

Ein Bauarbeiter? Nein – Ostschweiz-Redaktor Renato Schatz bei der Begehung der Baustelle Olma-Deckel.

Ein Bauarbeiter? Nein – Ostschweiz-Redaktor Renato Schatz bei der Begehung der Baustelle Olma-Deckel.

Bild: Tobias Garcia

Das Prinzip für alle CH-Media-Redaktorinnen und -Redaktoren ist klar: Gearbeitet wird online first. Dies bedeutet, dass Schatz im CMS-Programm schreibt, in dem die Online-Artikel erstellt werden. Die Devise bei tagesaktuellen Terminen: noch am selben Tag, meist so schnell wie möglich, sollen die Geschichten online gehen. Sobald der Artikel fertig geschrieben ist, wird er auf die entsprechende Printseite geladen und ins Layout eingepasst. Doch dazu später mehr. 

Am Artikel von Schatz lässt sich noch ein weiterer Vorgang beschreiben, der im Alltag eines Medienunternehmens regelmässig passiert. Schatz ist Redaktor im Ressort Ostschweiz und eigentlich hätte er seinen Artikel auch für sein Stammressort geschrieben. Eigentlich. Denn eine kurzfristig entstandene und fürs Ressort relevantere Geschichte hat seinen Platz im Print kurzfristig geraubt und ihn verdrängt. Nun erscheint der Artikel auf einer Seite des Ressorts Stadt St.Gallen.

Wie man zu möglichen Geschichten kommt: Durch Strafbefehle

Akkreditierte Medienschaffende haben Zugang zu den von der Staatsanwaltschaft ausgestellten Strafbefehlen. Aus den rund 200 bis 300 in der Vorwoche ausgestellten Strafbefehlen können Medienschaffende im Kanton St.Gallen vor Ort über ein Dutzend einsehen. Fürs Tagblatt übernimmt dies meist Stadt-Redaktor Sandro Büchler.

Stadtredaktor Sandro Büchler bei seinem Besuch im Untersuchungsamt der Staatsanwaltschaft St.Gallen.

Stadtredaktor Sandro Büchler bei seinem Besuch im Untersuchungsamt der Staatsanwaltschaft St.Gallen.

Bild: Sandro Büchler

«Heute habe ich Fälle von Hehlerei, Diebstahl, Betäubungsmitteldelikten oder eines getunten Autos in der Auswahl», sagt Büchler nach der Sichtung der Strafbefehle. Für Büchler tun sich in den meist nüchtern beschriebenen Strafbefehlen die Abgründe der Gesellschaft auf: Betrug, häusliche Gewalt, Stalker, Schlägereien, am Zoll beschlagnahmte Waffen oder im Strassenverkehr verletzte oder getötete Personen.

Doch neben all diesen teils erschreckenden oder tragischen Fällen finden sich in den Strafbefehlen auch immer wieder heitere und kuriose Episoden. Menschen, die Dummheiten begehen, die etwa nachts ins Freibad Rotmonten einbrechen, um zu baden oder dreist ein abgestelltes Polizeiauto mit Farbe besprayen. Für Aufsehen sorgte unlängst der Fall eines Siloballen, der in Abtwil durch Sitzplätze und Schafweiden den Hang hinuntergerollt war.

Welch brisanter Inhalt teils in den Strafbefehlen zu finden ist, zeigte im März exemplarisch der Fall Amcor. Die in Goldach tätige Aluverpackungsfirma hatte den Bodensee mit Löschschaum verschmutzt, der die umweltschädliche und längst verbotene Chemikalie PFOS enthielt. Der Umweltskandal wurde aufgrund eines Strafbefehls gegen den Grosskonzern vom «Tagblatt» aufgedeckt.

Die Frontsitzung

Was kommt auf die Frontseite? Dies ist die grosse Frage, die Tagesleiterin Noemi Heule in der Frontsitzung um 16.30 Uhr zusammen mit den Verantwortlichen der Ressorts diskutiert. Denn am späten Donnerstag-Nachmittag besteht die Frontseite noch aus leeren Artikelgefässen und Blindtext. 

Die wichtigsten Elemente einer jeden Frontseite: Der Aufmacher (der längere Text oben) und das Frontbild. Als Aufmachergeschichte setzt Heule auf die Pläne der SBB, die ab 2024 im Rheintal durchgehen den Halbstundentakt einführen. Und als Frontbild auf den Tagblatt-Live-Tag, dem weiter hinten eine eigenständige Bilderseite gewidmet wird.

Was um 16:30 Uhr entschieden wird, kann sich im Verlaufe des Abends noch ändern – bis spätestens 22 Uhr, wenn die Frontseite ins Druckerzentrum geschickt wird.

Ein weiterer Hitzetag in der Ostschweiz

So gemütlich die Redaktionsräume mit sichtbarem Fachwerk in einem der ältesten Häuser der Stadt Arbon auch sind, so aufgeheizt sind sie an heissen Sommertagen wie heute. Da hilft nur Rollos runter und ganz früh am Morgen die Fenster öffnen.

