RENATURIERUNG: Mehr Natur an der Alten Rhein-Mündung

Die Mündung des Alten Rheins ist nach der ökologischen Aufwertung zu einem wichtigen Lebensraum für Fische, Amphibien, Libellen und seltene Pflanzen geworden. Um die Natur zu schützen, soll der Zugang für Besucher eingeschränkt werden.

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Die Entwicklung des Alten Rheins zwischen St.Margrethen und Bodensee hat sich in den vergangenen Jahren erfreulich entwickelt. (Bild: HANSPETER SCHIESS)

Die Entwicklung des Alten Rheins zwischen St.Margrethen und Bodensee hat sich in den vergangenen Jahren erfreulich entwickelt. (Bild: HANSPETER SCHIESS)

Fünf Jahre nach der Renaturierung habe sich der Alte Rhein von St.Margrethen bis zum Bodensee erfreulich entwickelt, teilte die für die Aufwertung zuständige Internationale Rheinregulierung (IRR) am Freitag mit.

Die Wasserqualität sei besser geworden und es gebe mehr seltene Arten wie Bachmuschel oder Bodensee-Vergissmeinnicht. Zudem sei das Gebiet zu einem wertvollen Quartier für überwinternde oder rastende Vogelarten geworden. Die rasch wachsenden Wasserpflanzen östlich der Mündung seien zu einem wichtigen Lebensraum für zahlreiche Fischarten geworden. Profitiert habe auch die Libellenfauna, die mit einigen seltenen Arten vertreten sei.

Störungen durch Besucher

Damit die Vögel weniger gestört werden, schlagen die Studien-Experten vor, dass die Besucher besser gelenkt und informiert werden. Dies sei Aufgabe der Gemeinden, heisst es in der Mitteilung.

Die Landfläche zwischen Eselschwanz und Bruggerhorn soll in Zukunft besser gepflegt werden. Pflege- und Unterhaltsmassnahmen seien wichtig, damit problematische Pflanzen, vor allem Neophyten, in Schach gehalten werden können. (sda)