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Pyro-Zünder von Kamera entlarvt

Erstmals hat das OpenAir St. Gallen vier High-Tech-Kameras zur Überwachung eingesetzt. Sie dienten der Beobachtung der Massen, doch auch ein Pyro-Zünder wurde entdeckt.
Christoph Renn

ST. GALLEN. Am Konzert der Toten Hosen wurde die Stimmung am OpenAir St. Gallen nicht nur vom Leadsänger Campino aufgeheizt. Während des Konzertes entzündeten Besucher in der tanzenden Zuschauermasse etliche Pyros. Doch die «Zösler» rechneten nicht mit den vier neuen High-Tech-Kameras. Diese wurden erstmals zur Überwachung der Sitterbühne eingesetzt, wie «20 Minuten» berichtete. Einer der Pyro-Zünder wurde erkannt und musste das Gelände verlassen.

Zeltplatz auch videoüberwacht

«Vorfälle an anderen Grossveranstaltungen haben gezeigt, dass eine Kontrolle der Menschenmasse und -bewegung notwendig ist», sagt OpenAir-Mediensprecherin Sabine Bianchi. Mit Hilfe der High-Tech-Geräte, die laut Sicherheitschef Andy Mestka auch in Fussballstadien eingesetzt werden, können Gesichter in bis zu 100 Meter Entfernung erkannt werden. «Die Kameras dienten dazu, Ansammlungen, Druck oder Ausschreitungen der Massen frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren», sagt Bianchi. Der identifizierte Pyro-Zünder sei als einziger Besucher aufgrund der Bilder vom Gelände gewiesen worden. «Zwei weitere Personen wurden von anderen Festivalbesuchern dem Sicherheitsdienst übergeben», fügt sie hinzu.

Aber nicht nur die Sitterbühne, auch Teile des Zeltplatzes wurden videoüberwacht. Auch hier sei nur das Ziel gewesen, vorzeitig brenzlige Situationen wie «Feuer, Explosionen oder Überbelegungen» zu erkennen und schnellstmöglich zu intervenieren. Auch nach Hitzeopfern habe man per Videoüberwachung Ausschau gehalten.

Zusätzlich patrouillierten Sicherheitsleute auf dem hügeligen Gelände. Drogensünder oder Gewalttätige wurden sofort an die Polizei übergeben. «Eine Sicht in die Zelte der Besucher ist aufgrund des Einfallswinkels der Kameras praktisch unmöglich», sagt Mestka. Das OpenAir sei sehr friedlich über die Bühne gegangen und man habe zum Glück nie notfallmässig ausrücken müssen.

Keine Kameras in Frauenfeld

Die Veranstalter haben an den Eingängen auf die Überwachung aufmerksam gemacht und diese in der Geschäftsbedingung klar vermerkt. «Die Kameras wurden weder versteckt noch getarnt montiert, sondern gut sichtbar aufgestellt», sagt Bianchi. Laut dem Sicherheitschef werden die Bilder nach einer Woche unwiderruflich gelöscht, sofern die Staatsanwaltschaft keine Daten von Straftatbeständen anfordert. Ob die Kameras im nächsten Jahr wieder eingesetzt werden, ist noch unklar. Eines steht aber fest: In Frauenfeld wird, laut Mediensprecher Joachim Bodmer, kein grosser Bruder über das Open Air wachen.

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