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Räbeliechtli leuchten nur mit Bewilligung

Wer einen Räbeliechtliumzug veranstaltet, ist für die Sicherheit der Kinder verantwortlich: Auch Eltern und die örtliche Polizei leisten ihren Beitrag zu einem gelungenen Umzug.
Dinah Hauser
Ein stimmiger Räbeliechtli-Umzug braucht eine gute Organisation. (Bild: Urs Bucher)

Ein stimmiger Räbeliechtli-Umzug braucht eine gute Organisation. (Bild: Urs Bucher)

So manches St.Galler Kind bekommt dieser Tage ein Wurzelgemüse vorgesetzt. Daraus sollen Räbeliechtli entstehen, die bei einem abendlichen Rundgang durch die Ortschaft die Strassen erhellen. Für die glänzenden Augen der Kinder, Eltern und Zuschauer sind aber im Voraus Bewilligungen einzuholen, Umleitungen zu planen und Punsch und Schoggibrötli zu organisieren.

In der Stadt Zürich ist ab diesem Jahr gemäss neuem Gesetz sogar eine Risikoanalyse einzureichen. Dies, weil die Umzüge meist mehr als 500 Teilnehmer umfassen. Auch im Kanton St.Gallen ist vorgängig bei der Polizei eine Bewilligung einzuholen – wie bei anderen Veranstaltungen auch, welche die Benutzung einer öffentlichen Strasse für andere Verkehrsteilnehmer einschränken. «Für ein Gesuch bedarf es in der Regel zuerst der Zustimmung der Gemeinde, bevor es bei der Abteilung Verkehrstechnik der Kantonspolizei St.Gallen eingereicht werden kann», sagt Polizeisprecher Florian Schneider. Sind Verkehrsumleitungen nötig, sollten diese im Idealfall schon mit den örtlichen Behörden abgesprochen sein.

Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungsgesuchen ist für einen Räbeliechtliumzug keine Gebühr zu zahlen. «Da es sich hier um Veranstaltungen für und mit Kindern handelt, verzichtet die Kantonspolizei St.Gallen auf die Erhebung einer Bewilligungsgebühr, die normalerweise verrechnet wird», sagt Schneider.In St.Gallen muss zwar keine Risikoanalyse eingereicht werden, die Veranstalter müssen aber für die nötige Sicherheit sorgen und Verkehrsdienste aufbieten.

Die Veranstalter müssen etwa sicherstellen, dass der Umzug für den Verkehr gut sichtbar ist und hinten und vorne Personen mit Leuchtwesten und Beleuchtung gehen oder ein allfälliges Verpflegungszelt sicher steht. Strassensperrungen und Umleitungen müssen von einem bewilligten Verkehrsdienst durchgeführt werden, wie Schneider sagt. An welchen Stellen wie viel Personen benötigt werden, ist mit der Polizei im Vorfeld zu besprechen. «All das wird unkompliziert bei einem gemeinsamen Gespräch auf dem Polizeiposten abgeklärt, wenn nötig», sagt Schneider. Abhängig von der Verfügbarkeit könne die Polizei auch einmal spontan bei der Verkehrsregelung aushelfen.

Das können Eltern für die Sicherheit tun

Aber auch Eltern können zur Sicherheit ihrer Schützlinge beitragen. Schneider rät, die Kinder je nach Alter zu begleiten. Wichtig sei, dass beim Überqueren der Strassen auf den Verkehr geachtet wird. «Die Verkehrsregeln sind auch bei einem Umzug einzuhalten.» Und damit die Kleinen gut sichtbar sind, sollen reflektierende Elemente an den Kleidern getragen werden.

Die meisten Umzüge fänden seit mehreren Jahren in den jeweiligen Gemeinden statt. Das Vorgehen habe sich eingespielt. Schneider sagt:

«Meist ist es fast schon Tradition, dass die örtliche Polizeistation die Umzüge begleitet und für zusätzliche Sicherheit sorgt»

Zwischenfälle sind der Kantonspolizei nicht bekannt. Im Gegensatz zu anderen Einsätzen, wie Streitigkeiten oder schweren Unfällen, seien die Umzüge mit den geschnitzten Räbeliechtli ein schönes Erlebnis. «Wir kommen so in Kontakt mit der Bevölkerung und haben das Umzugserlebnis gleich mit dazu.»

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