Kommentar

Rechsteiners Kampf für die Doppelspur in Rorschach: Forsch, aber richtig

Der Ständerat hat dem Doppelspur-Ausbau zwischen den Bahnhöfen Rorschach und Rorschach Stadt zugestimmt. Das ist eine gute Nachricht für die Ostschweiz.

Adrian Vögele, Bern
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Adrian Vögele, Redaktor Ostschweiz

Adrian Vögele, Redaktor Ostschweiz

Dem St.Galler SP-Ständerat Paul Rechsteiner ist im Parlament erneut ein Husarenstück gelungen. Er hat dafür gesorgt, dass der Doppelspurausbau der Bahnlinie zwischen Rorschach und Rorschach Stadt in den Ausbauschritt 2035 aufgenommen wird. Es war das einzige der über 200 Vorhaben im Paket, das der Bundesrat wieder streichen wollte. Auch bei Innerschweizer Parlamentariern stiess Rechsteiners Antrag auf Ablehnung. Dass dennoch eine solide Mehrheit in der kleinen Kammer zustande kam, verdient Respekt und ist für die Ostschweiz eine gute Nachricht.

Es mag sein, dass es andere Bahnprojekte gegeben hätte, deren Planung schon weiter fortgeschritten ist, die aber nicht berücksichtigt wurden. Klar ist aber auch: Das Problem mit dem einspurigen Nadelöhr in Rorschach muss früher oder später ohnehin gelöst werden. Bedenken wegen der engen Platzverhältnisse oder wegen des Lärmschutzes vor Ort sind verständlich und müssen berücksichtigt werden. Wenn sich jedoch die Verspätungen auf der Strecke häufen, ist auch der Stadt Rorschach nicht gedient. Die Unterstützung weit über die Ostschweizer Kantone hinaus ist zudem Zeichen genug, dass die Doppelspur dringend nötig ist.