Das hübsche Büro der Redaktion in Arbon.

Das hübsche Büro der Redaktion in Arbon.

Bild: PD

Vorfreude aufs OpenAir bei Chefredaktor Stefan Schmid

Stefan Schmid im Tagblatt-Newsroom.

Stefan Schmid im Tagblatt-Newsroom.

Chefredaktor Stefan war als Tagesleiter der kommenden Woche in der Themensitzung um 14 Uhr. Für ihn steht die Woche klar im Zeichen des OpenAir St.Gallen. «Wenn endlich wieder 30'000 Leute im Sittertobel feiern, decken wir dies natürlich umfassend ab. Wir werden täglich und beinahe live berichten.»

Wichtig sind für Schmid auch Geschichten aus dem Alpstein – ein Thema, das viele Leserinnen und Leser brennend interessiere. So ist etwa ein Artikel zur Personalsituation in Bergbeizen geplant. «Unsere Ziel ist es, jede Woche eine Geschichte aus dem Alpstein zu erzählen», sagt Schmid. Auch den FC St.Gallen und das Thema Corona, das wieder wichtiger werde, will Schmid im Auge behalten.

Wenn Schmid Tagesleiter ist, so ist für ihn wichtig, Vorschläge und Ideen, den Ressorts bilateral mitzuteilen. «Als Tagesleiter nehme ich ohnehin an vielen Sitzungen der Ressorts teil, so kann ich mich laufend einbringen.»

Tagesleiterin Noemi Heule im Interview

Noemi Heule bei der Planung des Tages.

Noemi Heule bei der Planung des Tages. 

Bild: Tobias Garcia

Noemi Heule, du bist stellvertretende Chefredaktorin und heute Tagesleiterin. Was machst du in dieser Aufgabe genau?

Gemeinsam mit den einzelnen Ressorts plane ich den Tag online und die morgige Printausgabe. Dabei gilt es, die grossen Themen des Tages zu erkennen, aufzugreifen und weiterzuverfolgen. Wir setzen eigene Schwerpunkte und reagieren schnell auf Aktualitäten. Wichtig sind auch die Absprachen zwischen den einzelnen Teams, damit es keine Überschneidungen gibt. Mein Morgen startet deshalb mit mehreren Koordinationssitzungen.

Du hattest am Vormittag diverse Planungssitzungen, bist Dreh- und Angelpunkt für die Themen der Ostschweiz: Was ist für dich die grösste Herausforderung?

Die grösste Herausforderung ist es, in der Geschichtenflut die Übersicht zu wahren und die einzelnen Themen ständig zu gewichten und einzuordnen. Was sind die wichtigsten Schlagzeilen des Tages, wie entwickeln sich einzelne Recherchen und Reportagen? Auch kann ein Tag plötzlich eine unerwartete Wendung nehmen, wenn eine Aktualität auftaucht, die nicht voraussehbar war (zum Beispiel der Grossbrand vom Dienstag in Rebstein). Mein Tag ist deshalb nie vollständig planbar - das ist herausfordernd, aber auch spannend!

Was sind aus deiner Sicht heute die wichtigsten Geschichten?

Heute ist generell sehr viel los. Wir haben etwa die News zum Halbstundentakt auf der Rheintal-Linie, eine Datengeschichte von Ruben Schönenberger zu den Pegelständen in Ostschweizer Bächen und Flüssen oder den Fluglärmstreit in Altenrhein. Gerade die Gewichtung dieser Geschichte ist interessant: An anderen Tagen hätten wir sie prominenter bringen können. Heute geht sie fast unter. Und online funktionieren die Nachzüge zur Schliessung der Kuhn Champignon in Herisau als lokale, menschennahe Geschichten gut. 

Welche Aufgaben warten jetzt noch auf dich?

Je länger der Tag, desto mehr steht der Print im Fokus. In der Frontsitzung um 16.30 Uhr diskutieren wir über die regionale Front und entscheiden, welches die prominente Titelgeschichte wird. Und zwischen 21 und 22 Uhr werfe ich von zuhause einen letzten Kontrollblick auf die Frontseite.

Wie die Hitze den Pegelstand von Bächen sinken lässt: So arbeitet Datenjournalist Ruben Schönenberger

Ruben Schönenberger ist Teil des neuen Teams für Datenjournalismus. Dieses recherchiert, analysiert und verarbeitet Daten, um Geschichten mit Zahlen zu untermauern und mit Grafiken optisch aufzubereiten. Aktuell arbeitet er gerade an einem Artikel zum aktuellen Zustand der St.Galler Gewässer. Einzelne Bäche und Flüsse haben sich in den letzten Tagen stark aufgeheizt und die Pegel sind gesunken. Bereits kam es zu ersten Notabfischungen.

