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Neuer Raiffeisen-CEO: Lob von links bis rechts für abtretenden Thurgauer Kantonalbankchef

Im Thurgau lässt man Heinz Huber nicht gerne Richtung Raiffeisen ziehen. Er hat neben seiner Fachkompetenz auch als bodenständiger Banker gepunktet.
Christian Kamm
Wird neuer Chef von Raiffeisen Schweiz: Heinz Huber, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Thurgauer Kantonalbank. (Bild: Andrea Stalder)

Wird neuer Chef von Raiffeisen Schweiz: Heinz Huber, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Thurgauer Kantonalbank. (Bild: Andrea Stalder)

Der Mann mit dem Zürcher Dialekt gilt, was im ländlichen Thurgau wichtig ist, als Banker mit Bodenhaftung, der trotz Gesamtsalär von 850000 Franken bescheiden geblieben sei. Mit seiner gewinnenden und seriösen Art hat Heinz Huber auch den politischen Thurgau von links bis rechts überzeugt.

Erwartet worden ist der Abgang des Thurgauer Vorzeigebankers nicht. Wo immer man sich umhört – Überraschung pur. «Wenn man sich die Qualitäten von Heinz Huber anschaut, dann ist sie allerdings schon etwas weniger gross», zeigt CVP-Kantonsrat Norbert Senn Verständnis für den Karrieresprung. Auch bei ­Hubers Qualitäten besteht Einigkeit: Er, der die TKB in einer schwierigen Phase ­übernommen hat, habe eine fundierte ­Strategie und eine neue Unternehmenskultur entwickelt und dabei das Personal mitgenommen, wird gelobt. Er habe seine Rolle als «primus inter pares» gelebt und die TKB-Geschäftsleitung zu einem funktionierenden Team geformt, sagt Senn.

"Ein enormer Verlust"

FDP-Kantonsrat Ueli Oswald schätzt Hubers ruhige und bodenständige Art. Auch habe er sich nie persönlich in den Vordergrund gestellt. «Es ist schade, dass er geht.» SP-Frau Barbara Kern wertet den Abgang Hubers als enormen Verlust für die Thurgauer Kantonalbank. «Er ist nicht nur ein guter Banker, sondern auch verankert im Kanton, er kennt den Thurgau in- und auswendig.» Schliesslich wird von einem CEO der TKB ausdrücklich erwartet, dass er nicht nur mit Fach­kompetenz überzeugt, sondern auch im ­öffentlichen Leben präsent ist. «Als Chef einer Kantonalbank muss man eine Beziehung zum Kanton haben», sagt Kern.

Lohn bei 600000 Franken deckeln

«Das freut mich für Raiffeisen und ist schade für die TKB», kommentiert der grüne Kantonsrat Didi Feuerle den Wechsel. Er habe Huber als «sehr ruhig, sehr genau und sehr fleissig» kennen gelernt – «das braucht Raiffeisen jetzt». Ebenso traut SVP-Kantonsrat Vico Zahnd Huber zu, Raiffeisen in ruhigeres Fahrwasser zu lenken. Dieser habe bei der TKB einen Superjob gemacht, sagt Feuerle. Allerdings sieht er nun die Chance gekommen, beim Salär ein Zeichen zu setzen. Konkret: 600000 Franken jährlich müssten reichen. «Das ist immer noch ein sehr guter Lohn.» Ein Salär von fast einer Million liege für ihn als Gewerbler in einer Sphäre, «die nicht nachvollziehbar ist».

Offen und vertrauensvoll

Bedauern über Hubers Abgang kommt schliesslich auch aus dem Regierungsgebäude: «Heinz Huber hat die Kantonalbank zusammen mit seinen ­Geschäftsleitungskollegen sehr gut geführt», schreibt Regierungsrat und Finanzdirektor Jakob Stark. Die Zusammenarbeit mit Huber sei durch Offenheit und Vertrauen gekennzeichnet gewesen.

Und wer soll jetzt das Steuer bei der TKB übernehmen? Von verschiedenen Seiten kommt die Forderung, eine interne Lösung unbedingt zu prüfen. Im heutigen Führungsteam sässen Leute, «die das können», sagt FDP-Politiker Ueli Oswald. An vorderster Stelle dürfte Hubers Stellvertreter Thomas Koller stehen.

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