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Rebstein steigt in Unterzahl auf

Der FC Rebstein ist zurück in der 2. Liga. Er besiegte den FC Rheineck im Herzschlagfinal mit 2:1. Das zweite Tor gelang Rebstein in Unterzahl fünf Minuten vor Schluss.
Remo Zollinger
Aufsteiger Rebstein im Freudentaumel nach dem spektakulären 2:1-Heimsieg im letzten Spiel gegen den direkten Aufstiegskonkurrenten Rheineck. (Bild: Remo Zollinger)

Aufsteiger Rebstein im Freudentaumel nach dem spektakulären 2:1-Heimsieg im letzten Spiel gegen den direkten Aufstiegskonkurrenten Rheineck. (Bild: Remo Zollinger)

Eine gute Viertelstunde vor Schluss schalteten die Trainer beider Mannschaften auf Offensive. Rebsteins Polverino wechselte die Stürmer Krijan und Lleshi ein, opferte einen Verteidiger, spielte fortan mit drei Abwehrspielern. Bei Rheineck kam Baumann zu seinem zweiten Einsatz, auch Rheineck-Trainer Marino wusste, dass ein Unentschieden nicht zum Aufstieg reicht. Viel passierte in dieser Phase trotzdem nicht: Ein Raunen ging durchs grosse Publikum, als Rheinecks Goalie Dietsche einen Ball fallen liess. Als Blerim Ibrahimi knapp abseits zurückgepfiffen wurde. Als Lleshi aus lauter Übermotivation ein Stürmerfoul beging. Fünf Minuten vor Schluss fiel die Entscheidung. Köppel, mit einem magistralen 40-Meter-Pass angespielt, legte den Ball mit dem linken Innenrist zum zweiten Mal ins Tor. Es war das 2:1 für Rebstein, das die ganze zweite Hälfte in Unterzahl agieren musste. Es war das Tor, das den Aufstiegskampf in der 3. Liga entschied. Spannender geht’s nun wirklich nicht mehr.

Ein intensives, aber kein gehässiges Spiel

Von Beginn weg war klar, wie viel auf dem Spiel stand. Beide Mannschaften agierten abwartend, ein bisschen entgegen ihres Naturells, das in Offensivfussball besteht. Die erste Chance hatte Rebstein, als sich Dierauer stark durchsetzte, mit rechts aber knapp daneben schoss. Rheineck reagierte darauf mit einem gefährlichen Kopfball Baumanns, der für Zünd aber zu einer sicheren Beute wurde. Blerim Ibrahimis Freistoss (27.) aus guter Position strich daneben. Lebt ein Spiel derart von der Spannung wie Rebstein gegen Rheineck, ist es jeweils bezeichnend, wenn eine Standardsituation den Bann bricht. Nicht anders war es gestern: In der 36. Minute brachte Köppel Rebstein mit einem herrlichen Kopfball nach einem Savanovic-Freistoss in Führung. Rebstein hatte danach zwei Halbchancen, beide Male waren es abgerissene Flanken, die die Latte streiften, einmal Niederl, einmal Baumgartner. Dann mussten die Hausherren plötzlich zu zehnt auskommen: Dominik Eugster verlor sein Privatduell gegen Lendim Ibrahimi, foulte ihn ein zweites Mal, sah ein zweites Mal Gelb und folglich Rot. Nach der Pause war Rheineck spürbar offensiver. Die Gäste brauchten zwei Tore und hatten eine ganze Hälfte mit einem Mann mehr vor sich – und erreichten genau das, was sie wollten. Lakna glich in der 48. Minute mit einem Linksschuss aus, gegen den kein Kraut und auch kein Zünd gewachsen war. Nun hatte Rheineck das Spiel mehrheitlich in der Hand, besonders gefährlich wurden die Gäste aber trotz Feldüberlegenheit nicht. Rebstein spielte in der Abwehr gut, Rheineck aber auch.

Jubel bei Rebstein, Rheineck am Boden

So entwickelte sich ein ereignisarmes Spiel, in dem die Zuschauer selbst mit halben Torchancen zufrieden waren. Langweilig war es nicht, viele Chancen waren aber nicht zu registrieren. Bis Rebstein in der 85. Minute die Entscheidung gelang. Rheineck konnte darauf nicht mehr wie gewünscht reagieren, Rebstein brachte das 2:1 über die Zeit und brach in Jubelstürme aus. Während Rebstein frohlockte, war Rheineck am Boden. Die Unterrheintaler müssen sich mit dem dritten Rang zufriedengeben. Für sie ist es ein schwacher Trost, zu wissen, eine sehr starke Saison gespielt zu haben.

3. Liga, Gruppe 2 Rebstein – Rheineck 2:1 (1:0)

Birkenau – 1000 Zuschauer– SR: Fürer. Tore: 36. Köppel 1:0, 48. Lakna 1:1, 85. Köppel 2:1.

Rebstein: Zünd; D. Eugster, Haltiner, Savanovic, Kamalanathan; Nüesch, Köppel, Dierauer, Niederl; Tomasic; Baumgartner. Eingewechselt: Dürr, S. Eugster, Krijan, Lleshi.

Rheineck: Dietsche; Künzler, Marino, Di Gregorio, Lichtenstern; Lakna, B. Ibrahimi, Macedo; Baumann, Bojaxhi, L. Ibrahimi. Eingewechselt: Sutter, Hausmann. Gelbe Karten: 24. Macedo, 32. D. Eugster, 83. Lichtenstern (alle Foul). Gelb-Rot: 45. D. Eugster (Foul).

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