«Indem wir die aktuellen Temperaturen von betroffenen Gewässern im Verhältnis zum langjährigen Durchschnitt in einer Grafik zeigen, machen wir auf den ersten Blick deutlich, dass die Situation ausserordentlich ist.»

«Dä Stei» und Katze Helga

Den Preis für die hässlichsten Büro-Maskottchen dürften die Kolleginnen und Kollegen aus der TZ-Redaktion Weinfelden abräumen. Sie wachen über das tägliche Geschehen im Büro, links «dä Stei» und rechts Katze Helga.

Von einem Umweltskandal, einer Apfelkönigin und einem Sadomaso-Schiff: Die Ressorts besprechen die wichtigsten Themen in der Wochensitzung

Es ist fast ein Novum und der Grund sind Sie, liebe Leserinnen und Leser. Seit Corona führen wir die wöchentliche Themensitzung der Ressorts in aller Regel jeweils digital durch. Homeoffice hat sich auch bei uns durchgesetzt, mal arbeitet man von zuhause, mal im Büro. Heute aber, an unserem Livetag, sind die meisten Redaktorinnen und Redaktoren vor Ort - und damit findet auch die Sitzung physisch statt. Nur einige Lokalredaktionen sind zugeschaltet.

Die wöchentliche Themensitzung der Ressorts: Seit langer Zeit wieder einmal physisch.

Die wöchentliche Themensitzung der Ressorts: Seit langer Zeit wieder einmal physisch. 

Bild: Belinda Schmid

Der Inhalt der Sitzung in aller Kürze: Was passiert in der Ostschweiz in den kommenden zehn Tagen? Tagesleiterin Noemi Heule führt ab 14 Uhr durch die Sitzung, die Ressortleiterinnen und -leiter erzählen, welche Geschichten in ihren Ressorts angedacht sind. Die Vielfalt reicht vom lockeren Boulevard-Stoff (die Thurgauer Apfelkönigin - wir haben sie in einem anderen Tickereintrag bereits kennengelernt) bis zur harten Recherche (der Umweltskandal der Firma Amcor). Und die Sitzung ist äusserst lebhaft. An dieser Stelle ein Auszug in Form eines Gedächtnisprotokolls: 

Peter Exinger (Blattmacher der Thurgauer Zeitung): «Dann bringen wir diese Woche noch einen weiteren Artikel über dieses Torture-Schiff auf dem Bodensee?»
Noemi Heule (Tagesleiterin): «Ist das dieses Sadomaso-Schiff?»
Exinger: «Es heisst jetzt neu eben Torture-Schiff.»
Stefan Schmid (Chefredaktor): «Eine Verständnisfrage: Was machen die genau?»
Exinger: «Es ist im Prinzip eine Kostümparty für Latexfreunde und Fetisch-Vögel auf dem Bodensee. Am Samstag legt das Boot in Konstanz ab. Wir planen eine Reportage. »
Schmid: «Dies müssen wir online sicher prominent ausspielen. Das wird gut funktionieren.»

Es folgt die wohl schönste Überleitung einer Ressortsitzung: «Nach Sodom und Gomorrha auf dem Latex-Schiff kommen wir nun zur katholischen Kirche. Das Ressort Thurgau plant ein Interview mit dem Präsidenten der katholischen Synode», sagt Christian Kamm, Leiter des Kantonalressorts Thurgau. 

Und sonst so? Lokalstoff, Absprachen zwischen den Ressorts, eine kurze Diskussion, ob man wieder einmal bei den Kantonsspitälern nachfragen soll, wie sehr sie aufgrund der Corona-Sommerwelle ausgelastet sind. In aller Kürze: Nichts, mit dem wir Sie an dieser Stelle langweilen wollen. Nicht alle Themen sind so süffig wie ein Sadomaso-Schiff.

Von Kuheutern bis Eminem: Andrea Stalder, Leiterin des Foto-Teams, im Video-Interview

Wie arbeitet unser Foto-Team? Was sind die grössten Herausforderungen im Berufsalltag? Und worin besteht die Faszination des Berufs Fotoreporters/Fotoreporterin? Andrea Stalder, Leiterin des Foto-Teams, gibt im Videointerview Auskunft.

Von Job zu Job, quer durch die Ostschweiz: Vom Tagblatt-Fototeam wird ein enormes Mass an Flexibilität gefordert. Doch der Beruf öffnet einem auch alle möglichen Türen, weiss Teamleiterin Andrea Stalder.

Video: Raphael Rohner

Fototermin bei der amtierenden Apfelkönigin

Der teilweise turbulente Alltag im Tagesjournalismus erzwingt manchmal aussergewöhnliche Massnahmen. So haben wir für unseren Live-Tag Fotograf Donato Caspari darum gebeten, ein Foto von sich beim Termin mit Katja Stadler gleich selbst zu machen. Er besuchte die amtierende Thurgauer Apfelkönigin am Donnerstagvormittag für ein Fotoshooting auf einer Apfelplantage in Langrickenbach. Das Interview mit Stadler schreibt Florian Beer als freier Korrespondent. Deshalb zeigte sich Fotograf Donato Caspari ideenreich und stellte für das Making-of-Foto kurzerhand ein Stativ auf - quasi für ein Selfie auf Distanz.

