Reiche sollen mehr bezahlen

ST. GALLEN. Reiche St. Galler sollen mehr Steuern bezahlen. Dies verlangt die Steuergerechtigkeits-Initiative, über welche die Stimmberechtigten des Kantons am 14. Juni abstimmen. Das Komitee aus SP, Grünen und Gewerkschaften hat gestern den Abstimmungskampf gestartet.

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ST. GALLEN. Reiche St. Galler sollen mehr Steuern bezahlen. Dies verlangt die Steuergerechtigkeits-Initiative, über welche die Stimmberechtigten des Kantons am 14. Juni abstimmen. Das Komitee aus SP, Grünen und Gewerkschaften hat gestern den Abstimmungskampf gestartet. Die Initiative fordert die Einführung einer Progression bei der Vermögensbesteuerung für steuerbare Vermögen ab einer Million Franken.

Dies gewährleiste, dass der Mittelstand nicht weiter belastet werde, sondern nur die vier Prozent Reichsten im Kanton: «Für diese ist die Erhöhung der Vermögenssteuern verkraftbar», sagte Monika Simmler, Präsidentin der SP des Kantons St. Gallen. Durch die Einführung einer Progression werde eine längst fällige Ungerechtigkeit behoben. Wie in andern Kantonen solle auch in St. Gallen gelten, dass jeder nach seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit besteuert werde. Die Bass-Studie zur Verteilung von Einkommen und Vermögen zeige grosse Unterschiede zwischen Arm und Reich, sagte Barbara Gysi, SP-Nationalrätin und Präsidentin des kantonalen Gewerkschaftsbundes: «70 Prozent der steuerpflichtigen St. Galler besitzen nur zehn Prozent der Vermögen, die reichsten fünf Prozent besitzen mehr als die Hälfte.» (sda)