Regierung will für Stiftsbezirk lobbyieren

ST. GALLEN. In einem parteiübergreifenden Vorstoss haben sich die St. Galler Kantonsräte Peter Hartmann (SP), Michael Götte (SVP), Thomas Scheitlin (FDP) und Werner Ritter (CVP) nach der Haltung der Regierung bezüglich der Zukunft des St. Galler Stiftsbezirks erkundigt.

Drucken
Teilen

ST. GALLEN. In einem parteiübergreifenden Vorstoss haben sich die St. Galler Kantonsräte Peter Hartmann (SP), Michael Götte (SVP), Thomas Scheitlin (FDP) und Werner Ritter (CVP) nach der Haltung der Regierung bezüglich der Zukunft des St. Galler Stiftsbezirks erkundigt. Es geht um eine mögliche Förderung durch den Bund. «Mit der um drei Millionen Franken aufgestockten Kulturbotschaft hat der Ständerat der Stiftsbibliothek neue Perspektiven eröffnet», heisst es in der Einfachen Anfrage. Die Bibliothek wolle mit der möglichen Unterstützung des Bundes ein Schweizerisches Kompetenzzentrum für Kloster- und Schriftgeschichte aufbauen. Damit das Ergebnis auch im Nationalrat positiv ausfalle, brauche es «weitere und zusätzliche Lobbyarbeit». Dafür sei ein Bekenntnis der Regierung nötig.

«Kontakte nutzen»

Die Regierung schreibt in ihrer Antwort, sie begrüsse die erwähnte Idee für ein Kompetenzzentrum ausdrücklich. In einer nächsten Phase sei nun die «inhaltliche Konkretisierung» gefragt. Bereits im vergangenen Herbst habe die Regierung im Rahmen der Vernehmlassung zur Kulturbotschaft des Bundes gefordert, die Fördermöglichkeiten für das Unesco-Weltkulturerbe Stiftsbezirk sowie konkret für das angedachte Kompetenzzentrum seien zu prüfen.

«Im Vorfeld der Beratungen im Nationalrat wird die Regierung ihre – auch informellen – Kontakte zu Mitgliedern des Parlaments nutzen, um das Anliegen zu unterstützen», heisst es in der Antwort weiter.

Ausschreibung in zwei Jahren

Allerdings hält die Regierung fest, dass es derzeit in den eidgenössischen Räten erst um die Gesamtsumme der Museumsförderung gehe. Erst in rund zwei Jahren werde dann die Frage diskutiert, welche Institutionen konkret unterstützt würden. Dafür sei ein Ausschreibungsverfahren vorgesehen. «Der Kanton St. Gallen wird auch diesen Prozess im Interesse der st. gallischen Kulturinstitutionen eng begleiten und seine Kontakte dafür nutzen.» (av)

Aktuelle Nachrichten