Replik

Klaus Schwab an Christoph Keller: «Das Ziel war, das Bewusstsein für Menschen mit Behinderung beim WEF zu thematisieren»

Das WEF gibt sich auf seiner Website offen für Menschen mit Behinderung. Doch der Wirtschaftstreff sei eine Welt der Exklusion, geschaffen für Milliardäre, Politiker und Medienstars, schrieb unser Autor Christoph Keller in einem Brief an Klaus Schwab: «Wie können Sie sich glaubwürdig für Menschen mit Behinderungen einsetzen?» Jetzt hat der WEF Gründer geantwortet.

Klaus Schwab
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Klaus Schwab, Gründer und Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums WEF.

Klaus Schwab, Gründer und Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums WEF.

Bild: Markus Schreiber /AP

Sehr geehrter Herr Keller

Vielen herzlichen Dank für Ihr Buch, das Sie mir freundlicherweise geschickt haben, zusammen mit dem Begleitschreiben, das auch in dem St.Galler Tagblatt veröffentlicht wurde.

Das Lesen Ihres Buches und Ihr Schicksal hat mich sehr berührt. Mein Engagement kommt aus der Überzeugung, dass die Betroffenen, über eine Milliarde Menschen in unserer Gesellschaft, besonders anerkannt und unterstützt werden müssen.

Dazu ist es ganz wichtig, dass die Entscheidungsträger unserer Gesellschaft sich wesentlich mehr über die Bedürfnisse dieser Bevölkerungsgruppe bewusst sind und Initiativen zur praktischen Hilfe unternehmen. Das Ziel war, dieses Bewusstsein in Davos zu thematisieren. Ich weiss auch, dass wir dadurch in der Praxis einiger Unternehmen etwas Positives bewirkt haben.

Sehr geehrter Herr Keller, auch ich wünsche Ihnen frohe Festtage in der Hoffnung, dass Sie sich weiterhin zum Wohle der Behinderten einsetzen, und wenn wir Ihnen dabei eine Stimme geben können, werden wir das gerne tun.

Mit herzlichem Gruss

Klaus Schwab