Procap mit mehr Mitgliedern

WATTWIL. An der Generalversammlung von Procap St. Gallen-Appenzell gab insbesondere die angespannte finanzielle Situation zu reden. Der Bund hatte den Unterstützungsbeitrag an Organisationen, die Personen mit Handicap beschäftigen, gestrichen.

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WATTWIL. An der Generalversammlung von Procap St. Gallen-Appenzell gab insbesondere die angespannte finanzielle Situation zu reden. Der Bund hatte den Unterstützungsbeitrag an Organisationen, die Personen mit Handicap beschäftigen, gestrichen. Dies führte bei Procap im vergangenen Jahr zu einem Finanzloch von 30 000 Franken – bei einem Budget von 900 000 Franken, wie der Behindertenverband mitteilt. «Dass der Bund mit der Streichung des Beitrags so tut, als sei Gleichstellung bereits erzielt, ist für mich untragbar», wird Procap-Sektionspräsident Roland Gossweiler in der Mitteilung zitiert. Da der Verband 2015 mehr Spenden erhalten habe und einige Gemeinden ihre Jahresbeiträge verdoppelten oder erstmals einzahlten, habe das Defizit «auf knapp 9000 Franken gedrückt werden können».

Die Zahl der Mitglieder ist 2015 gegenüber dem Vorjahr erneut stark gestiegen und zwar von 1995 auf 2082 Personen. An der Versammlung wurde zudem Fredy Metzger, Sozialpädagoge und Schulrat von Kirchberg, als neues Vorstandsmitglied gewählt. Er ersetzt Richi Fust, der während 12 Jahren Mitglied im Vorstand von Procap St. Gallen-Appenzell war. Mit einer guten Neuigkeit konnte Volkswirtschaftsdirektor Beni Würth aufwarten: Der Kanton werde sich neu bei Bushaltestellen offiziell für die Kantenhöhe 23 Zentimeter einsetzen. (red.)

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