Raduner-Zwillingskamine sind gesprengt

HORN. Kurz nach 16 Uhr sind die Zwillingskamine auf dem Raduner-Areal in Schutt und Asche gelegt worden. Zahlreiche Schaulustige verfolgten die spektakuläre Aktion aus sicherer Entfernung.

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Die Kamine wanken - und fallen zusammen. (Bild: Rudolf Hirtl)

Die Kamine wanken - und fallen zusammen. (Bild: Rudolf Hirtl)

Stundenlange Vorbereitungen steckten hinter der Sprengung der Zwillingskamine auf dem Raduner-Areal in Horn. Die Türme selbst waren dann innert Sekunden Geschichte. Wenige Minuten nach 16 Uhr schritt Sprengmeister Köbi Keller zur Tat, zündete 5,5 Kilo Sprengstoff und besiegelte so das Ende der markanten Kamine. Diese waren Zeugen einer früheren Textilfabrik auf jenem Areal gewesen, auf dem im vergangenen Sommer ein von Menschenhand verursachter Grossbrand gewütet hatte. Geplant gewesen war die Sprengung für Punkt 16 Uhr - wegen Problemen bei der Elektrizitätszufuhr kam es aber zu einigen Minuten Verzögerung.

46 Sprengladungen
Mit der Sprengung betraut worden war die Firma Geo Rock AG aus Weisslingen. Der grössere der beiden Kamine war 40 Meter hoch, hatte einen Umfang von knapp 11 Metern und wog 250 Tonnen. Der kleinere Kamin war zwei Meter kürzer, hatte einen Umfang von neun Metern und war 220 Tonnen schwer. Angebracht wurden insgesamt 46 Sprengladungen, um ihnen den Garaus zu machen.

Sprengung der Zwillingskamine auf Raduner-Areal (Bild: Urs Bucher)
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Sprengung der Zwillingskamine auf Raduner-Areal (Bild: Urs Bucher)
Sprengung der Zwillingskamine auf Raduner-Areal (Bild: Urs Bucher)
Sprengung der Zwillingskamine auf Raduner-Areal (Bild: Urs Bucher)
Sprengung der Zwillingskamine auf Raduner-Areal (Bild: Urs Bucher)
Sprengung der Zwillingskamine auf Raduner-Areal (Bild: Urs Bucher)
Sprengung der Zwillingskamine auf Raduner-Areal (Bild: Urs Bucher)
Sprengung der Zwillingskamine auf Raduner-Areal (Bild: Urs Bucher)
Bild: Hardy Buob
Bild: Rudolf Hirtl
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Bild: Rudolf Hirtl
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Bild: Rudolf Hirtl

Sprengung der Zwillingskamine auf Raduner-Areal (Bild: Urs Bucher)

Die Raduner-Zwillingskamine waren bei weitem nicht die ersten bekannten Objekte, die Sprengmeister Köbi Keller zu Fall brachte. Er war unter anderem bereits in die Sprengung des ehrwürdigen Fussballstadions Wankdorf in Bern involviert gewesen. Damals sassen viele deutsche Touristen auf der Tribüne, als die Sprengung vorbereitet wurde. Bei der Aktion selbst waren dann alle bekannten deutschen TV-Sender vor Ort.

Ein regionales Spektakel
So bedeutend, dass ARD und ZDF zur Sprengung der Raduner-Zwillingskamine gekommen wären, war die Aktion vom Dienstag nicht. Allerdings fanden sich - in sicherer Entfernung - zahlreiche Schaulustige aus der Region ein, um das Spektakel zu verfolgen. (red.)

Die Kamine sind in sich zusammengesackt. (Bild: Rudolf Hirtl)

Die Kamine sind in sich zusammengesackt. (Bild: Rudolf Hirtl)

Die Sprengung der Raduner-Kamine aus der Luft. (Bild: Hardy Buob)

Die Sprengung der Raduner-Kamine aus der Luft. (Bild: Hardy Buob)