Das Selfie auf Distanz: Fotograf Donato Caspari beim Fototermin mit der amtierenden Thurgauer Apfelkönigin Katja Stadler.

Das Selfie auf Distanz: Fotograf Donato Caspari beim Fototermin mit der amtierenden Thurgauer Apfelkönigin Katja Stadler.

Bild: Donato Caspari per Zeitauslöser

Das Foto samt Text erscheint voraussichtlich am Samstag in der Thurgauer Zeitung. Bereits jetzt aber bekommen wir einen Augenblick von der journalistischen Front serviert. Zu seinem Beruf sagt Caspari: «Es ist viel wert, draussen und bei den Leuten zu sein.» Täglich nur im Büro zu sitzen, sei weniger etwas für ihn.

Das Foto-Team bei der Arbeit

Ein Live-Blog wie dieser funktioniert naturgemäss nur online. Trotzdem wollen wir unser Arbeiten auch in der morgigen Printausgabe spiegeln. Wir machen dies in Form einer Bilderseite. Den ganzen Tag fotografiert das Foto-Team um Leiterin Andrea Stalder im Newsroom und hält Szenen und Eindrücke fest. Hier bespricht Stalder zusammen mit Fotograf Tobias Garcia die Auswahl möglicher Bilder.

Welches Bild bringen wir an welcher Stelle? Fotograf Tobias Garcia und Team-Leiterin Andreas Stalder diskutieren über die Gewichtung der Fotos auf der Bilderseite.

Welches Bild bringen wir an welcher Stelle? Fotograf Tobias Garcia und Team-Leiterin Andreas Stalder diskutieren über die Gewichtung der Fotos auf der Bilderseite.

Bild: David Grob

Rasender Video-Reporter Raphael Rohner

Wenn Video-Journalist Raphael Rohner von einem Aussentermin in den Newsroom zurückkehrt, dann oft mit seinem Rennvelo in der Hand. Er verstaut es in seiner Ecke, setzt sich an seinen Computer und schneidet das Rohmaterial zu einem Videobeitrag zusammen. 

Rund 1500 Kilometer fährt Rohner gemäss Eigenangaben mit dem Fahrrad jeden Monat fürs Tagblatt. Seine Aussage lässt sich leider nicht überprüfen. Das Zwei-Quellen-Prinzip – Grundsatz der Verifikation von Aussagen im Journalismus – ist hier leider nicht anwendbar. Wir wollen es ihm einfach einmal glauben. Jeder, der Rohner näher kennt, weiss zumindest: Er ist tatsächlich viel mit dem Rad unterwegs.

«Mit dem Velo lernt man die Ostschweiz sehr, sehr genau kennen», sagt er denn auch. Auf seinem täglich Arbeitsweg kann es schon mal vorkommen, dass er irgendwo abbiegt, weil er was entdeckt oder jemanden kennenlernt. Und so oft auf Geschichten stösst, die sich zu erzählen lohnen.

Unsere Leserinnen und Leser sind Viel-Wanderer

Ostschweizerinnen und Ostschweizer sind ein wanderfreudiges Volk. Unsere wöchentlichen Wandertipps werden rege gelesen und in unserer Wandergruppe bei Facebook werden täglich neue Erlebnisse mit der Community geteilt. Werden auch Sie Teil der Gruppe.

Die Viel-Wanderer fordern wir diesen Sommer mit der Tagblatt-Wandertrophy heraus. Wer sechs von insgesamt zehn ausgewählten Gasthäusern besucht, gewinnt einen Sofortpreis und nimmt an der Verlosung des Hauptpreises teil: Ein Gutschein im Wert von 400 Franken für Bahn und Bergrestaurant Hoher Kasten. Machen Sie mit!

Zmittag in der Tagblatt-Mensa

Diskutieren, layouten, produzieren, Pushs versenden, Titel setzen und vorallem schreiben macht hungrig. Unsere Redaktorinnen und Redaktoren geniessen ihre Mittagspause in der Tagblatt-Mensa. Heute gibt es Pouletgeschnetzeltes, eine Schupfnudelpfanne und Cordon Bleus, gross wie Ziegelsteine.

Schichtwechsel…

… aber nur hier, im Liveblog. Seit 6 Uhr morgens gewährt Martin Oswald Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in diesem Ticker einen Einblick in unsere tägliche Arbeit. Höchste Zeit also, ihn in den Mittag zu schicken und abzulösen.

An seiner Stelle übernehme nun ich und biete Ihnen Geschichten über die Entstehung von Geschichten. Mein Name ist David Grob, ich bin Redaktor im Ressort Online.

Mit dem Zug von Winterthur nach St.Gallen gefahren: Live-Tickerer David Grob.

