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Regeln statt Hierarchien

In der Holokratie entscheiden Mitarbeitende und Teams, so genannte Kreise, möglichst autonom darüber, wie sie ihre Aufgaben erfüllen – so soll eine Organisation geschaffen werden, die sich andauernd wandelt und verbessert. So zumindest lautet die Theorie. Das St. Galler Start-up Advertima ist nicht das einzige Schweizer Unternehmen, das in den letzten Jahren diese Organisationsform eingeführt hat. Das Westschweizer Internet-Unternehmen Liip, das auch einen Ableger in St. Gallen hat, führte sie ebenso ein wie einzelne Abteilungen der Swisscom oder die Zürcher Taschenmarke Freitag.

Nicht immer aber führt die Einführung der Holokratie zum Erfolg. Das grösste Experiment mit dieser Organisationsform startete Tony Hsieh, Chef des amerikanischen Online-Schuhändlers Zappos, im Jahr 2015. Beim Unternehmen mit 1500 Mitarbeitenden wurden alle Management-Positionen abgeschafft. Zu viel für einige Mitarbeitende: Rund ein Drittel verliess im Zuge der Neuorganisation das Unternehmen – ein Aderlass, der das Unternehmen nachhaltig schwächte.

Während Holokratie auf den ersten Blick mehr Freiheit verspricht, wird sie in der Praxis oft als rigide oder bürokratisch erlebt – eine Folge davon, dass das Wegfallen von Hierarchien mit Regeln aufgefangen wird. Auch mache die strikte Trennung von Person und Rolle das System kalt und unpersönlich. Das ging beispielsweise aus einer Mitarbeiterbefragung bei Liip hervor, wie Mitgründer Gerhard Andrey kürzlich in einem Fachartikel schrieb. (ken)

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