Rapperswil-Jona bleibt bei sieben Stadträten

Drucken
Teilen

Volksmotion Die Bürgerinnen und Bürger von Rapperswil-Jona haben sich gegen eine Reduktion des Stadtrats von sieben auf fünf Mitglieder ausgesprochen. Rund 60 Prozent lehnten die Volksmotion «Fünf Stadträte für fünf Ressorts» von SP und Grünen ab. Der Stadtrat kann damit mit haupt- und nebenamtlichen Räten weiterregieren. In Rapperswil-Jona arbeiten Stadtpräsident, Schulpräsident sowie Bauvorstand vollamtlich. Die übrigen Mitglieder sind nebenamtlich tätig.

Dem Entscheid am vergangenen Mittwoch ging eine eineinhalbstündige Debatte voraus. Die Vorwürfe an die politische Führung der Stadt seien nach wie vor zu hören, sagte Motionär und SP-Vorstandsmitglied Vivian Frei. «Der Stadtrat kommuniziert schlecht, der Stadtrat ist nicht transparent und der Stadtrat plant am Volk vorbei.» Das liege weniger an den Mitgliedern, sondern vielmehr am System. Der Stadtrat habe bei seiner Reorganisation 2017 die Ressorts von sieben auf fünf reduziert. Die Reduktion der Zahl der Stadträte sei der logische nächste Schritt. Der Stadtrat empfahl, die Volksmotion abzulehnen. Das jetzige System biete einen guten Mix von Professionalisierung und Milizgedanke, sagte Stadtpräsident Martin Stöckling (FDP).

Die Volksmotion wäre die dritte Reorganisation der Stadtverwaltung innerhalb von 12 Jahren gewesen. Die erste wurde nach der Vereinigung von Jona und Rapperswil nötig. 2017 schuf der Stadtrat die Funktion der Ressortleiter für das operative Tagesgeschäft. (ckn)