Mit dem Zug von Winterthur nach St.Gallen gefahren: Live-Tickerer David Grob.

Frage aus der Community

Instagram-Follower Alen Gama fragt: Wie kommt ihr immer zeitnah an die neusten Stories und Infos ran? Dafür gibt es im Journalismus unzählige Quellen. Einerseits sind das Agenturmeldungen oder Pressemitteilungen per Email, andererseits haben wir stets die diversen Social-Media-Plattformen im Blick und bekommen regelmässig Hinweise von unseren Leserinnen und Lesern. Wohl am Wichtigsten sind aber unsere Journalist:innen, die mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen und auf spannende Themen stossen.

Print und Online aus einem Guss

Während Thomas Müller für das perfekte Layout der Printausgabe sorgt, kümmert sich Christa Kamm um die passende Zusammenstellung der News auf Webseite und App. Christina Brunner wählt die besten Bilder aus - für Print und Online.

Die Jöö-Wand in der Redaktion Weinfelden

Ein Faible für Katzen ist nicht von der Hand zu weisen.

Ein Faible für Katzen ist nicht von der Hand zu weisen.

Bild: Sabrina Bächi

Manche Bilder sind einfach viel zu herzig, um sie ins Altpapier zu schmeissen. Das ist das Best-of der Redaktionsmitglieder im Weinfelder Büro. Sabrina Bächi, Urs Brüschweiler, Rahel Haag, Georg Stelzner und Mario Testa betreuen sie nach der Home-Office Zeit nun wieder vermehrt.

Nach der Gerichtsverhandlung in die Tasten schlagen

TZ-Reporterin Ida Sandl arbeitet in ihrem Büro gerade an einem Gerichtsfall. Die Verhandlung hat sie am Mittwoch vor dem Bezirksgericht Kreuzlingen besucht und fertigt jetzt den Artikel. Vor Gericht stand ein ehemaliger Security-Mitarbeiter, der einen Häftling während eines Spitalaufenthalts bewachen sollte. Doch ein Moment der Unachtsamkeit reichte und der Gefangene konnte fliehen. Er wurde bis heute nicht gefasst.

Redaktorin Ida Sandl ist es sich gewohnt, unter Zeitdruck zu arbeiten.

Redaktorin Ida Sandl ist es sich gewohnt, unter Zeitdruck zu arbeiten.

Bild: Samuel Koch

Über ihre Arbeit sagt Ida Sandl: «Journalismus ist meine Leidenschaft, besonders der Lokaljournalismus. Nirgendwo sonst ist man so nahe bei den Menschen und den Themen, die sie beschäftigen.» Dabei komme es nicht nur zu spannenden, sondern oft auch zu sehr berührenden Begegnungen.

Whatsapp-Nachricht vom Wirtschaftsredaktor

«Es geht los. Rückblick und Tagesplanung mit dem Teamleiter Wirtschaft ist erledigt. Jetzt stehen zwei Recherchetermine vor Ort und Telefonate an. Gut gibt es Freisprechanlagen im Auto.»

Die besten Geschichten entstehen draussen.

Die besten Geschichten entstehen draussen.

Bild: Stefan Borkert

Kennen Sie CH Media?

Nur eine Auswahl der unzähligen Marken von CH Media.

Nur eine Auswahl der unzähligen Marken von CH Media.

Zum St.Galler Tagblatt gehören auch die Regionalausgaben Thurgauer Zeitung, Appenzeller Zeitung, Wiler Zeitung und das Toggenburger Tagblatt. All diese Zeitungen und ihre Online-Portale und Apps gehören zu CH Media. CH Media ist neben der Tamedia und Ringier eines der grössten privaten Verlagshäuser der Schweiz mit insgesamt 18 Zeitungstiteln, News-Apps, Magazinen sowie zahlreiche Radio- und Fernsehsender wie zum Beispiel FM1, TVO, Radio 24, 3+ und viele mehr. Hier die Übersicht aller Marken von CH Media.

Derweil in Frauenfeld...

Nach der Sitzungs- ist vor der Bildschirmzeit. Am Redaktionsstandort der Thurgauer Zeitung in Frauenfeld redigieren die Redaktoren nach dem Austausch an der Telefonkonferenz um 9 Uhr hinter ihren Bildschirmen erste Fremdtexte, führen Recherchegespräche am Telefon oder beginnen mit ihrer Schreibarbeit. Deshalb herrscht in diesen Stunden in der bewachsenen und noch kühlen Redaktionsstube konzentriertes Schaffen.

Blick in die Redaktion der Thurgauer Zeitung am Standort Frauenfeld.

Blick in die Redaktion der Thurgauer Zeitung am Standort Frauenfeld.

Bild: Samuel Koch

Wie wird man eigentlich Journalist:in?

Jürg Ackermann, Stv. Chefredaktor und Verantwortlich für die Ausbildung der Stagiaires. Wie gelingt heute der Einstieg in den Journalismus?

