Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Protestaktion der Unia vor Coop-Tankstelle

ROMANSHORN. Mitarbeiter eines Coop-Tankstellenshops in Romanshorn erheben schwere Vorwürfe gegen ihren Vorgesetzten. Der Geschäftsleiter habe Angestellte herumgeschubst und ihnen auf den Nacken geschlagen. Von Mobbing und Drohungen ist die Rede.

ROMANSHORN. Mitarbeiter eines Coop-Tankstellenshops in Romanshorn erheben schwere Vorwürfe gegen ihren Vorgesetzten. Der Geschäftsleiter habe Angestellte herumgeschubst und ihnen auf den Nacken geschlagen. Von Mobbing und Drohungen ist die Rede. Weiter soll es Unregelmässigkeiten bei der Zahlung von Kinderzulagen gegeben haben. Der Geschäftsleiter nahm auf Anfrage unserer Zeitung keine Stellung dazu.

Die Gewerkschaft Unia unterstützt die Mitarbeiter: Sie hat gestern eine Protestaktion vor der Tankstelle durchgeführt, 30 Gewerkschafter nahmen teil.

Coop zu Gesprächen bereit

«Wir wollen ein Zeichen setzen, dass Angestellte sich Mobbing nicht gefallen lassen sollen», sagt Stefan Brülisauer, Leiter der Unia-Sektion Thurgau. In diesem Shop habe ein «rauhes Klima» geherrscht. Jetzt, da das Geschehen publik werde, müsse Coop eingreifen. Der Konzern habe Gesprächsbereitschaft signalisiert, man habe auf kommende Woche einen Termin vereinbart.

Die Unia hatte zuvor Abklärungen eingeleitet – unter anderem bat sie das Arbeitsinspektorat zu prüfen, ob eine Verletzung des Arbeitsgesetzes vorliegt. Die Mitarbeiter hätten neun Stunden ohne Pause und ohne einen freien Tag in der Woche arbeiten müssen. Lediglich eine Rauchpause zwischendurch sei erlaubt gewesen, sagt Brülisauer.

Selbständiger Unternehmer

Zwei Angestellte hatten die Probleme dem Coop-Regionalleiter gemeldet. Es sei aber nichts passiert, so Brülisauer. Coop-Mediensprecherin Sabine Schenker sagt: «Der Regionalleiter machte darauf aufmerksam, dass er nicht der Chef des Shop-Unternehmers sei.» Die Coop-Pronto-Shops würden im Franchise-System geführt, gegenüber Coop trete der Shop-Unternehmer als selbständiger Unternehmer auf. «Der Regionalleiter bot den beiden Mitarbeitern ein gemeinsames Gespräch mit dem Shop-Unternehmer an. Sie gingen jedoch nicht darauf ein.» Der Regionalleiter stehe für das Gespräch weiterhin zur Verfügung. (tva/red.)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.