Presseschau
«Plötzlich wurden in St.Gallen Erinnerungen wach»: So berichten Schweizer Medien über die Partie zwischen FC St.Gallen und YB

Ein Spitzenspiel war es in der vergangenen Saison, und ein Spitzenspiel war es auch am Sonntagnachmittag: Die Begegnung zwischen dem FC St.Gallen und dem unangefochtenen Tabellenführer YB bot Spannung bis zum Schluss. Schweizer Medien thematisierten vor allem den strittigen Strafstoss – eine Presseschau.

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Wie beim 3:3 der vergangenen Saison ist Torhüter Lawrence Ati Zigi auch beim jüngsten Heimspiel gegen YB Unglücksrabe und Retter zugleich.

Wie beim 3:3 der vergangenen Saison ist Torhüter Lawrence Ati Zigi auch beim jüngsten Heimspiel gegen YB Unglücksrabe und Retter zugleich.

Bild: Keystone

Tagesanzeiger

«Sollen sie sich nun über diesen Punkt freuen? Oder über das erneute Remis ärgern? Vielleicht beides ein bisschen. Die Young Boys verpassten es zwar zum vierten Mal in Serie, in der Super League zu gewinnen, doch nach diesem Spielverlauf können sie durchaus auch ein positives Fazit ziehen.»

«Für YB, den klaren Leader, fällt kaum ins Gewicht, dass es erneut nur einen Punkt gab. St.Gallen hingegen hätte deren drei gut gebrauchen können, um sich wieder nach vorne zu arbeiten. Immerhin aus Sicht der Ostschweizer: Weil Vaduz (0:3 gegen Lugano) und Sion (1:2 gegen Servette) verloren, beträgt ihr Vorsprung auf den Barrageplatz sieben Punkte.»

SRF

«Plötzlich wurden in St. Gallen Erinnerungen wach. Erinnerungen an den 23. Februar 2020 und damit an den spektakulären Spitzenkampf zwischen dem FCSG und YB in der Vorsaison.»

«Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand erneut St.Gallens Torhüter Lawrence Ati Zigi. Er hatte soeben einen Penalty von Jean-Pierre Nsame abgewehrt. Doch wie schon an jenem 23. Februar liess der Schiedsrichter den Elfmeter wiederholen. Zigi hatte sich zu früh von der Linie bewegt.»

NZZ

«Nach einer Stunde im Match gegen YB war Jordi Quintillà an allen Fronten gefordert. Der Captain des FC St. Gallen redete nach einem umstrittenen Penalty auf den Schiedsrichter ein. Verständigungsprobleme gab es keine, der Spanier hat im Nu Deutsch gelernt. Und kurz darauf war er erneut im Getümmel. Er musste seinen grob zu Werke gehenden Assistenz-Captain Lukas Görtler vor aufgebrachten YB-Spielern schützen und Görtler zur Räson bringen, um ihm den Platzverweis zu ersparen.»


FC St.Gallen Verteidiger Leonidas Stergiou bringt YB-Stürmer Felix Mambimbi zu Fall. Das Verdikt des Schiedsrichters: Strafstoss.

FC St.Gallen Verteidiger Leonidas Stergiou bringt YB-Stürmer Felix Mambimbi zu Fall. Das Verdikt des Schiedsrichters: Strafstoss.

Bild: Keystone

FM1Today

«Der FC St.Gallen und der Videoschiedsrichter – eine grosse Liebe wird das wohl nicht mehr werden. Dabei hatte es bis zum umstrittenen Penaltypfiff gut ausgesehen für die Espen. Ihrem geradlinigen, tempo- und ideenreichen Spiel konnten die Berner insbesondere in der ersten Halbzeit wenig entgegensetzen. Entsprechend verärgert reagierten die St.Galler, als Nsame im zweiten Anlauf vom Punkt traf. Es spricht für die Moral von Zeidlers Mannschaft, dass die Espen auf diesen zwischenzeitlichen Tiefschlag reagieren konnten. So resultierte zum Schluss immerhin ein Punkt – auch wenn diesem ein schaler Nachgeschmack anhaftet.»

20Min

«Das Topspiel zwischen dem FC St.Gallen und den Young Boys verspricht lange Zeit keine Fussball-Leckerbissen. Die Espen gehen durch einen Traumpass von Ruiz auf Youan in Führung. Danach flacht das Spiel ein wenig ab.»

«Für die Young Boys ist es nun das vierte Remis in Folge. Der FC St.Gallen ist nun das aktuell schlechteste Super-League-Team im Jahr 2021 mit 12 Punkten aus 12 Spielen.»

Watson

«Mit einem gerechten 2:2 trennten sich St.Gallen und die Young Boys nach einem intensiven, aber nicht hochstehenden Spiel. Wie in Luzern und Basel sowie daheim gegen Vaduz liess der müde Meister auch in der Ostschweiz zwei Punkte liegen.»

«Vor allem eine Szene gab in St.Gallen zu reden. Sie erinnerte an das packende 3:3 der beiden Kontrahenten vor einem Jahr. Wie damals am 23. Februar 2020 hielt Ati Zigi einen Penalty, erneut musste dieser jedoch wiederholt werden, weil der Ghanaer die Torlinie zu früh verlassen hatte.»

Nau

«In der Schlussphase der Partie zwischen St.Gallen und YB (2:2) kochen die Emotionen hoch. FCSG-Trainer Peter Zeidler tanzt wie Rumpelstilzchen an der Linie, schmeisst seine Jacke auf die Bank. Präsident Matthias Hüppi steht längst am Spielfeldrand daneben. Es erinnert an das legendäre 3:3 und die Penalty-Szenen vor einem Jahr. Damals lief Sportchef Alain Sutter nach dem Spiel sogar noch auf den Platz.»