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Gute Nachricht für 1.-August-Fans: Dank des Regens gibt es in der Ostschweiz kein Feuerverbot

Der Regen am Wochenende hat die Lage in der Ostschweiz in Bezug auf die Brandsituation entspannt. Die Kantone sprechen deshalb kein Feuerverbot aus. Ein Wasserentnahmeverbot ist ebenfalls nicht nötig.
Natascha Arsic
1.-August-Fans müssen dieses Jahr nicht auf Feuerwerk verzichten. (Bild: Salvatore Di Nolfi/Keystone)

1.-August-Fans müssen dieses Jahr nicht auf Feuerwerk verzichten. (Bild: Salvatore Di Nolfi/Keystone)

Die Hitzewelle der letzten Woche hielt vor allem den Kanton Thurgau auf Trab. Mehrere Gemeinden warnten vor Wasserknappheit und riefen zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser auf. Um ein Feuer- und Wasserentnahmeverbot zu prüfen, wurde zudem der Fachstab Trockenheit eingesetzt. Nun gibt die Staatskanzlei des Kantons Thurgau Entwarnung: Über das Wochenende sind im Thurgau im Durchschnitt 20-50 Millimeter Regen gefallen. Dadurch hat sich die Situation vor allem auch in den Wäldern beruhigt. Die Staatskanzlei verzichtet deshalb auf ein Feuerverbot, wie sie per Communiqué mitteilt. Die Waldbrandgefahr im Kanton Thurgau werde auf Stufe 2 (mässig) belassen. Fachexperten werden die Situation laufend beobachten und analysieren.

Die Situation der Oberflächengewässer im Kanton Thurgau hat sich laut den Experten der kantonalen Verwaltung aufgrund der Niederschläge ebenfalls beruhigt, heisst es in der Mitteilung weiter. Ein Wasserentnahmeverbot sei deshalb zurzeit nicht notwendig. Je nach Niederschlags- und Temperaturentwicklung in den nächsten Tagen könnte sich die Situation jedoch wieder verschärfen.

Waldbrandgefahr wird wieder leicht ansteigen

Auch im Kanton St.Gallen wurde die Waldbrandgefahr durch den Regen gesenkt, wie es auf der Webseite des Kantons heisst. Die Einstufung bleibe bei mässig bis erheblich. Durch das trockene Wetter in der Woche vom 1. August mit vereinzeltem Niederschlag und Sommertemperaturen um 25 Grad werde die Waldbrandgefahr aber wieder leicht ansteigen. Andreas Herold vom Amt für Wasser und Energie sagt:

«Im Kanton St.Gallen gibt es dank des Regens genügend Grund- und Oberflächenwasser. Ein Wasserentnahmeverbot ist deshalb kein Thema.»

Im Umgang mit Feuer und Feuerwerk am 1. August werden vom Kanton folgende Verhaltenshinweise empfohlen:

  • Im Wald und in Waldesnähe ist im Umgang mit Feuer und Raucherwaren grosse Vorsicht geboten. Feuer sollten nur in bebauten Feuerstellen entfacht und am Schluss vollständig gelöscht werden.
  • Auf das Loslassen von Himmelslaternen ist zu verzichten.
  • Auf das Abfeuern von Feuerwerk soll in Waldesnähe verzichtet werden. Die auf den Produkten aufgedruckten Sicherheitsabstände sind einzuhalten.

Die Stadtpolizei St.Gallen empfiehlt zudem, auch dem Tierschutz Beachtung zu schenken. «Tiere benutzen Holzhaufen gerne als Unterschlupf. Wer einen ‹Funken› plant, soll diesen deshalb frühestens am Vortag aufschichten, da er beim Abbrand zu Todesfallen für Kleintiere wie Igel, Mäuse oder Schlangen werden kann», heisst es in einer Medienmitteilung. Für «Funken» besteht eine Meldepflicht.

Im Kanton Appenzell Ausserrhoden gilt das Waldgesetz

«Der Kanton Appenzell Ausserrhoden hat bislang kein Feuerverbot erlassen und es ist auch keins geplant», sagt Oliver Gerlach, Forstingenieur. Im Vergleich zur letzten Woche sei die Lage auch hier derzeit dank des Regens entspannt. Es gilt immer noch die mässige Gefahrenstufe. «Zurzeit sind keine speziellen Massnahmen in Kraft», sagt Gerlach. Empfehlungen im Umgang mit Feuerwerk werden keine abgegeben. Durch das Ausserrhodische Waldgesetz sei das Feuern im Wald und in Waldesnähe sowieso untersagt, mit Ausnahme von Feuerstellen.

«Die Innerrhoder Standeskommission hat kein Feuerverbot ausgesprochen», sagt Martin Attenberger, Forstingenieur. Durch die Regenmengen am Wochenende sei die oberste Bodenschicht gut benetzt worden. Die tieferen Schichten seien aber immer noch trockener.

«Bei gleichbleibendem Wetter wie letzte Woche, hätte es wohl ein Feuerverbot gegeben.»

Attenberger mahnt: Ein sorgfältiger Umgang mit Feuer im Wald gilt immer.

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