Polonaise und Karaoke zu Silvester

Wenn morgen das alte Jahr zu Ende geht, lassen Partygänger die Champagnerkorken in Clubs und Lokalen knallen. Angebote in der Region gibt es reichlich. Ein kleiner Überblick, um die Wahl zu erleichtern.

Alessia Pagani
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Es gibt in den Ostschweizer Kantonen viele Gelegenheiten, an Silvester die Korken knallen zu lassen. (Bild: fotolia)

Es gibt in den Ostschweizer Kantonen viele Gelegenheiten, an Silvester die Korken knallen zu lassen. (Bild: fotolia)

Der Jahreswechsel gehört gebührend gefeiert. Wer ihn nicht in den eigenen vier Wänden oder bei Freunden zelebrieren will, findet eine Vielzahl an Angeboten.

Als «grösste und angesagteste Silvesterparty» der Ostschweiz und als «Place to be» preist das «Trischli» in St.Gallen – einer der ältesten Clubs in der Ostschweiz – seine Silvester-Veranstaltung an. Gefeiert wird ab 22 Uhr unter dem Motto «Le Countdown» mit verschiedenen DJs.

Auch die «Villa Wahnsinn» behauptet die grösste Silvesterparty zu organisieren. Als Novum wird in der Silvesternacht auf drei Tanzflächen unterschiedliche Musik gespielt. An den Plattentellern stehen DJ Wyla, Mike Rogers, Ric F. oder Cristian Corona. Minderjährige wird's freuen: Sie haben ab 16 Jahren Zutritt. Wer bereits am frühen Abend die Korken knallen lassen will, ist hier an der richtigen Stelle: Türöffnung ist bereits um 20 Uhr. Genauso ambitioniert und vollmundig rühmt die «Raumstation» St.Gallen ihre Jahreswechsel-Party mit dem Titel «Kill the Silence». Vor allem für Techno-Fans ist dies am Silvesterabend die erste Anlaufstelle. Und es wird laut an der Lerchentalstrasse: Die Veranstalter laden ab 22 Uhr ein dabei zu sein, «wenn wir für Euch St.Gallen beschallen».

Latin in Weinfelden

Wer weniger auf Techno steht, dafür auf Black-Music und Latin, der findet sein Glück im Kanton Thurgau: Im «Firehouse» in Weinfelden kommen ab 22 Uhr partywütige Erwachsene voll auf ihre Kosten. Als Specialguest wurde der Produzent und DJ Sean Finn verpflichtet. Musikalisch unterstützt wird er von Greg und Marc-One. Nach Mitternacht ist ein Reihentanz angekündigt: Die Veranstalter organisieren eine zweistündige Polonaise mit allen Gästen, die bis Bürglen reichen soll.

Als «geilste Silvesterparty der Ostschweiz» preist der «Schlosskeller» in Frauenfeld seine Veranstaltung an. Der Club hat sich zur Aufgabe gemacht, ab 22 Uhr «die ehrwürdigen Mauern bis ins Fundament zu zerfesten». Die DJs Don Philippo, Marc-One und Woodelektro werden das ihre dazu beitragen.

Das kleine Häggenschwil hofft nach den vergangenen Jahren wieder auf eine ausverkaufte Mehrzweckhalle. Bei der fünften Ausgabe der «Ice Cube»-Party starten die Gäste ab 18 Jahren zu den Klängen von DJ Kaufi ins Neue Jahr – Beginn der Silvesterparty ist um 21 Uhr.

Lustig geht es voraussichtlich in der Grabenhalle in St.Gallen zu und her. Dort können Sangeskundige beim «Karaoke till death» singen, was die Kehle hergibt – oder aber zur späten Einsicht gelangen, dass Gesangsstunden als «guter Vorsatz» fürs Neue Jahr nicht ganz abwegig wären.

Hip-Hop in Rorschach

Der Club Rorschach präsentiert zum Jahresabschluss einen speziellen Gast: den international gefeierten Hip-Hoper Afu Ra. Danach laden die Veranstalter zu einer Electro-Party ein – Freinacht sei Dank geht diese wohl erst in den frühen Morgenstunden zu Ende. Zudem kündigt der Betreiber für das Silvesterfest eine musikalische Überraschung an. Am Bodenseeufer startet das Silvesterfest um 20 Uhr, wer bis zum Schluss bleibt, kommt nicht vor sechs Uhr nach Hause.

Grosse Parties steigen nicht nur drinnen: Die «Militärkantine» in St. Gallen hat sich etwas Spezielles ausgedacht: An diesem Abend kann im Freien in bereitgestellten Wannen gebadet werden. Verschiedene Silvesterschiffe auf dem Bodensee entführen Möchtegern-Piraten zudem aufs Schwäbische Meer.

Feiern in Lustenau

Wem der Gang ins Ausland nichts ausmacht, der geht ins vorarlbergische Lustenau. Ab 22 Uhr tanzt das Partyvolk zur Livemusik von The Spouts. Zum Jahreswechsel gibt es zudem ein Feuerwerk. Danach geht die Afterparty in einer Turnhalle weiter.

Auch bei den Silvesterparties gilt demnach: Wer sucht, der findet. Allerdings hat eine Umfrage der «Coop Zeitung» ergeben, dass der Trend in diesem Jahr eher hin zur Beschaulichkeit geht: Die Mehrheit der Schweizer begeht den Jahreswechsel demnach am liebsten zu Hause oder bei Freunden.

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