Abstimmungen und Wahlen
Die wichtigsten Entscheidungen in Ostschweizer Städten und Gemeinden in der Übersicht

In diversen Ostschweizer Städten und Gemeinden haben die Stimmberechtigten am Sonntag gewählt und abgestimmt. Unsere Übersicht über die wichtigsten Entscheidungen.

Daniel Walt
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Präsidien Steckborn und Thal: Keine Entscheide im ersten Wahlgang

In Steckborn und in Thal waren das Stadt- respektive das Gemeindepräsidium neu zu besetzen – und in beiden Orten kommt es zu einem zweiten Wahlgang. Im seit langem zerstrittenen Steckborn liegt nach dem ersten Umgang GLP-Mann Moritz Eggenberger in Front. Er holte 466 Stimmen. Auf Platz zwei landete der parteilose Roland Toleti – er konnte 422 Stimmen auf sich vereinen. Die beiden anderen Bewerber (auch sie sind parteilos) blieben chancenlos.

Auch in Thal fiel im ersten Anlauf kein Entscheid. Hier liegt FDP-Mann Simon Diezi in der Pole-Position, auf ihn entfielen 1022 Stimmen. Mit 940 Stimmen folgt Matthias Gehring von der SVP. Abgeschlagen ist der parteilose Michael Fitzi mit 464 Stimmen.

Rorschach: Reto Kaelli zieht in den Stadtrat ein

Ein Entscheid fiel hingegen in Rorschach: Im zweiten Wahlgang der Ersatzwahl in den Stadtrat setzte sich Reto Kaelli (FDP) gegen Giuseppa Guerreri (CVP) durch. Die Differenz zwischen den beiden fiel mit 27 Stimmen denkbar knapp aus. Natürlich sei sie ein Stück weit enttäuscht, sagte Guerreri nach dem Entscheid. Sie werde aber später noch bei Reto Kaelli vorbeigehen und ihm gratulieren. «Das gehört sich so.»

Reto Kaelli seinerseits zeigte sich erfreut und erleichtert über seinen Sieg. Er habe mit einem knappen Ausgang der Wahl gerechnet.

Zwei Überraschungen in Frauenfeld

Über zwei kommunale Vorlagen mussten die Frauenfelderinnen und Frauenfelder abstimmen. Zunächst hatten sie zu entscheiden, ob die Person, die das Stadtpräsidium innehat, gleichzeitig auch als National- oder Ständerat amten darf. Sie darf nicht: 4656 Wählerinnen und Wähler stimmten der Teilrevision der Gemeindeordnung zur Unvereinbarkeit des Stadtpräsidiums mit einem gleichzeitigen Sitz im National- oder Ständerat zu. 2808 Personen waren dagegen. Eine solche Regelung kennt keine andere Thurgauer Gemeinde.

Eine Abfuhr erteilten die Frauenfelder Stimmberechtigten dem Ansinnen der Stadt, sich 50 unterirdische Parkplätze unter dem Ergänzungsbau des Regierungsgebäudes zu sichern. Der Nein-Stimmen-Anteil bei der 1,75-Millionen-Vorlage betrug satte 59,95 Prozent.

Stadt St.Gallen: Klares Ja zu neuer VBSG-Flotte

Die Stimmberechtigten der Stadt St.Gallen haben in aller Deutlichkeit eine 42-Millionen-Vorlage durchgewinkt. Dabei ging es um die zweite Etappe der Flottenerneuerung der Verkehrsbetriebe St.Gallen (VBSG). Der Ja-Anteil lagt bei 84,1 Prozent. Stadtrat Peter Jans zeigte sich in einer ersten Reaktion hocherfreut: «Es ist toll.»

Kreuzlinger stehen zu ihrem Kulturzentrum

Einen leichten Stand hatte die Vorlage der Stadt Kreuzlingen. Es ging um einen Beitrag von 750'000 Franken über drei Jahre ans Kulturzentrum Kult-X. 2920 Stimmberechtigte sagten Ja, 1355 legten ein Nein ein. Die Vorlage verfolgt den Zweck, den bisherigen Betrieb des Kulturzentrums zu festigen.

Wittenbach: Deutliches Ja zu Kredit fürs Schwimmbad

Die Wittenbacher Stimmberechtigten stehen zu ihrem Schwimmbad: Sie haben am Sonntag einen jährlich wiederkehrenden Kredit von 680'000 Franken für den Betrieb des Schwimmbads durchgewinkt. 2273 Ja-Stimmen standen gerade einmal 516 Nein-Stimmen gegenüber.

Weitere Entscheidungen:

  • In Sirnach ist der Bau einer neuen Dreifachturnhalle mit 69 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt worden.
  • Die Münchwilerinnen und Münchwiler haben einem Planungskredit für eine neue Mehrzweckhalle mit 59,9 Prozent eine Abfuhr erteilt.
  • Tägerwilen erhält ein neues Kirchgemeindehaus. Der Baukredit von 4,6 Millionen wurde bewilligt.
  • Der Kindertreff in Scherzingen kann neu gebaut werden. 591 Ja- standen 295 Nein-Stimmen entgegen.
  • In Diessenhofen ist Yvonne Melone (SVP) neu in den Stadtrat gewählt worden.
  • In Kemmental ist noch kein Entscheid gefallen, wer in den Gemeinderat einziehen wird. Am meisten Stimmen erhielt im ersten Umgang Lorin Hänseler-Kern.
  • In Lutzenberg hat Robert Piffrader die Wahl in den Gemeinderat geschafft.
  • In Schönengrund gab es ein klares Ja zum Ausgabenbeschluss über 162'000 Franken für das Vorprojekt Neubau Unterdorf 11.
  • In Oberegg AI sagten die Stimmberechtigten mit 410 zu 359 Stimmen Ja zur Bezirksvorlage über den Verkauf des Grundstücks Nr. 1300, Fallbach.
  • In Uzwil hat Marcel Hilber (FDP) die Wahl in den Schulrat geschafft. Er holte 1597 Stimmen. Seine Kontrahentin Barbara Thoma-Fetz (Die Mitte) erreichte 1324 Stimmen.
  • Die Stimmberechtigten der Katholischen Kirchgemeinde Region Rorschach sagen Ja zur Umgestaltung der Pauluskapelle in Goldach. Auch der Sanierung der Wagenremise in Rorschach stimmen sie zu.

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