Presserat lehnt Beschwerde gegen St. Galler Tagblatt ab

St. gallen. Der Schweizer Presserat tritt nicht auf eine Beschwerde von Jeannot Lucchi gegen das St. Galler Tagblatt sowie den anzeiger ein, wie er in einer Stellungnahme mitteilt. Die Begründung: Lucchis Beschwerden seien «offensichtlich unbegründet».

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St. gallen. Der Schweizer Presserat tritt nicht auf eine Beschwerde von Jeannot Lucchi gegen das St. Galler Tagblatt sowie den anzeiger ein, wie er in einer Stellungnahme mitteilt. Die Begründung: Lucchis Beschwerden seien «offensichtlich unbegründet».

Hintergrund von Jeannot Lucchis Beschwerde ist die Berichterstattung über das geplatzte Comeback des bekannten Radiomoderators bei Radio FM1-Melody. Lucchi hätte dort im vergangenen Dezember die Sendung «Hits von damals» präsentieren sollen.

Dazu kam es aber nicht. Denn zwischen der Tagblatt Medien AG, zu welcher auch das Radio FM1 gehört, und dem Radiomoderator war ein Honorarstreit entbrannt. Aus Sicht der Tagblatt Medien war Lucchi irrtümlich ein Monatshonorar überwiesen worden, das der Moderator hätte zurückzahlen sollen.

Lucchi machte in seiner im Januar eingereichten Beschwerde unter anderem geltend, das St. Galler Tagblatt und der anzeiger hätten in ihrer Berichterstattung die Fakten verzerrt dargestellt.

Der Presserat sieht das nicht so: Für die Leserschaft seien die Details des Streits nicht derart wichtig, «dass sie für das Verständnis der Hauptaussage – kein Comeback wegen Honorarstreit – unabdingbar sind». Ebenso wenig nachvollziehbar ist für den Rat Lucchis Vorwurf des Konzernjournalismus. (red.)