In den Journalismus führen viele Wege. Wir haben auf der Redaktion studierte Historiker oder Germanisten, aber auch Leute, die eine Berufslehre absolviert haben. Um herauszufinden, ob einem der Journalismus liegt, sind praktische Erfahrungen auf einer Redaktion unabdingbar.

Jürg Ackermann schreibt neben seiner Tätigkeit als Blattmacher auch regelmässig über die Ostschweizer Gastronomie.

Jürg Ackermann schreibt neben seiner Tätigkeit als Blattmacher auch regelmässig über die Ostschweizer Gastronomie.

Bild: Martin Oswald

Was sind Fähigkeiten und Eigenschaften, welche als Journalist:in besonders wichtig sind?

Neugier und die Lust am Schreiben. Journalistinnen und Journalisten kommen jeden Tag mit neuen Themen in Kontakt, von denen sie vielleicht noch nicht so viel wissen. Dank den richtigen Fragen an die Menschen, die sie interviewen oder porträtieren, oder dem Interesse, das sie mitbringen, schaffen sie es aber oft dennoch, einen packenden Artikel zu schreiben. Egal ob Online oder Print: Der lustvolle und genaue Umgang mit der Sprache ist das A und O.

Was bietet das Tagblatt für Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten?

Wir bieten auf diversen Lokalredaktionen in der ganzen Ostschweiz drei- bis sechsmonatige Praktika an. Diese richten sich an junge Leute, die stark am Journalismus interessiert sind, aber in den allermeisten Fällen noch keine praktische Medienerfahrung mitbringen. Einige kommen direkt nach der Matura oder der Lehre. Der definitive Einstieg in den Journalismus ist dann das Volontariat. Es dauert in der Regel zwei Jahre. Die Volontärinnen und Volontäre absolvieren dabei fünf bis sechs Stationen und lernen alle Facetten des Journalismus kennen: Online, Print-Produktion, Lokaljournalismus und je nach Interesse auch Kultur- oder Sportjournalismus. Wer an einem Praktikum oder Volontariat interessiert ist, darf sich gerne direkt an mich (juerg.ackermann@chmedia.ch) wenden.

Absprache zwischen der Zentralredaktion und der Ostschweiz

Patrik Müller, Chefredaktor CH Media

Patrik Müller, Chefredaktor CH Media

Bild: Sandra Ardizzone

Die sogenannten Mantelinhalte zu nationalen und internationalen Themen entstehen in Aarau und in der Bundeshausredaktion in Bern. Patrik Müller: «Immer um 10 Uhr öffnen wir den Bogen: Dann tauschen wir uns über alle Regionen hinweg aus. Gibt es ein Thema aus der Ostschweiz, das auch den Rest des Landes interessieren könnte? Und welche Themen aus der Bundespolitik, der Wirtschaft oder dem Ausland sind für «Tagblatt»-Nutzer:innen heute wichtig? An diesem Austausch nehmen die Tagesverantwortlichen aus dem Überregionalen, aus St. Gallen, Luzern, Aarau und Basel teil.»

Frage aus der Community

Leserin Fabienne Beglinger hat uns via Instagram eine Frage geschickt:  «Habt ihr auch Betriebsferien?» Die Antwort ist einfach: Nein, denn die Welt steht nie still und somit auch nicht der Journalismus. Aus der grossen Menge an Neuigkeiten, recherchieren wir täglich Geschichten für unsere Leserinnen und Leser. Und das während 17 Stunden pro Tag, 365 Tage im Jahr.

Die ersten Print-Layouts entstehen

Daniel Good und Thomas Müller planen zusammen das Layout für eine Sportgeschichte.

Daniel Good und Thomas Müller planen zusammen das Layout für eine Sportgeschichte.

Bild: Martin Oswald

Sportredaktor Daniel Good plant eine ganze Seite zur Tour de France. Thomas Müller erstellt dazu das passende Layout. Good möchte neben dem Haupttext noch vier Fahrer mit Bild vorstellen, Müller hat mit seiner grossen Erfahrung die Idee dazu. «Wenn wir die Vier rechts übereinander platzieren, wirkt die Seite stimmig!»

Was bewegt die Regionen?

Die Stadtredaktion trifft sich zur Morgensitzung. Nach einer kritischen Würdigung der aktuellen Geschichten blickt die Tagesverantwortliche Perrine Woodtli nach vorne: «Michel, du schreibst auf Morgen ein Portrait über Doris Alther, sie hat beim 300-Meter-Schiessen das Maximum von 72 Punkten geschossen.»

Gleichzeitig treffen sich auch die Ressorts Ostschweiz und Appenzellerland zu ihrer Planungssitzung.

Sitzung bei der Stadtredaktion. Rechts Tagesverantwortliche Perrine Woodtli.
3 Bilder
Morgensitzung auch im Ressort Ostschweiz. In der Mitte Ressortleiter Michael Genova.
Gleichzeitig planen auch die Kolleginnen und Kollegen der Appenzeller Zeitung. In der Mitte Redaktionsleiter David Scarano.

