Recyclingboxen bald auch in St.Gallen

Zürich, Basel, Genf, Luzern und Bern haben sie bereits – St.Gallen bekommt sie bis spätestens Ende Jahr. Die Rede ist von den Recyclingboxen. In den SBB-Bahnhöfen dienen die Behälter dazu, den Abfall zu trennen und gegen das Littering zu sensibilisieren.

Alexandra Pavlovic
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Papier, Alu oder PET: Abfall trennen in Bahnhöfen geht dank der SBB-Recyclingbehälter ganz leicht. (Bild: PETER KLAUNZER (KEYSTONE))

Papier, Alu oder PET: Abfall trennen in Bahnhöfen geht dank der SBB-Recyclingbehälter ganz leicht. (Bild: PETER KLAUNZER (KEYSTONE))

Ob Papier, PET, Alu oder Restabfall: In den Recyclingboxen der SBB haben Kundinnen und Kunden seit November 2014 die Möglichkeit den Abfall getrennt wegzuwerfen. Bisher waren die Abfalltrennbehälter allerdings nur in den grossen Bahnhöfen in Zürich, Basel, Genf, Luzern und Bern vorhanden. Die Ostschweiz ging vorerst leer aus.

45 Recycling-Stationen für St.Gallen
"Selbstverständlich ist auch die Ausrüstung des Bahnhofs St.Gallen mit Recycling-Stationen samt Aschenbechern vorgesehen", sagt Christian Ginsig, Mediensprecher der SBB. Bis Ende 2015 soll die Ausrüstung des Bahnhofs abgeschlossen sein. "Rund 45 Recycling-Stationen werden dazu im Bahnhof St.Gallen an den verschiedenen Standorten und Zugängen installiert."

Doch damit nicht genug. Laut Ginsig prüfen die SBB auch die Ausrüstung weiterer Bahnhöfe in der Ostschweiz und im Raum Zürich. So ist etwa auch der Einsatz von neuen Recycling-Stationen im Bahnhof Winterthur geplant. Die genauen Standorte und Termine zur Ausrüstung der weiteren möglichen Bahnhöfe würden kurzfristig bekannt gegeben, sagt Ginsig.

Hohe Trennquote
Während des Pilotversuchs, der im Sommer 2012 startete, wurden lediglich im Bahnhof Bern einige Abfalltrennboxen aufgestellt. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Versuchs wurde das Projekt ausgebaut. So wurden insgesamt 579 Recycling-Stationen und 431 Aschenbechern in den Bahnhöfen Basel, Genf Cornavin, Luzern und Zürich aufgestellt. Ausschlaggebend für die Standorte war laut SBB in erster Linie die Grösse der Bahnhöfe. Dies war auch der Grund, weshalb die Ostschweiz zunächst nicht in die Planung einbezogen wurde.

Seit November 2014 haben Herr und Frau Schweizer nun in den fünf grössten Bahnhöfen 171 Tonnen PET, 75 Tonnen Alu, 373 Tonnen Papier und 855 Tonnen Restabfall getrennt. "Ein voller Erfolg", wie die SBB am Dienstag in einer Mitteilung schrieben. Die Trennquote liege damit deutlich höher als bei den fürs erste Jahr erwarteten 25 Prozent. Bis Ende Jahr werde sie sich bei rund 42 Prozent eingependelt haben.

Saubere Züge und Bahnhöfe
Bei der Sensibilisierungskampagne gegen das Littering ging es laut SBB aber nicht allein um das Trennen von Abfall, sondern auch um die Sauberkeit von Zügen und Bahnhöfen. Auch hier hätten die Kundinnen und Kunden Gutes geleistet. Heute gebe es in den Zügen deutlich weniger Abfall zu entsorgen als früher. Allein im Bahnhof Bern fallen laut SBB bis Ende 2015 voraussichtlich rund 37 Tonnen weniger an als im Jahr 2012.

Dies wirke sich positiv auf das Image der Bahn aus, heisst es im SBB-Communiqué. In der jüngsten Umfrage zur Kundenzufriedenheit sei denn auch der Wert beim Punkt Sauberkeit in Zügen und an Bahnhöfen auf einem rekordhohen Stand gewesen.