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PRIVATSCHULE: Schulferien beziehen, wann es einem passt

In Kreuzlingen eröffnet zum kommenden Schuljahr der Talent-Campus Bodensee. Die SBW Haus des Lernens AG führt dort als erste Schule der Schweiz eine 5. und 6. Klasse auf Gymnasialstufe ein. Zudem sollen die Schüler flexible Ferien beziehen können.
Julia Nehmiz
In Kreuzlingen entsteht die neue SBW-Privatschule Talent-Campus Bodensee. (Bild: PD)

In Kreuzlingen entsteht die neue SBW-Privatschule Talent-Campus Bodensee. (Bild: PD)

Ferien machen, wann man will – das klingt für Schülerinnen und Schüler zu verlockend, um wahr zu sein. «Mach Ferien, wann es Dir passt», wirbt nun der Talent-Campus Bodensee in Kreuzlingen auf seiner Homepage. Die neue Schule der SBW-Gruppe startet nach den Sommerferien mit einem eigenen Konzept. «Talent, Leidenschaft und Leistung stehen im Mittelpunkt», sagt Christoph Bornhauser, Leiter des Talent-Campus Bodensee. So werden die Schülerinnen und Schüler nicht in Klassen eingeteilt, sondern in Leistungsgruppen. Ein persönlicher Coach helfe, dass die Schüler die selbstgesteckten Ziele erreichen.

Deswegen auch die flexiblen Ferien für alle Schüler des Campus, sagt Bornhauser. So könnten beispielsweise sportlich begabte Schüler, die an Wettkämpfe oder in Trainingslager reisen, den verpassten Unterrichtsstoff in den insgesamt sieben zusätzlichen Lernwochen vor- oder nachholen, die in den Ferien auf dem Campus angeboten werden. Das sei schweizweit ein Novum. Können die Familien der Schüler nun einfach in der Nebensaison günstige Ferien buchen? Nein, sagt Bornhauser: «Die Abwesenheit des Kindes muss schulisch und familiär sinnvoll sein, etwa eine längere Reise, einen Sprachaufenthalt oder ein Lernpraktikum beinhalten.»

Viele Eltern wünschen Gymnasium ab der 5. Klasse

Der SBW-Campus beheimatet eine Oberstufe (7. bis 9. Klasse), eine 10. Klasse, ein Sport-KV, die International Swiss School Kreuzlingen Konstanz sowie die Nationale Elitesportschule Thurgau. Und neu und wohl einmalig in der Schweiz eine 5. und 6. Gymnasialklasse. «Das ist ein Bedürfnis vieler Deutscher und vermehrt auch Schweizer Eltern», sagt Christoph Bornhauser. Rein rechtlich werden die beiden Gymnasialklassen als Primarklassen geführt, da die SBW den vorgegeben Lehrplan einhalten muss. Doch man biete viele zusätzliche Kurse und Fächer auf gymnasialem Niveau an. Zudem werden die Schülerinnen und Schüler entsprechend ausgewählt. Nicht eine Prüfung entscheidet über die Zulassung, sondern Zeugnis und Bewerbungsgespräche. «Wir wollen abklären, ob der Besuch des Gymnasiums der Wunsch des Kindes und der Eltern ist», sagt Bornhauser.

Für die Gymnasialstufe haben sich bislang zehn Interessenten gemeldet. Das Anmeldeverfahren läuft noch. Man werde auch mit wenigen Schülern eröffnen, sagt Bornhauser. «Wir starten nach den Sommerferien den Betrieb.»

Der Talent-Campus wird am 14. August mit rund 250 Schülerinnen und Schülern eröffnet. Diese kommen hauptsächlich aus dem Thurgau, aber auch aus St. Gallen, Winterthur, Graubünden und Deutschland. Auf der Homepage des Talent-Campus ist sogar eine Kontaktperson in China aufgeführt. Ja, sagt Bornhauser, man sei in Kontakt mit Ländern weltweit, um Spitzensportler und Jugendliche, die eine gute Schweizer Bildung schätzten, an den Talent-Campus zu ­locken.

Ein Schuljahr an der Privatschule kostet 23000 Franken. Man plane, mit Spendengeldern einen Fonds einzurichten, um weniger begüterten, talentierten Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen.

Julia Nehmiz

julia.nehmiz@ostschweiz-am-sonntag.ch

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