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Provisorien für Fahrende im Kanton St. Gallen

Durchgangsplätze Seit über zehn Jahren scheitert der Kanton St. Gallen bei der Suche nach Stand­orten für Durchgangsplätze für Fahrende. Nun will er bis 2018 drei Provisorien bauen. Eine Volksabstimmung wäre erst nötig, wenn die Plätze dauerhaft werden sollen.

Die drei Provisorien sollen im Sarganserland, im Rheintal und im Fürstenland zur Verfügung ­gestellt werden, sagte Kantons­planer Ueli Strauss gegenüber dem Regionaljournal von SRF. Die genauen Standorte blieben geheim, bis eine definitive Einigung erzielt sei. Die Provisorien haben für den Kanton einen entscheidenden Vorteil: Sie brauchen unter anderem keine Zonenplanänderungen. Volksabstimmungen können somit ausgeschlossen werden.

Kanton müsste sechs Plätze bereitstellen

«Wir haben gemerkt, dass die Opposition in der Bevölkerung gegen fixe Plätze extrem gross ist», sagte Strauss gegenüber «FM1 Today». 2014 sprach sich das Thaler Stimmvolk gegen einen Durchgangsplatz aus, 2016 scheiterte ein Projekt in Gossau an der Urne. Eigentlich wäre der Kanton St. Gallen verpflichtet, sechs Durchgangsplätze für Fahrende – eine anerkannte natio­nale Minderheit – bereitzustellen. Bis heute besteht noch kein einziger.

Mit Provisorien sollen in der Bevölkerung Vorurteile gegenüber Fahrenden abgebaut werden. Strauss hofft, dass die Plätze nach zwei bis vier Jahren auf eine dauerhafte Basis gestellt werden können. Allerdings wäre auch dann wieder ein Referendum möglich. (red)

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