Regierung ist gegen Abgabe von Spritzen im Gefängnis

FRAUENFELD. Gefängnisinsassen sollen durch die Abgabe von Spritzen und Kondomen vor der Ansteckung mit Krankheiten geschützt werden, die sexuell oder über das Blut übertragen werden. Dies ist in den Verordnungsentwürfen zum neuen Epidemiegesetz vorgesehen.

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FRAUENFELD. Gefängnisinsassen sollen durch die Abgabe von Spritzen und Kondomen vor der Ansteckung mit Krankheiten geschützt werden, die sexuell oder über das Blut übertragen werden. Dies ist in den Verordnungsentwürfen zum neuen Epidemiegesetz vorgesehen. Der Thurgauer Regierungsrat ist jedoch gegen die Abgabe von Spritzen. Wie er gestern mitteilte, lassen das die Raumverhältnisse im Kantonalgefängnis in Frauenfeld nicht zu. Die Abgabe würde «zu einer Gefährdung der Insassen und vor allem des Personals führen». Präservative hingegen werden seit rund 20 Jahren abgegeben. Sie liegen in den Seifenschalen in der Dusche bereit – auch damit die Häftlinge sich vor einem Urlaub ausrüsten können. (wu)