Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Rega-Helikopter löst Turbulenz aus – Gleitschirmpilot stürzt in Wasserauen ab

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hat den Unfall eines Gleitschirmpiloten in Wasserauen im Juni 2016 abgeklärt. Grund für den Absturz aus rund fünfzehn Metern war eine Luftturbulenz, die ein vorbeifliegender Rettungshelikopter auslöste.
Ein Gleitschirm-Pilot landet nach dem Flug von der Ebenalp in Wasserauen. (Symbolbild: Hanspeter Schiess)

Ein Gleitschirm-Pilot landet nach dem Flug von der Ebenalp in Wasserauen. (Symbolbild: Hanspeter Schiess)

(sda) Am 23. Juni 2016 geriet ein 22-jähriger Gleitschirm-Pilot im innerrhodischen Wasserauen auf einem Übungsflug in Schwierigkeiten, als sein Schirm kurz vor der Landung einklappte. Er stürzte aus zehn bis fünfzehn Metern auf den Boden und verletzte sich dabei schwer an der Halswirbelsäule und im Brustbereich.

Als Grund für den Absturz wurden nach dem Unfall unvermittelt auftretende Luftturbulenzen vermutet, die ein vorbeifliegender Helikopter der Rega verursacht haben soll. Die Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hat den Vorfall inzwischen analysiert und das Ergebnis am Montag auf ihrer Homepage veröffentlicht.

Landemanöver eingeleitet

Sowohl der Gleitschirmflieger als auch der Helikopterpilot, der für gleich mehrere Einsätze im Gebiet unterwegs war, hatten einander bemerkt. Um der Gefahr eines Zusammenstosses mit dem hin- und herfliegenden Helikopter auszuweichen, entschloss sich der Flugschüler, ein Landemanöver einzuleiten. Der folgende Unfall sei darauf zurückzuführen, dass der Gleitschirm «von der Nachlaufturbulenz des Helikopters» erfasst worden sei, hält die Sust in ihrem Bericht fest.

Verschiedene Komponenten hätten dazu beigetragen: Dazu gehöre die Wahl des Absetzplatzes oder der Anflugweg des Helikopters, aber auch, dass der Gleitschirm-Flugschüler den Anflugweg beibehalten habe. Die Sust stellt weiter eine «fehlende Koordination des Rettungseinsatzes des Helikopters mit den Gleitschirmaktivitäten vor Ort» fest.

Fehlendes Bewusstsein

Die Untersuchungsstelle kommt zum Schluss: «Als systemische Ursache wurde das fehlende Bewusstsein der von Nachlaufturbulenzen ausgehenden Gefahr bei Helikopter- und Gleitschirmpiloten ermittelt».

Der vorliegende Fall stellt kein neues Sicherheitsdefizit dar, deshalb wird auf eine Empfehlung verzichtet. Als Folge des Unfalls hat der Schweizerische Hängegleiter-Verband (SHV) auf seiner Website ein gemeinsam mit der Rega ausgearbeitetes Dokument veröffentlicht. Darin wird auf die Gefahren von Nachlaufturbulenzen hingewiesen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.