Rätselhafte Löcher im See

Wissenschafter haben auf dem Grund des Bodensees mehrere sechs bis sieben Meter tiefe Löcher gefunden. Ihr Ursprung ist unbekannt.

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KREUZLINGEN. Derzeit vermessen Wissenschafter im Rahmen eines EU-Projekts unter Schweizer Beteiligung den Bodensee mittels hochauflösender Fächerecholot-Daten. Die Experten haben nun auf dem Grund des Sees verschiedene Phänomene entdeckt. Wie Tiefenbilder zeigen, tritt im Überlinger See offensichtlich Grundwasser aus, schreibt die «Sonntagszeitung» in ihrer letzten Ausgabe. Laut den Forschern fehlen jedenfalls an mehreren Stellen grosse Stücke der Sedimentbedeckung.

Jetzt müssen die Forscher beweisen, dass hier tatsächlich «Wasser rausgeht», wie Projektkoordinator Martin Wessels vom Institut für Seenforschung in Langenargen (D) sagt. Bislang sei man davon ausgegangen, dass Seewasser und Grundwasser weitgehend voneinander getrennt sind, sagt Wessels.

Die Experten rätseln auch über eine andere Entdeckung: Auf dem Seegrund vor Kreuzlingen befinden sich sechs bis sieben Meter tiefe Löcher. «Es ist wirklich ein Entdecken», sagt der Geologe Flavio Anselmetti von der Universität Bern. «Das gibt es heute in der Wissenschaft nicht mehr oft.» (red.)

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