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REGION: Lindauer Bauarbeiten für schnellere Züge

Schweizer Züge sind ab 2020/21 schneller in München und Stuttgart. Ein neuer Fernbahnhof auf dem Lindauer Festland und die Elektrifizierung der Strecken verkürzen die Fahrzeiten erheblich.
Ulrich Stock
Der Eurocity Zürich-München passiert den Langenweg zur Lindauer Insel, wo der Bau für die Unterführung begonnen hat. (Bild: Ulrich Stock)

Der Eurocity Zürich-München passiert den Langenweg zur Lindauer Insel, wo der Bau für die Unterführung begonnen hat. (Bild: Ulrich Stock)

Mit einem symbolischen Spatenstich am Bahnübergang Langenweg vor der Lindauer Insel haben die Deutsche Bahn AG (DB), der Freistaat Bayern und die Stadt Lindau am Montag den Ausbau des Bahnknotens Lindau gestartet. Insgesamt 130 Millionen Euro will die Bahn in den kommenden Jahren investieren. Dafür werden die beiden Bahnübergänge vor der Lindauer Insel beseitigt, die Signaltechnik erneuert und die Strecke Lindau-München elektrifiziert. «Lindau ist einer der wichtigsten Bahnknoten im südlichen Bayern und unser Brückenkopf nach Baden-Württemberg, Vorarlberg und in die Schweiz», betonte Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann bei der Spatenstichfeier.

Um 40 Minuten schneller in München

Kernstück des Ausbaus und somit auch künftiger Knotenpunkt ist der geplante Fernbahnhof im Lindauer Stadtteil Reutin – am Kreisverkehr Berliner Platz gelegen. Die Verlegung des zentralen Bahnhofs von der Insel aufs Festland ist nach Angaben der Bahn ein wichtiger Baustein für die geplante Reisezeitverkürzung zwischen Zürich und München, weil der Lokwechsel im Kopfbahnhof Lindau (Insel) in Zukunft entfallen wird. Mit der Fertigstellung des neuen Festlandbahnhofs und dem Abschluss der Elektrifizierung im Dezember 2020 werde die Fahrt nach München «um gut 40 Minuten» verkürzt, so Ronald Menzi vom Bundesamt für Verkehr gegenüber unserer Zeitung. Damit werde die Bahn auch «konkurrenzfähiger gegenüber den Fernbussen – möglicherweise sogar schneller, weil sie von Verkehrsstaus unabhängig» sei.

Aus dem Raum St. Gallen kommen Reisende künftig auch schneller mit der Bahn nach Stuttgart, weil in den kommenden Jahren auch die Strecke Lindau–Friedrichshafen–Ulm (Südbahn) elektrifiziert wird. Bis Ende 2021 soll zudem die Schnellstrecke Stuttgart–Ulm fertig sein, wodurch sich die Fahrtzeit von Lindau nach Stuttgart um 45 Minuten verkürzen werde, wie DB-Manager Volker Henschel erklärte.

Finanzieller Impuls aus der Schweiz

Wie mehrfach berichtet, beteiligt sich die Schweiz am Bahnausbau Lindau–München mit einem Darlehen in Höhe von 50 Millionen Euro. Dies habe dem Projekt «nochmals einen kräftigen Impuls gegeben», sagte Verkehrsminister Herrmann. Er wies darauf hin, dass die schnellen Fernzüge ab Ende 2020 «sechsmal pro Tag und Richtung zwischen Zürich und München» statt bislang viermal verkehren werden.

Der Lindauer Inselbahnhof bleibt in leicht verkleinerter Form erhalten. Über ihn wird künftig nur noch der Regionalverkehr abgewickelt. Die Zugabstellanlage und die Tankstelle werden auf das Festland verlagert. Zahlreiche weitere Projekte komplettieren den Ausbau des Bahnknotens Lindau. Unter anderem werden Gleisanlagen und der Inseldamm, über den bislang noch der Eurocity auf die Insel fährt, saniert. Zudem werden alle Signale und Weichen in Lindau künftig elektronisch gesteuert. Aufgrund der Arbeiten auf der Lindauer Insel werden die Fernverkehrszüge Zürich–München am 29. Oktober und am 3. November in Lindau nicht halten.

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