Sitzung bei der Stadtredaktion. Rechts Tagesverantwortliche Perrine Woodtli.

Bild: Martin Oswald

Telefonkonferenz in Frauenfeld, Weinfelden und Arbon

Blattmacher Peter Exinger führt durchs Meeting.

Blattmacher Peter Exinger führt durchs Meeting.

Bild: Samuel Koch

Pünktlich um 9 Uhr hat an den drei Standorten der Lokalredaktion der Thurgauer Zeitung die Telefonkonferenz unter der Leitung von TZ-Blattmacher Peter Exinger begonnen.

Das Kantonsressort begleitet redaktionell die Ausstellungseröffnung zum Siegerprojekt der Erweiterung des Thurgauer Kunstmuseums. Silvan Meile nimmt den Termin in der Kartause Ittingen am späteren Nachmittag wahr. In Arbon schreibt Markus Schoch unter anderem über den massiven Ausbau des Förderprogramms für Blumenwiesen, Bäume und Lastenvelos. In Weinfelden steht abends die Sitzung des Stadtparlaments auf dem Programm, die Sabrina Bächi begleitet. Und in Steckborn besuchte Janine Bollhalder am Mittwochabend die Gemeindeversammlung.

Blattkritik bei der Thurgauer Zeitung

Urs Brüschweiler schaut sich die aktuelle Webseite der TZ an.

Urs Brüschweiler schaut sich die aktuelle Webseite der TZ an.

Bild: PD

Bei der Redaktion der Thurgauer Zeitung beginnt der Arbeitstag für alle mit der 9-Uhr-Telefonkonferenz, zumal die drei Redaktionsstandorte Frauenfeld, Weinfelden und Arbon dann ihre Themen für den Onlinetag und die nächste Ausgabe austauschen.

Bereits früher am Arbeitsplatz sitzt der Weinfelder Standortleiter Urs Brüschweiler, der die Blattkritik vorbereitet. Nebst den aktuellen Themen gehört es an der Telefonkonferenz unter der Leitung von TZ-Blattmacher Peter Exinger also auch dazu, bereits publizierte Artikel unter die Lupe zu nehmen, Positives zu loben, Negatives zu hinterfragen.

Themenplanung Online: Zeit für die erste Morgensitzung

Morgensitzung der Webredaktion, zwei Kollegen nehmen via Teams daran teil.

Morgensitzung der Webredaktion, zwei Kollegen nehmen via Teams daran teil.

Bild: Martin Oswald

Daniel Walt, Leiter der Webredaktion, ruft sein Team wie jeden Morgen pünktlich um 08.30 Uhr zusammen. Es gilt zu besprechen, welche Geschichten heute entstehen und wie diese optimal im Web ausgespielt werden. «Die Schliessung der Herisauer Kuhn Champignon AG bewegt offensichtlich. Da brauchen wir einen Nachzug», sagt Walt. Die Redaktion der Appenzeller Zeitung nimmt sich dieser Geschichte an.

Während der Pandemie waren alle im HomeOffice, da war es besonders anspruchsvoll, auf digitalen Kanälen zu koordinieren und kommunizieren. Heute herrscht hier hybrides Arbeiten. Ein Teil des Teams ist vor Ort, andere zuhause.

Hier kommen die Zeitungen

Doris Lew verteilt die Printausgabe im Newsroom.

Doris Lew verteilt die Printausgabe im Newsroom.

Bild: Martin Oswald

Doris Lew leitet das Redaktionssekretariat. Sie bringt gerade einige Exemplare der aktuellen Printausgabe in den Newsroom.

Beim Tagblatt und seinen Regionalausgaben arbeiten rund 130 Mitarbeitende in unterschiedlichen Pensen und verteilt auf sieben Standorte. Wir erreichen mit Print und Online täglich 250’000 Leserinnen und Leser.

Der Chefredaktor im Interview

Immer wieder konnte man in den letzten Jahren von der Medienkrise lesen. Die Werbeerträge verschwinden zu Google und Facebook, die Bereitschaft, für Journalismus im Digitalen zu bezahlen, ist noch wenig ausgeprägt. Doch gerade in Zeiten einer Pandemie oder aktuell eines Krieges in Europa ist das Interesse der Leserschaft enorm gross. Chefredaktor Stefan Schmid im Kurzinterview über die Herausforderungen im Tagesgeschäft.

«Online und die Zeitung gut zu machen, ist anspruchsvoll.» Tagblatt-Chefredaktor Stefan Schmid.

Video: Raphael Rohner

Pflanzen haben es schwer in einem Newsroom...

Sie sorgen für Farbe und Wohnlichkeit, wenn man sie denn pflegt und ab und an giesst. Doch im hektischen Treiben einer Lokalredaktion gehen sie gerne mal vergessen. Hier und jetzt bekommen sie etwas Aufmerksamkeit.

