POST: Ostschweizer Kantone wollen besseren Postagentur-Service

Die Ostschweizer Kantone fordern von der Post, dass sie das Dienstleistungsangebot der Postagenturen erweitert. Die Schliessung von Poststellen und deren Ersatz durch Agenturen dürfe für die Kunden zu keiner Verschlechterung führen.

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Die Post hatte im vergangenen Herbst angekündigt, dass sie in den nächsten vier Jahren bis zu 600 der heutigen 1400 Poststellen schliessen will. (Bild: Keystone)

Die Post hatte im vergangenen Herbst angekündigt, dass sie in den nächsten vier Jahren bis zu 600 der heutigen 1400 Poststellen schliessen will. (Bild: Keystone)

Namentlich seien in den Postagenturen die Dienstleistungen beim Zahlungsverkehr und dem Massenversand auszubauen, teilte die Volkswirtschaftsdirektoren-Konferenz der Ostschweizer Kantone (VDK Ost) am Freitag mit. Die jüngste Ankündigung der Post vom Donnerstag enthalte dazu «erste positive Schritte».

Die Angestellten auf den Postagenturen müssten auch entsprechend weitergebildet werden. Als ungenügend kritisiert die VDK Ost die Informationspolitik der Post gegenüber den Gemeinden. Diese seien zu spät und ungenügend in den Prozess zum Umbau des Poststellennetzes einbezogen worden.

«Das Informationsdefizit bei den Gemeinden wie auch bei Teilen der Bevölkerung führte zu vermeidbaren Verunsicherungen und teilweise zu Abwehrhaltungen», heisst es im Communiqué. Der von der Post aufgezeigte Zeithorizont bis 2020 sei zu kurz. Erwartet würden «verbindliche Zusagen zumindest für die nächsten zehn Jahre».

Schliessung von bis zu 600 Poststellen
Die Post hatte im vergangenen Herbst angekündigt, dass sie in den nächsten vier Jahren bis zu 600 der heutigen 1400 Poststellen schliessen will, um Kosten zu sparen. In den betroffenen Orten sollen von Partnern geführte Agenturen den Post-Service weiterführen.

Die VDK Ost anerkennt «die Herausforderung der Post, ihr Angebot betriebswirtschaftlich auszurichten und gleichzeitig einen möglichst guten Service Public anzubieten». Eine Verschlechterung des Angebots dürfe aber auf keinen Fall resultieren.

Der VDK Ost gehören die Volkswirtschaftsdirektorinnen und -direktoren der Kantone St.Gallen, beider Appenzell, Thurgau, Schaffhausen, Glarus und Graubünden sowie des Fürstentums Liechtenstein an. Den Vorsitz hält derzeit der Innerrhoder Landammann Daniel Fässler. (sda)