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Protestaktion vor Zirkus

Die Löwen-Nummer des Circus Royal missfällt Tierschützern. Aktivisten haben im Thurgau Flyer verteilt. Jetzt beklagen sie sich nicht nur über den Zirkus, sondern auch über die Polizei.

KREUZLINGEN. Tierschützer haben in Weinfelden und Kreuzlingen aus Protest gegen eine Löwen-Nummer vor dem Circus Royal Flugblätter verteilt. Laut Daniel Meili, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, war die Aktion bewilligt. «Die Aktivisten hatten von der Stadt Kreuzlingen eine Bewilligung für die Aktion erhalten. Diese war allerdings an Auflagen geknüpft.» Die Flugblätter hätten nicht in der Nähe des Zirkus verteilt werden dürfen. «Diese Auflagen wurde missachtet. Deshalb wurden die Personen polizeilich weggewiesen.»

Als Prostituierte beschimpft

Hinter dem Protest steht die Schweizer Liga gegen Vivisektion (LSCV). Sie kämpft gegen Tierversuche und für die Rechte des Tieres. Gemäss der Organisation soll die Protestaktion seitens des Zirkus zu unangebrachten Reaktionen geführt haben. «Direktor Oliver Skreinig hat eine Aktivistin als Prostituierte beschimpft und drohte einem Aktivisten mit Prügel», sagt LSCV-Sprecher Benjamin Frei. Zudem habe Skreinig der Polizei applaudiert. Auch andere Zirkusmitarbeiter und Verwandte der Familie Gasser sollen Aktivisten wie auch Polizisten bedrängt haben.

Skreinig widerspricht. Seine Angestellten hätten keineswegs heftig reagiert. «Ich spendete auch keinen Beifall, als die Polizei eingriff.» Zudem seien seine Mitarbeiter letztes Jahr von den Aktivisten mit Pfefferspray angegriffen worden. Die Aktivisten würden «vor nichts zurückschrecken», sagt er. «Sie haben auch unser Publikum gefilmt. Das geht so nicht.»

Bewilligung nur für Trottoir

Laut Polizeisprecher Meili sind Beamte zwar mehrmals nach Weinfelden ausgerückt, sie wurden seitens der Familie Gasser aber nicht bedrängt. «Wir haben deswegen auch nicht interveniert.» Ob etwas an den Beschimpfungen dran ist, entziehe sich seiner Kenntnis, sagt Meili.

Die Stadt Kreuzlingen hat den Tierschützern eine Bewilligung mit Auflagen erteilt, wie Caroline Leuch, Leiterin Kommunikation, bestätigt. Eine Bewilligung sei bei «gesteigertem Gemeingebrauch» nötig. «Die Bewilligung wurde nur für das Trottoir in der Nähe erteilt, nicht für das Gelände des Zirkus.»

Frei ist damit nicht einverstanden. «Eine Aktion von drei Personen ist keine Kundgebung und somit kein gesteigerter Gemeingebrauch. Wir haben die Bewilligung zurückgewiesen und uns geweigert, das Gelände vor dem Zirkus zu verlassen.» Alles sei rechtens gewesen. Deshalb sei es auch zu keiner Anzeige gekommen. (ndo/lex)

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