Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

RAPPERSWIL-JONA: Knie dressiert die Drohnen

Helga Schneider, ein Drohnenschwarm und Freiheitsdressuren mit Lamas und Pferden: In wenigen Wochen feiert der Circus Knie mit seinem neuen Programm «Formidable» Premiere in Rapperswil.
Conradin Knabenhans
Chris Rui Knie präsentiert im Knie-Programm 2018 selbstständig ­schwebende Drohnen. (Bild: Katja Stuppia)

Chris Rui Knie präsentiert im Knie-Programm 2018 selbstständig ­schwebende Drohnen. (Bild: Katja Stuppia)

Conradin Knabenhans

ostschweiz@tagblatt.ch

Früher brachten die Stars in der Manege mehrere Tonnen auf die Waage, die jüngsten Artisten der Circus-Knie-Familie wiegen nicht einmal mehr fünfzig Gramm. In der neuen Spielzeit, welche am 15. März in Rapperswil beginnt, werden erstmals Minidrohnen durch das Zirkuszelt fliegen. Die kleinen Fluggeräte werden im Schwarm choreografiert durch das Zirkuszelt fliegen und dabei dank ihrer eingebauten LED-Lichtlein eine spezielle Stimmung schaffen.

«Meine Frau Linna Sun und ich werden dazu eine Akrobatiknummer» zeigen, erzählt Franco Knie jun. Sein Sohn, der zwölfjährige Chris Rui, werde sie dabei auf dem Digitalpiano musikalisch begleiten.

Die Synthetic-Swarm-Drohnen sind eine Schweizer Erfindung: Die Entwickler haben ihr Fachwissen an der ETH Zürich erlangt. Heute arbeiten sie für die Verity Studios im zürcherischen Schlieren, wo die Drohnen gebaut und programmiert werden. «Wir sind sehr technikaffin und wollen Jung und Alt zum Staunen bringen», meint Franco Knie jun. auf die Frage, wie man auf die Idee von Drohnen im Zirkuszelt gekommen sei. Entdeckt haben er und sein Sohn die Synthetic-Swarm-Drohnen in einem Video. Die US-Metalband Metallica hat etwa auf ihrer vergangenen Tour bereits auf das System gesetzt. Drohnen sollen den klassischen Zirkus mit Tierdressuren und viel Akrobatik aber nicht ablösen. «Wir wollen einfach eine gute Mischung bieten», sagt der Vertreter der grossen Knie-Familie – Moderne habe man schon immer ins Zelt gebracht.

Anspruchsvolle Technik

Die besondere Herausforderung einer Drohnenshow im Zirkuszelt seien die vielen Ortswechsel, aber auch die Platzverhältnisse im Zelt, sagt eine Sprecherin der Verity Studios. «Wir arbeiten sehr eng mit dem Team vom Circus Knie zusammen, um uns ­darauf vorzubereiten.» Im Chapiteau des Circus Knie konnte das neue Drohnensystem bisher noch nicht getestet werden. Etwas Nervosität ist deshalb bei Franco Knie jun. spürbar: «Die Technik für die Drohnen muss an jedem Spielort neu justiert werden, damit sie sich autonom im Zelt bewegen können.» Mit einem von der Firma eigens ­entwickelten Indoor-Positionierungssystem kennen die Drohnen jederzeit ihre Position im Zelt.

Zwei Komikerinnen im Zirkuszelt

Nebst den hochmodernen Drohnen setzt Knie in seinem Programm 2018 auf klassische Zirkuskunst mit Akrobatik, Tieren und Humor. Unter dem Motto «Formidable» treten mit Helga Schneider (in der Deutschschweiz) und Marie-Thérèse Porchet (Romandie/Tessin) zwei bekannte Schweizer Komikerinnen im Zirkuszelt auf. Regula Esposito begeistert mit ihrer Kunstfigur Helga Schneider seit bald 30 Jahren das Publikum. Als ehemaliges Mitglied der Frauenkabarettgruppe Acapickels hält die selbst ernannte Queen of ­Comedy den Zirkus auf Trab – «sowohl Menschen als auch ­Tiere», wie Knie mitteilt.

Die jüngsten Mitglieder der Familie Knie treten ebenfalls in der Manege auf. Chanel Marie und Ivan Frédéric Knie führen Freiheitsdressuren mit zwei Lamas respektive acht weissen ­Araber-Pferden auf.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.