Social-Media-Chefin Alexandra Pavlović startet ihren Dienst

Für Medien ist es heute unabdingbar, auch in den diversen Sozialen Medien präsent zu sein. Das Tagblatt unterhält darum seit Jahren Accounts bei Facebook, Instagram und Twitter. «Der Austausch mit unseren Leserinnen und Lesern ist uns wichtig. So spüren wir, was die Ostschweiz bewegt und ob wir mit unseren Themen die Menschen erreichen.» Mit diversen Story-Formaten präsentieren wir täglich eine Auswahl der wichtigsten Geschichten in visuell attraktiver Form, so dass niemand etwas verpasst. Heute laden wir Sie herzlich dazu ein, uns ihre Fragen via Social Media zu stellen.

Sorgt dafür, dass Tagblatt-Geschichten auch die Community bei Facebook, Instagram und Twitter erreichen: Alexandra Pavlović.

Sorgt dafür, dass Tagblatt-Geschichten auch die Community bei Facebook, Instagram und Twitter erreichen: Alexandra Pavlović.

Bild: Martin Oswald

Live-Daten: In Echtzeit sehen, was die Ostschweiz liest

Chartbeat misst den Traffic auf der Webseite und App.

Chartbeat misst den Traffic auf der Webseite und App.

Was interessiert unsere Leserinnen und Leser am meisten? Im Fall der Zeitung weiss man das nicht so genau, ausser wir bekommen direktes Feedback. Online ist das anders. Da sehen wir rund um die Uhr, wie viele User gerade auf einen Inhalte klicken und wie lange die Geschichte gelesen wird.

Die Top 3 der meistgelesenen Geschichten heute früh

  1. Herisau: Kuhn Champignon AG schliesst Ende Juli (Lesen)
  2. 59-Jähriger stirbt auf Wanderung im Alpstein (Lesen)
  3. 13 Rheintaler Gemeinden sollen zu einer Stadt werden – und St.Gallen Konkurrenz machen (Lesen)

Webredaktorin: Ein Multitasking-Job

Volontärin Aylin Erol ist zur Unterstützung der Morgenschicht am Webdesk erschienen. Wie alle am Webdesk hat auch sie drei Bildschirme vor dem Gesicht. «Am Anfang war ich damit etwas überfordert, inzwischen bin ich froh, all die unterschiedlichen Kanäle und Aufgaben im Blick zu haben». Als nächstes wird sie die Topgeschichten des Morgens auf Facebook posten.

Mit Grüntee wach werden: Volontärin Aylin Erol am Webdesk.

Mit Grüntee wach werden: Volontärin Aylin Erol am Webdesk.

Bild: Martin Oswald

Zeit für einen ersten Kaffee

Wer sich im Tagblatt-Newsroom einen Kaffee rauslässt, kommt unweigerlich an dieser pittoresken Fotowand vorbei.

Auftakt mit einem regionalen Aufreger!

Produzentin Christa Kamm hat eine stressige erste Stunde des Tages vor sich. Sie liest die Übergabe der Spätschicht und sortiert den Topbereich der Webseite und App, damit die wichtigsten Geschichten auch sofort zu sehen sind. Gleich macht Sie sich an die Zusammenstellung des Newsletters, der schon bald an Tausende von Abonnent:innen verschickt wird. 

Auch eine erste Pushnachricht hat Christa Kamm schon verschickt. Die «Wunderbar»-Wirtin blitzt beim Bezirksgericht ab – jetzt soll das beliebte Lokal am See schliessen.

Morgenproduzentin Christa Kamm reiste noch vor Sonnenaufgang von Egnach nach St.Gallen.

Morgenproduzentin Christa Kamm reiste noch vor Sonnenaufgang von Egnach nach St.Gallen.

Bild: Martin Oswald

Willkommen, liebe Leserinnen und Leser

Schön, dass Sie schon wach sind und uns auf Tagblatt.ch besuchen. Hier sind vor wenigen Augenblicken die Lichter im Newsroom angegangen, ein neuer Tag beginnt. Am Webdesk hat sich gerade Kollegin Christa Kamm an ihrem Rechner eingeloggt und checkt erstmal die Lage.

Wir begleiten Sie die nächsten 18 Stunden live und zeigen Ihnen Schritt für Schritt wie wir Themen planen, zwischen den verschiedenen Redaktionen und Regionen koordinieren und wie wir Online im Web, in der App, in den Sozialen Medien und schliesslich im Print über das berichten, was die Ostschweiz und die Welt bewegt. Bleiben Sie dran.

Bis am Mittag darf ich Sie hier begleiten. Mein Name ist Martin Oswald und ich bin bei CH Media für die Innovation zuständig.

Mit dem Velo aus dem Appenzellerland nach St.Gallen gefahren: Livetickerer Martin Oswald.

Mit dem Velo aus dem Appenzellerland nach St.Gallen gefahren: Livetickerer Martin Oswald.

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