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PORTRÄTS: Coiffeuse, Taxifahrer, Kioskbetreiber

Das Ostschweizer Fernsehen TVO betritt Neuland: Mit «Mensche i de Ostschwiz» erzählt der Sender erstmals Alltagsgeschichten von Leuten aus der Region.

Sendungen, die prominente Personen porträtieren, bietet das Fernsehen viele. Das Ostschweizer Fernsehen TVO überträgt ab September mit «Mensche i de Ostschwiz» ein neues Format: Darin stehen Menschen aus der Region im Mittelpunkt, die weniger bekannt sind. Die Sendung begleitet die Protagonisten während mehreren Monaten in ihrem Alltag sowie in aussergewöhnlichen Situationen. Persönliche und emotionale Geschichten bilden den Kern der Reportage. «Mit ‹Mensche i de Ostschwiz› sind wir ganz nahe an den porträtierten Menschen dran und können sie dadurch so zeigen, wie sie wirklich sind», sagt der Produzent der Sendung, Christian Masina.

Die erste Staffel heisst «Sommermenschen» und startet am 10. September mit der Geschichte der Coiffeuse Giulia Kurer, die durch den Alpstein wandert und den Sennen dort die Haare schneidet. Ausserdem werden die jahrelangen Betreiber des Kiosks am Baggersee Kriessern, André und Nicole Van Kesteren, sowie der Berufsfischer und Betreiber des Campingplatzes in Altenrhein, Roger Welti, in der Staffel porträtiert.

Für TVO, das sonst vor allem tagesaktuelle Beiträge zeigt, ist das Format der Sendung Neuland. «Wir wollten eine Sendung mit einem Fortsetzungscharakter, der die Zuschauer dazu bewegt, regelmässig TVO einzuschalten. ‹Mensche i de Ostschwiz› bietet genau das», sagt Redaktionsleiter Thomas Bächle.

Aufwendige Produktion

Damit die persönlichen Geschichten entstehen, verbringt ein Reporter mehrere Tage an der Seite des Protagonisten. Die einzelnen Folgen werden jeweils nicht von einem mehrköpfigen Team, sondern von einem einzigen Videojournalisten produziert. «Die Sendung ist aufgrund der Machart intensiv und aufwendig», so Masina. Er selber begleitete beispielsweise fünf Tage lang einen Lastwagenfahrer auf dem Weg nach Norwegen. Und erst kürzlich ist der Produzent von einem mehrtägigen Dreh im Alpstein zurückgekehrt, bei dem er sich einen Schnupfen eingefangen hat.

Die Personen für die Porträts werden zum Teil aufgrund von Ereignissen gefunden, auf andere stösst die Redaktion eher zufällig. Einen Protagonisten hat Masina etwa in einem Taxifahrer gefunden, der ihn eines Abends nach Hause gefahren hat. «Er erzählte mir, dass er tagsüber als Landwirt arbeite und nur in der Nacht Taxi fahre, um über die Runden zu kommen.» Der Taxifahrer musste viel früher als geplant den Hof seines Vaters übernehmen, da dieser plötzlich verstorben war. Dieses Beispiel zeige, dass jeder eine spannende Geschichte zu erzählen habe, sagt Masina.

Roman Scherrer

roman.scherrer@tagblatt.ch

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