REGELMÄSSIG AUSGELEBTE FORMEN VON SEXUALITÄT: Ostschweizer haben den besten Sex

Die Ostschweizerinnen und Ostschweizer sind Spitzenreiter in Sachen Sex, was Häufigkeit und Zufriedenheit angeht. Ostschweizer Paare bleiben aber weniger lange zusammen als andere.

Alexandra Pavlovic
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Je länger die Beziehung, desto weniger Sex – das gilt auch für Ostschweizerinnen und Ostschweizer. (Bild: Getty)

Je länger die Beziehung, desto weniger Sex – das gilt auch für Ostschweizerinnen und Ostschweizer. (Bild: Getty)

Alexandra Pavlovic

alexandra.pavlovic@tagblatt.ch

Mindestens einmal pro Woche – so häufig haben 56 Prozent der Ostschweizer Paare Sex. Gemäss einer repräsentativen Umfrage, welche im Juni bei 1500 Personen im Alter zwischen 18 und 69 Jahren durchgeführt wurde, liegen die Ostschweizer deutlich vor dem Rest der Schweiz (Bern: 50 Prozent, Zürich: 49 Prozent). Die grössten Sexmuffel leben in Basel (42 Prozent). Rund die Hälfte aller Ostschweizerinnen und Ostschweizer gibt an, Sex aus Liebe zu haben. 39 Prozent pflegen das Liebesspiel, «weil es dazugehört». 44 Prozent machen es, um dem Partner etwas Gutes zu tun. Und immerhin 43 Prozent wollen damit ihr Bedürfnis nach Nähe stillen. Nur 9 Prozent haben Sex, um ein Kind zu zeugen. Von allen Landesteilen sind die Ostschweizer am offensten für Neues, was das Ausleben ihres Sexuallebens angeht. Laut der Studie kennen 84 Prozent die sexuellen Wünsche des Partners und 82 Prozent gehen auf die Bedürfnisse des Partners ein.

Je länger die Beziehung, desto weniger Sex

Ostschweizer Paare sind von allen Schweizern auch am zufriedensten mit ihrem Sexleben (67 Prozent). In der Romandie haben 63 Prozent ein erfülltes Sexleben, Zürich liegt mit 62 Prozent im Schweizer Durchschnitt. Mit 56 Prozent bilden Paare aus der Nordwestschweiz das Schlusslicht. Die Umfrage, die von der Online-Plattform Par-ship.ch in Auftrag gegeben wurde, ging auch der Frage nach, wie wichtig Sexualität in der Partnerschaft ist. Die Studie zeigt: Mit der Dauer einer Beziehung lässt die Zufriedenheit mit der Sexualität nach. Davor sind auch die Ostschweizer nicht gefeit. Sind in den ersten vier Jahren noch rund 80 Prozent der Paare mit ihrem Sexleben zufrieden, so sind dies ab dem fünften Jahr nur noch 70 Prozent. Die Lust auf Sex lässt dann auch rapide nach, ebenso die Häufigkeit. Bei den meisten Paaren sinkt sie von ein bis drei Mal pro Woche auf zwei bis vier Mal pro Monat. Gemäss Experten ist das allerdings nichts Ungewöhnliches.

Nur 37 Prozent sind mehr als 15 Jahre zusammen

Obwohl die Paare mit der Zeit weniger Sex haben, heisst das nicht, dass auch die Beziehung schlechter wird. Im Gegenteil: Die Studie zeigt, dass sich bei 59 Prozent der Befragten die Partnerschaft mit der Zeit verbessert. 61 Prozent der Ostschweizer Paare gaben an, dass sich ihre Beziehung zum Positiven verändert hat. Die längsten Beziehungen pflegen Ostschweizer Paare allerdings nicht. Da werden sie für einmal von den Bernern überholt. 42 Prozent gaben an, schon länger als 15 Jahre in der gleichen Partnerschaft zu leben. Bei den Ostschweizern sind es lediglich 37 Prozent. Das ist schweizweit der tiefste Wert.