Die HSG und China
China-Kritik auf Twitter kostet HSG-Doktoranden den Abschluss

Nachdem er die Kommunistische Partei China auf Twitter und ihren Umgang mit der Covid-19-Pandemie kritisiert hatte, musste ein HSG-Doktorand seine Ambitionen auf einen Doktortitel begraben. Seine Betreuerin befürchtete berufliche Konsequenzen.

Noemi Heule
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Illustration: Stefan Bogner

Am 18. März 2020, eine Woche, nachdem die WHO Covid-19 als Pandemie einstufte, und zwei Tage, nachdem der Bundesrat über die Schweiz den Lockdown verhängte, schaltet ein Doktorand der Universität St.Gallen ein Twitter-Konto auf. Er freue sich, Erfahrungen aus erster Hand, Gedanken und Meinungen über China zu teilen, schreibt er im Tweet, mit dem er eine rege Twitter-Tätigkeit einleitete. Er selbst ist im Dezember aus Wuhan, wo er ein Forschungsstipendium der chinesischen Regierung erhalten hatte, in die Schweiz zurückgekehrt. Was als kurzer Heimaturlaub geplant war, stellte sich als endgültige Rückkehr heraus. Was sein Beitrag zur Debatte zur Rolle Chinas während der Pandemie hätte werden sollen, beendete seine Ambitionen auf einen Doktortitel jäh.

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