Punk und OpenAir: Ungleiche Geschwister

1977, als das erste OpenAir St. Gallen in Abtwil stattfand, gilt als «Jahr, in dem Punk explodierte» – allerdings entstand die No-Future-Bewegung schon im Vorjahr.

Drucken
Teilen

1977, als das erste OpenAir St. Gallen in Abtwil stattfand, gilt als «Jahr, in dem Punk explodierte» – allerdings entstand die No-Future-Bewegung schon im Vorjahr. Das Ostschweizer Festival, anfänglich dem friedlichen Hippie-Geist von Woodstock verpflichtet, hatte mit den rebellischen Verweigerern und ihren schnörkellosen Drei-Akkorde-Songs nichts gemeinsam; im ersten Jahrzehnt spielte eine einzige Punkband: die Zürcher The Bucks (1981). Daran hat sich in 40 Jahren OASG und Punk wenig geändert, obwohl Punkrocker dann und wann als schrille Tupfer im Programm auftauchten. Festivalleiter Christof Huber nennt als gelungenste Shows jene von NOFX, Boysetsfire, AntiFlag und vor allem Bad Religion, die erstmals im Jahr nach den Sex Pistols an der Sitter gastierten. (mel)