Stabübergabe
Präsidentenwechsel nach Onlinewahl: Christian Giger neu an der Spitze des Appenzellischen Turnverbandes

Nach sechs Jahren als Präsident des Appenzellischen Turnverbandes trat Bruno Eisenhut zurück. Sein Nachfolger turnt beim TV Bühler. Larissa Müller aus Waldstatt ist neu im Vorstand.

Mea McGhee
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Christian Giger (Mitte) übernimmt den Stab von seinem Vorgänger Bruno Eisenhut. Larissa Müller wurde ebenfalls in den ATV-Vorstand gewählt.

Christian Giger (Mitte) übernimmt den Stab von seinem Vorgänger Bruno Eisenhut. Larissa Müller wurde ebenfalls in den ATV-Vorstand gewählt.

Lorenz Reifler

Christian Giger, der neue Präsident des Appenzellischen Turnverbands (ATV) engagiert sich seit langer Zeit für das Turnen: Beim TV Bühler war er seit elf Jahren im Vorstand aktiv, zehn davon als Präsident. An der coronabedingt online durchgeführten Delegiertenversammlung wählten die Stimmberechtigten des Appenzellischen Turnverbandes den 30-Jährigen, in Bühler aufgewachsenen und in Gais wohnhaften, zum Präsidenten des grössten Sportverbandes beider Appenzell. Als aktiver Turner, wolle er dazu beitragen, dass die Turnlandschaft im Appenzellerland so attraktiv, vielfältig und breit gefächert bleibe, wie sie ist. Giger tritt die Nachfolge von Bruno Eisenhut an, der nach sechs Jahren zurücktrat.

Geschäftsführerin übernimmt das Protokoll

In den Vorstand wurde Larissa Müller aus Waldstatt gewählt. In ihrer aktiven Karriere durchlebte sie die alle Stufen des Turnangebots. Die Sportlehrerin ist Riegenleiterin im TV Waldstatt und prägt dort den Bereich Rhönrad. Müller folgt auf Sandra Vetsch-Bischofberger, die das Ressort Leistungssport leitete. Mit Yvonne Lenggenhager trat die Protokollführerin zurück. Deren Aufgabe übernimmt die Geschäftsstellenleiterin Jeannette Schläpfer. Weiter zum Vorstand gehören Silvia Fritsche, Vanessa Nef, Christa Rudolf von Rohr, Urs Zuberbühler und Bruno Höhener.

Mitgliederbeiträge werden halbiert

Der ATV ist in den letzten fünf Jahren um 15 Prozent gewachsen und zählt knapp 7000 Mitglieder. Diese Entwicklung sei erfreulich und nicht zuletzt auf Aktivitäten des Verbands zurückzuführen, bilanzierte der scheidende Präsident anlässlich der Abstimmungsauswertung am Samstag. Eine Verpflichtung für den Vorstand, würden die Mitglieder doch voraussetzen, Teil eines aktiven und innovativen Verbands zu sein.

Weiter stimmten die Delegierten dem Antrag des Vorstandes zu, die Mitgliederbeiträge für 2021 zu halbieren. Dies aufgrund des coronabedingten finanziellen Besserabschlusses im Jahr 2020. Ein grosser Teil aller geplanten Anlässe musste abgesagt werden, was sich in der Jahresrechnung niederschlug. Ebenfalls hiessen die Delegierten den Antrag zum Austritt aus Swiss Athletics gut. Der Vorstand begründete den Austritt aus dem nationalen Leichtathletikdachverband mit der vertraglich geregelten Zusammenarbeit zwischen dem ATV und Ostschweiz Athletics, welche die Mitgliedschaft des ATV bei Swiss Athletics obsolet machte.

2021 stehen verschiedene Turnanlässe an mit dem Höhepunkt des um ein Jahr verschobenen Kantonalen Turnfestes im Juni. In welcher Form dieses durchgeführt werden kann, muss sich weisen. (pd)